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Konzert-Bericht

Satyricon, Shining, Dark Fortress & Posthum

Backstage, München 07.12.2009

Da der übliche Novemberregen dieses Jahr erst im Dezember kam, kostete es mich an diesem Montag erhebliche Anstrengung, mich quer durch die Stadt Richtung Backstage auf den Weg zu machen. So kam ich dort auch pünktlich zum Ende der ersten Band Posthum an, die eh nur 20 Minuten spielen durften. Dadurch war es nicht gerade einfach, ins Werk zu gelangen, weil mir alle Raucher entgegen kamen und nur das Nadelöhr an der Seite geöffnet war. Aber nach reichlichem Körperkontakt mit verschwitzen Leibern gelang es mir doch, ein Bier zu ergattern. So war ich auch gleich informiert, dass Posthum wohl gut gewesen sein mussten, was mir danach auch von einigen Konzertbesuchern bestätigt wurde, obwohl die Norweger wohl ohne eine einzige Ansage durchs komplette Set kamen.

Die erste Band, die ich dann live mitbekam, war Dark Fortress, relativ straighter Black Metal mit melodischen Einflüssen aus Landshut. Hübsch anzuschauen waren sie mit ihrem Corpsepaint, aber der Sound war weder mein Ding, noch hat der Mischer sein Bestes gegeben. Zumindest fand ich, dass das Ganze mehr nach einem Einheitsbrei klang. Gut, dass man gefühlte drölfzigtausend Leute trifft und so verbrachte ich den Rest den Gigs konversations- und kontaktpflegend im Regen, welch selbiger glücklicherweise nachgelassen hatte.

Zu Shining dann wieder ab in die Halle. Ich muss gestehen, dass ich Shining bis dato nicht kannte, aber die fünf Jungs aus Schweden machten ordentlich Mucke und Stimmung auf der Bühne. Selbst der oftmals gescholtene Kvarforth hatte wohl einen recht guten Tag und kam richtig sympathisch rüber. Der Black Metal mit experimentellen Einflüssen, vermischt mit eingängigen Riffs - man könnte sogar von Popelementen reden - war gut anzuhören und deutlich abseits der üblichen Black Metal-Klischees angesiedelt. Eine willkommene Neuentdeckung für mich und eine gelungene Darbietung für einen Großteil der Anwesenden.

Danach das Highlight des Abends: Satyricon. War mein Eindruck von den Live-Qualitäten dieser Band, die zu meinen persönlichen Favoriten zählt, bisher doch eher getrübt, erschien mir ihr Gig im Metropolis doch sehr steril, wenn auch höchst professionell, so wurde ich jetzt vom Gegenteil überzeugt. Was da auf der Bühne gezeigt wurde, war eine Spitzen-Performance, die vor Spielfreude nur so strotze! Die Setlist ließ auch keine Wünsche offen, und so war das gesamte Backstage in Bewegung. Leider hatte dies unangenehme Auswirkungen auf mein Riechorgan, weswegen ich wieder den Weg nach draußen suchte. Hier wurden mir die gefühlten 5.000 Bekannten zum Verhängnis und ich bin einfach ständig "hängen geblieben". Deswegen genoss ich nur die Musik vom restlichen Gig, nicht mal zu meinem absoluten Favorit, "K.I.N.G.", welches das vorletzte Stück war oder dem abschließenden "Mother North", das an diesem Abend auf zehn Minuten ausgeweitet wurde inklusive Mitsingspielchen, schaffte ich es zurück in die Halle. Sehr schade und auch im Nachhinein etwas ärgerlich, vor allem in Anbetracht der Tatsache, das Satyricon wohl in nächster Zeit pausieren wird, und dieser Gig mehr als sehenswert gewesen wäre, in voller Länge. Nun gut, dann halt gute Vorsätze für den nächsten Gig in unbestimmter Zeit, bei dem ich mich dann nicht ablenken lasse! Denn von dem, was ich mitbekam, war Satyricon mehr als sehens- und hörenswert.

Tarnele

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