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Festival-Bericht

Metalcamp

mit Amon Amarth, Dimmu Borgir, Opeth, Hypocrisy, Stimulans, Heavy Hamsters, Decapitated, Nevermore, Deathstars, Disguise, One Man Army & The Undead Quartet, Heaven Shall Burn, Sepsis, Evergrey, Goddamned X, Wintersun, Dread, Soilwork, Caliban, Testament, Nitroxyde, Outcry, Mystic Prophecy, Gorefest, Kataklysm & Sardonic

Festivalgelände Tolmin, Tolmin 21. - 23.07.2006

(Fotogalerien: Metalcamp2006 Freitag, Metalcamp2006 Samstag, Metalcamp2006 Sonntag)

Samstag, 22.07.2006

Boah, mit lange pennen ist dieses Wochenende definitiv nix. Spätestens um sieben in der Früh verwandelt sich das Zelt in einen überdimensionalen Brutkasten. Dementsprechend fühle ich mich auch wie eine Frühgeburt: definitiv zu früh rausgeschmissen! Auch mit draußen pennen war nix, denn Osram meinte es wirklich gut mit uns. Also wieder ab zum Fluss, ein schattiges Plätzchen gesucht, das jedoch spätestens zur Mittagszeit auch wieder der Sonne weichen musste. Naja, erst mal ein kühles Bierchen, dann wird das schon.

Als ich dann das erste Mal das Gelände betrat, spielten gerade One Man Army & The Undead Quartet. An diesem frühen Nachmittag war noch recht wenig los, was wohl eher daran lag, dass zum einen die Fans noch recht ausgepowert vom Vortag waren. Und zum anderen wollte sich keiner den Sonnenstrahlen aussetzen. So fanden sich am Rande einige, die die Schatten spendenden Bäume nicht verlassen wollten. Dementsprechend mager fielen auch die Reaktionen der Fans aus, und auch auf der Bühne habe ich schon mal mehr Bewegung gesehen.
(Ray)

Während ich so am Fluss saß und meine Gebeine ins kühle Nass hängen lies, stellte ich schon Überlegungen an wie ich Heaven Shall Burn bei der Bullenhitze überleben soll. Aber kaum waren meine Gedanken zu Ende gedacht, zog eine Wolke auf und kühlte das Klima ein wenig ab. Voller Vorfreude stürmte ich auf die Bühne zu und sicherte mir gleich mal einen guten Platz nahe am Geschehen. Sehr gespannt darauf wie sich die Jungs aus Jena vor internationalem Publikum verkaufen würden, ließ ich mir erst mal das Intro von "The Weapon They Fear" durch Haut und Knochen gehen. Gleich darauf der nächste Knaller "Voice Of The Voices" ließ den letzten Zweifler, der nur gekommen war um mal zu schnuppern, die Haare öffnen und drauf los bangen. Und genau dies macht die Jungs für mich zur Live Band des Jahres, egal ob vor 300 Leuten oder vor 3000, sie lassen die Meute toben die sich von ihrer Power und super Stimmung mit reißen lassen. Nach einer halben Stunde Spielzeit hatte man bei weitem noch nicht genug, ganz verschämt erklang ein Zugaberuf (die Stimme war mir irgendwie vertraut *g*) welcher eine Lawine von Sprechgesang ins Rollen brachte, somit waren Heaven Shall Burn auch die Einzigen die einen drauf gelegt haben. Sehr schön zu sehen ist auch immer wieder, wie bescheiden die Band trotz ihrem Erfolg geblieben ist, so lässt es sich Fronter Marcus Bischoff nicht nehmen sich von den Fans per Handshake zu verabschieden und sich für den klasse Support zu bedanken. Wer sich jetzt ärgert Heaven Shall Burn nicht gesehen zu haben, kann dies auf dem Summer Breeze noch nachholen.
(Andre)

Ab in den schützenden Schatten und in Richtung Talent Forum Stage. Hier spielten gerade die Österreicher Sepsis, die mit ihrem Power Metal auf Beutefang gingen. Jedoch fiel diese nicht wirklich gut aus, denn die Band wirkte auf der Bühne einfach nur unmotiviert. Vielleicht lag es an der Hitze, vielleicht hatten sie auch nur einen schlechten Tag, wer weiß. Dementsprechend unbeteiligt waren auch die Fans, die auch kaum Höflichkeitsapplaus spendeten. Wenn man einen Song auf der Box sitzend verbringt, braucht man sich aber auch eigentlich nicht wundern.
(Ray)

