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Konzert-Bericht

Commander, Red To Grey & Camoz

Commander Release-Party

Neuland, München 28.03.2008

(Fotogalerie)

Die Heavy-Metal-Veranstaltungen in München überschlagen sich. Es gibt Abende, da weiß man gar nicht, wo man hingehen soll. Man kann sich ja dummerweise nicht teilen! Ex-Iron Maiden-Röhre Paul DiAnno gastiert im Titanic City, Dimple Minds in Ingolstadt und so weiter... Letztendlich landen wir auf der CD-Release-Party der Münchner Todesmetall-Lokalhelden Commander, die ihre aktuelle Scheibe The Enemies We Create vorstellen. Veranstaltunsort ist das Neuland, direkt hinter dem Backstage, das sich für Veranstaltungen wie diese prima eignet. Bevor man rein darf, muss man allerdings - man gewöhnt sich ja schon langsam dran - erstmal Mitglied im Neuland-Raucherclub werden. Drinnen angekommen, sticht die große Bühne direkt ins Auge und in der geräumigen Halle ist mehr als genug Platz zum Rocken, Posen und Headbangen. Der Weg zum stillen Örtchen ist für Uneingeweihte allerdings verdammt schwer zu finden. Als besonderes Schmankerl gibt's eiskaltes und sehr wohlschmeckendes Tegernseer Helles, und zwar in Flaschen. Einem gemütlichen Heavy-Metal-Abend steht also nichts mehr im Wege.
(Sebbes)

Den Auftakt dazu machen die Jungs von Camoz, die früher unter dem Namen Camorristas die Szene unsicher machten. Bis jetzt habe ich es aber immer irgendwie geschafft, sämtlichen Camoz-Gigs, die kürzlich stattgefunden haben, gekonnt aus dem Wege zu gehen. Jetzt darf ich die Jungs dann doch endlich live bewundern. Anfang noch etwas statisch, gehen die Jungs immer mehr aus sich heraus, vor allem Frontmann Fips ist während des Auftritts ein stetiger Aktivposten, der immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat und allerlei manchmal mehr, manchmal weniger lustige Ansagen parat hat, je nach Sichtweise. Seine Nebenleute tauen auch immer mehr auf, ab "The Gifted" geht es auch an den Gitarren richtig rund, da wird gebangt, gepost und Spaß gehabt, was eigentlich ansteckend sein sollte, doch der Funke wollte nicht so recht überspringen. Erst beim fetzigen "President Of No Man's Land" und dem Titeltrack vom kommenden Album The Fusion zeigte das Publikum dann etwas mehr Reaktionen. Als dann nach ca. 40 Minuten für Camoz der Vorhang fiel, gab es dann auch leider entsprechend dürftigen Applaus.
(Lord Obirah)

Als zweite Band besteigen die Münchner Power-Thrash-Metaller von Red To Grey die Bühne. Während des Intros dürfen wir zum ersten Mal die aufgestellte Lichttechnik, die ein atmosphärisches Leuchten auf die Bühne zaubert, in ihrem vollen Ausmaß bewundern. Der erste Song "Admissions" gibt die Marschrichtung vor: Power und Thrash Metal mit Melodien und starkem US-Einschlag. Ich würde sagen, dass Overkill- und Exodus-Fans hier voll auf ihre Kosten kommen. Sänger Andy Pankraz kommt mit seinem Organ einem gewissen Bobby "Blitz" Ellsworth wirklich erstaunlich nahe. Die Routine, mit der die fünf Jungs uns ihre Songs um die Ohren schleudern, zwingt uns schnell dazu, die erste Reihe in eine Heavyhardes-Redaktionsreihe umzufunktionieren. Aber auch sonst scheint der Platz um die Bühne sich so langsam zu füllen. Nicht ganz unschuldig daran ist Ausnahmegitarrist Frank Pane, der mit einer derartigen Leichtigkeit ein unglaubliches Solo nach dem anderen aus seinem Sechssaiter zaubert, dass es fast schon eine Frechheit ist. Insgesamt eine tolle Mischung aus Härte und Melodie, wobei ich mich schon wieder fragen muss, wie eine solch großartige Band mir so lange unbekannt bleiben konnte. Zum Abschied präsentieren uns Red To Grey den Nevermore-Knaller "Narcosynthesis", mit dem sie wohl auch den letzten Zweifler von ihren Fähigkeiten überzeugen. Unsere Zugabeforderungen dagegen werden leider nicht erhört.
(Sebbes)

