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Konzert-Bericht

Ensiferum & Communic

Backstage, München 12.04.2005

Abgehetzt kam ich um kurz vor 20 Uhr aus der Arbeit direkt ins Backstage, da ich auf keinen Fall den Anfang vom Set von Communci verpassen wollte. Wenn sie eh schon nur ne halbe Stunde spielen, darf ich ja nichts versäumen. Aber als ich an kam, sah es noch lange nicht nach Anfangen aus. Des Rätsels Lösung: Grave fielen auf Grund Krankheit des Sänger aus. Des einen Freud, des anderen Leid. Denn ich freute mich, das aus diesem Grund Communic länger spielen könnten - andere waren traurig oder sauer, das der Grund ihres Kommens, Graveworm, ausfiel. Und dann sollte man für zwei mehr oder weniger bekannte Bands immer noch 20 Euro latzen. Also nichts gegen die Qualität der Bands, aber das ist schon ne ganze Menge!

Um 21 Uhr kamen dann endlich die drei Norweger von Communic auf die Bühne und alle waren gespannt, wie die doch sehr vertackte und teilweise ruhige Mucke ankommen würde. Und nach den ersten beiden Songs, "The Ocean Bed" und "History Reversed" wußte man dann, die Songs knallen zwar schon, aber durch die überwiegend ruhigen Übergänge sind sie eher was zu Genießen als zum Bangen. Mir gefiel trotzdem wie die Herren Stensland, Mortensen und Andersen ihre komplexen Songs runterspielten, fast als ständen sie im Studio - scheiße war das perfekt. Ok, wenn man die Songs wie ich alle auswendig kennt, vermisste man einige Melodien, weil einfach eine zweite Gitarre fehlte, aber live ist halt live. Und Sänger und Gitarrist Oddleif S. meisterte seine Doppelrolle echt perfekt. Beim Publikum dauerte es etwas zwar länger, bis das Eis schmolz, nur die ersten beiden Reihen gingen richtig mit und hinten gabs eher vereinzeldes Kopfwippen. Aber bei den schnelleren Songs "Communication Sublime" und "Conspiracy In Mind" gings dann doch noch recht ab und alle die, welche nicht zu den Bayern geflüchtet waren, spendeten zum Abschluß einen kräftigen Applaus und bescherrten Communic nach knapp 55 Minuten (GOIL!!! - bei den anderen Auftritten mit Graveworm waren es nur knapp 35 - fehlten doch "They Feed On Our Fear" und "The Distance") einen sehr guten Abgang! Für mich konnten sie den sehr guten Eindruck von CD auch live bestätigen und sie haben sicher ein paar neue Fans gewonnen, auch wenn nicht jeder heute Abend mit dem progressiven Zeug was anfangen konnte.

Ok, für mich war das Highlight des Abends dann abgehakt und man konnte mal kurz zu den loosenden Bayern schauen. Aber man merkte bei Ensiferum ganz deutlich, wegen welcher Band der Großteil der Meute heute gekommen war. Denn nach dem Intro ging der Mob bei "Iron" ab wie Schmidts Katze. Es wurde mitgebrüllt, mitgebangt und der erste von mehreren Moshpits eröffnet. Man kann es nicht anders sagen, aber Ensiferum kamen, sahen und siegten. Ich weiß nicht, ob die jungen Burschen schon begriffen was da abging, aber die Meute feierte die Jungs wie Götter ab und bejubelte jede einzelne Note der Finnen. Ob neues Material wie eben "Iron", "LAI LAI Hei" und "Into Battle" oder alte Kamellen wie "Token of Time", "Old Man" oder die Zugabe "Battle Song" - die Methörner wurden begeistert geschwenkt, in einem Zug geleert und dann der Inhalt mit stetigem Abhotten wieder ausgeschwitzt. Was mir sehr auffiel, die Fans waren überwiegend sehr jung, was ja nicht Schlimmes ist, aber es fällt schon auf, das die sehr eingängige und melodiöse Mucke der Wikinger gerade beim jungen Volk so gut ankommt. Naja, die Burschen machte ihre Sache ja auch überdurchschnittlich gut, alle Noten saßen an den richtigen Stellen, die dreistimmigen Chöre waren sehr beeindruckend und die Spielfreude fast schon furchteinflößend. Das Gitarrist und Sänger XY nicht auf die Theke sprang war und weiterspielte war alles!
Und auch wenn Ensiferum nach nur 75 Minuten schon aufhörten, sah man keinen der Fans mit einem unzufriedenen Gesicht nach Hause gehen.

Ein genialer Abend mit abwechlungsreicher Musik, wo man sich dann doch schon mal fragt, wer auf die Idee kommt, zwei (drei) Bands mit solch unterschiedlichem Sound als Tourpackage zusammenzustellen. Egal, für Open Minded Metaller auf jeden Fall ein sehr gelungener Abend - auch wenn die blöden Bayern ihn etwas versauten!

Setlist Communic:
Ocean Bed
History Reversed
Silence Surrounds
Communication Sublime
They Feed On Our Fear
The Distance
Conspracy In Mind
Setlist Ensiferum:
Ferrum Aeternum
Iron
Token Of Time
LAI LAI HEI
Guardian Of Faith
Tale Of Revenge
Little Dreamer
Windrider
Old Man
Slayer Of Light
Into Battle
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Heroinc Dream (?)
Treacherous Gods
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Battle Song

Thorsten

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