Zu Beginn des Gigs um gegen 17:00 Uhr war die Main Stage bereits gut besucht, trotz der immer noch währenden Hitze. Evergrey absolvierten auf dem Metalcamp ihren letzten Auftritt zusammen mit Bassist Michael Hċkansson. Dies wurde von Sänger Tom S. Englund bereits während des Gigs angekündigt und er bedankte sich für die gute gemeinsame Zeit. Die Fans feierten jeden Songs mit gebührendem Applaus und "Evergrey"–Rufen. Meiner Meinung nach etwas unglücklich war lediglich die Spielzeit, die für Evergrey festgelegt wurde. Die melodischen Songs wären einfach sehr viel eindringlicher rübergekommen, wenn es zu dieser Zeit bereits dunkel gewesen wäre, bzw. gedämmert hätte.
(Madeleine)

Jupp, was bei Evergrey fehlte, war die visuelle Untermalung der Songs via Licht. So hätten die Songs bestimmt mehr Anziehungskraft ausgeübt als bei Sonnenlicht. Trotzdem waren zahlreiche Fans zu diesem Gig gekommen. Es wurden zwar kaum Haare geschüttelt, jedoch wurde jeder Song bejubelt. Das war was zum genießen.
(Ray)

Wieder Wechsel: nebenan holzten gerade Goddamned X aus Österreich über die Bühne und konnte sich mit ihrer Mischung aus Death und Thrash Metal einer guten Audienz gewiss sein. Die ersten beiden Reihen gingen ganz gut mit während der Rest nur der Darbietung lauschte. Der Thrash Metal wusste durchaus zu gefallen, wenn auch das Acting etwas zu statisch wirkte. Mit etwas mehr Bewegung auf der Bühne kommt das Ganze gleich noch eine Schippe heftiger daher. Jedenfalls erhielten sie den verdienten Beifall am Ende des Sets, und das nicht zu knapp.
(Ray)

Der Aufenthalt bei der Waldbühne währte nur von kurzer Dauer, denn nun machte sich eine Band aus dem Land der 1000 Seen auf, Tolmin zu erobern. Von Beginn an war bei Wintersun eine geile Stimmung. Kein Wunder, konnte doch das Debut von Jari Mäenpää durchwegs positive Resonanzen bei Veröffentlichung einheimsen. So bestand nun auch der Set aus eben diesen Nummern, sei es nun "Battle Against Time", "Sleeping Stars" oder "Beautiful Death". Jeder Schuss ein Treffer. Und Pommesgabeln, wo immer man auch hinsah. Ist schon wirklich unglaublich, welche Energie diese Fans an den Tag legen können. Respekt! Auch Jari Mäenpää war sichtlich von diesem Empfang beeindruckt und legte gleich noch eine Schippe drauf. Geile Show, geiles Publikum, geiler Gig!
(Ray)

Szenenwechsel. Die Italiener Dread beginnen ihren Set recht gut. Der Death Metal mit Thrash Einflüssen geht gut ab und läuft auch ebenso gut rein. Doch leider verspricht der Anfang des Gigs mehr, als der Rest dann halten kann. Anfänglich noch heraus stechend, verliert man sich im Laufe des Gigs in der Masse. A propos Masse: Wirklich viele wollten den Gig der Italiener nicht sehen, der Platz vor der Talent Forum Stage war recht leer.
(Ray)

Aus Schweden angereist sind Soilwork, die mit zunehmender Spielzeit vor zunehmend vielen Fans aufspielen dürfen. Die Jungs verstehen aber auch einfach ihr Handwerk. Egal ob sie die Menge zum Moshen oder zum Hüpfen bringen wollen, sie schaffen es. Eine amtliche Staubwolke als Ergebnis eines noch amtlicheren Pits spricht da wohl für sich. Egal ob bei "The Bringer" oder "Follow The Hollow", die Schweden haben Tolmin in ihrer Hand und lassen es erst nach einer Stunde wieder los. Zum letzten Song "As We Speak" darf auch noch einmal ausgiebigst gehüpft werden, bevor Soilwork die Bühne verlassen dürfen.
(Ray)