Dann ist es soweit, die Band, derenwegen heute Abend wohl alle gekommen sind, steigt während des Intros auf die Bühne und böllert gleich mal den mächtigen Titeltrack des neuen Albums The Enemies We Create in Publikum. Dieser Hieb sitzt mächtig gewaltig und wird durch den guten Sound noch vervielfacht. Doch bevor sich der geneigte Headbanger erholen kann, setzt es einen rasanten Beinfeger namens "My Worst Enemy", und bei "Vengeful Angel" mit seinen düsteren Melodien erhält man ebenfalls keine Zeit sich zu erholen. "Salvation For A Dead World" sorgt bei Fans der ersten Commander-Scheibe für Verzückung bevor "New Age Of Treason" und "Ira" den zweiten Teil des Gigs einläuten. Furios und mächtig donnern extrem spielfreudige Commander über das wehrlose Publikum hinweg, wer bis jetzt immer noch nicht seine Matte schüttelt, ist entweder tot oder hört Britney Spears. Doch ehe man sich versieht, ziehen Commander den nächsten World's Destructive Domination-Song aus dem Ärmel, "Disharmony" überrollt den Zuschauer und "Dead But Alive" wird sogleich hinterhergeschoben. Ein letztes Aufbäumen und "Trust In Man", der Opener der neuen Scheibe, hinterlässt nur verbrannte Erde. Dann ist erstmal Stille angesagt, ach was sage ich, Zugaben werden gefordert, der Mob hat trotz voller Breitseite immer noch nicht genug und wird für sein Engagement auch belohnt. Nochmals geht es ein paar Jährchen zurück und "Modern Slavery" wird aus der Hüfte geschossen, bevor das Death-Cover "Symbolic" die letzten Reserven aus der Nackenmuskulatur herauskitzelt. Danach ist aber endgültig Schicht im Schacht, und auch wenn einige Nimmermüde immer noch Zugaben fordern, so kommen Commander höchstens noch für einen Plausch zurück auf bzw. vor die Bühne. Schade auch, aber wer so geile Mucke in Petto hat, der braucht sich nicht wundern, wenn er mit Zugabeforderungen überhäuft wird. Ein absolut überzeugender Gig!
(Lord Obirah)

Die Kollegen vom Verein zur Förderung des Heavy Metals in Bayern haben wieder mal ganze Arbeit geleistet und uns einen Konzertabend beschert, der wie eine Bombe einschlug. Trotz der vielen Konkurrenzveranstaltungen fand sich ein ganzer Haufen Rocker im Neuland ein, um zusammen mit Commander deren neue CD abzufeiern. Das Ganze für gerade mal sieben Euro, ein kompletter Abend Spaß für den Preis einer Maß Bier. Und wenn ich Kasper mit meinem Alkoholspiegel nicht wieder verpennt hätte, die neue Commander-CD mitzunehmen, würde ich sie sofort mehrmals in meinem Player rotieren lassen!
(Sebbes)

Setlist Camoz:
Devolution
RJ
Orphan Trains
The Gifted
President Of No Man's Land
The Fusion
The Lakey

Setlist Red To Grey:
Intro
Admissions
The Armour Piercing Dread
Wrath Of The Weak
Sweet Suffering
Free
In The Darkest Corner
The Cheated One
Moralizer
Narcosynthesis

Setlist Commander:
Intro
The Enemies We Create
My Worst Enemy
Vengeful Angel
Salvation For A Dead World
New Age Of Treason
Ira
Disharmony
Dead But Alive
Trust In Man
---
Intro
Modern Slavery
Symbolic

Sebbes & Lord Obirah

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