Den Glücksgriff des Abends haben die Münchner von El[k]mino gehabt, sollten sie doch im Anschluss an Caliban spielen. Da diese jedoch noch irgendwo auf dem Weg zum Gelände waren bzw. im Verkehr steckten, durften/mussten die Jungs schon früher ran. Und zu diesem Zeitpunkt war das Areal vor der Talent Forum Stage mehr als prächtig voll, gefüllt mit gespannten Fans, die auf Caliban warteten. Somit konnten die Jungs ihren Industrial Metal einer wirklich großen Menge an Fans darbieten. Gut, einige wanderten enttäuscht wieder ab, doch der überwiegende Teil blieb, wo er war, ging auch prächtig ab und wurde mit einem guten Gig belohnt. Es wurde gemosht, gebangt und auch ein Pit ins Leben gerufen. Der Sound von El[k]mino kann man grob als elektronische Variante von Rammstein bezeichnen, doch das soll nur eine ungefähre Beschreibung sein. Da die Jungs auf ihre Einspielungen angewiesen sind, blieb zwischen den Songs leider wenig Zeit zur Kommunikation mit den Fans. Aber ansonsten auf alle Fälle eine Band, die man im Auge behalten sollte!
(Ray)

Als "Special Guest" auf dem Metalcamp 2006 waren Caliban angekündigt. Nachdem der Gig um eine Stunde verschoben werden musste, da die Jungs sich nicht rechtzeitig in Slowenien eingefunden hatten, kamen die Fans aber doch noch gehörig auf ihre Kosten. Vor der Talent Stage tummelte sich das Metaller-Volk gleich einem Ameisenhaufen und das erfreute die fünf deutschen Jungs ersichtlich. Erst mal gab's entschuldigende Worte wegen der Verzögerung und dann gleich dankende Worte für's Kommen. Die Band schmetterte den Fans mit Songs wie "The Beloved And The Hatred,", I've Sold Myself" und "Goodbye" einen deftigen Metal-Core Song nach dem anderen um die Ohren und animierte zum Moshen und Mitsingen. Hauptaugenmerk bei der Songauswahl lag hier auf alle Fälle beim "aktuellsten" Caliban Album The Opposite From Within. Sänger Andy verkündete zwischen den Songs des öfteren wie großartig das Publikum hier im Metalcamp ist und ließ durch seine mitreißenden Animationen keine Müdigkeit aufkommen. Ebenfalls ein Ständchen gab's für die Jungs von Heaven Shall Burn mit denen Caliban 2005 die CD The Split Program II veröffentlichten. Nach gut 45 min. war der Gig beendet und die Jungs wurden mit gebührendem Applaus von der Bühne verabschiedet.
(Madeleine)

Was bin ich froh, dass mir dieser Bericht abgenommen wurde. Zugegeben, Caliban entfachten ein wahres Feuerwerk an Partystimmung vor der Bühne und die Fans gingen ab wie Zäpfchen, incl. der Wall Of Death bei "Stigmata". Vielleicht lag es am Stressfaktor bzgl. des verspäteten Auftritts, jedenfalls hat mir Sänger Andy vor dem Gig mit seiner arroganten Art gehörig die Laune verdorben.
(Ray)

Dann war es jedoch Zeit für echten Bay Area Thrash Metal. Die Urgesteine Testament bezogen Position auf der Bühne. Und wurden gefeiert, was ging, noch bevor der erste Ton aus der PA geschossen kam. Doch im Anschluss gab es dann kein Halten mehr. Prominente Unterstützung hatte auch hinter der Schießbude Platz genommen, denn an den Kesseln saß Mr. Paul Bostaph von Exodus an diesem Abend. Testament genossen sichtlich die Euphorie der Fans bei "Trial By Fire" oder "Practice What You Preach". Anschließend gab es noch meinen absoluten Lieblingssong vom ersten Album "Over The Wall". Gerade noch rechtzeitig, denn im Anschluss machte ich es mir auf dem Hang bequem, von dem man aus eine wunderbare Aussicht auf die Bühne hat, ohne sich die Beine in den Bauch zu stehen. Tja, und irgendwie bin ich pünktlich zur Umbaupause wieder wach geworden. Verdammt!
(Ray)

Zu dann doch schon vorgerückter Stunde betraten die Düsterheimer Dimmu Borgir die Bühne, auch hier noch unter ungebrochenem Jubel der Fans. Ist wirklich beachtenswert, dieses Durchhaltevermögen. Hier erst einmal ein Lob an die Security, die laufend Wasserflaschen an die Fans in den ersten Reihen verteilten, damit diese nicht gänzlich umkippten, was sich aber angesichts der Temperaturen teilweise nicht verhindern ließ. Der Gig der Norweger und das Posing von Shagrath (Vocals) waren souverän, aber auch angesichts von alten Stücken wie "In Death's Embrace" und "The Blazing Monoliths Of Defiance" konnte ich mich gegen die einschläfernde Wirkung mancher goldgelber Flüssigkeiten nicht mehr wehren und stolperte in Richtung Luftmatraze.
(Ray)

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