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Interview

English VersionInterview mit Masterstroke (25.05.2009)

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Masterstroke, deren letztes Album bei mir wie eine Bombe eingeschlagen hat, stellen zu Zeit ihr drittes Werk As Days Grow Darker vor, mit dem sie ihren Status unter den melodischen Düsterrockern so langsam, aber sicher festzementieren. Guter Zeitpunkt also, um bei Keyboarder und Songwriter Jussi Kulomaa mal nachzufragen, wie die Stimmung bei Masterstroke so ist.

HH: Servus, wie geht's?

Jussi: Hi, ziemlich gut, danke der Nachfrage.

HH: Eure neue Platte As Days Grow Darker wird gerade veröffentlicht. Das muss ziemlich aufregend für euch sein, oder?

Jussi: In Finnland und ein paar anderen Ländern ist die Scheibe schon draußen. Aber klar, es ist immer aufregend, wenn die eigene Musik veröffentlicht wird.

HH: Die ersten Reviews der Scheibe dürften inzwischen online sein. Wie sind die Reaktionen bis jetzt?

Jussi: Recht gut! Allerdings polarisiert die Scheibe in den Medien ziemlich. Das ist okay, da dies ein wirkliches Interesse der Leute an unserer Musik zeigt. Irgendwie besser als alles einfach so mit einem Schulterzucken abzutun. Weißt du, was ich meine?

HH: Ja, verstehe ich sehr gut. Viele der Reviews - inklusive meinem - vergleichen eure Musik mit der von Evergrey und Nevermore. Was hältst du davon?

Jussi: Das ist cool! Das sind beides großartige Bands und wir lieben sie! Es ist auch für unser Label sehr hilfreich, wenn es diese Bands nutzen kann, um unsere Musik zu beschreiben.

HH: As Days Grow Darker hat eine viel düsterere Atmosphäre als sein Vorgänger Sleep. War das geplant oder ist es einfach so passiert?

Jussi: Naja, der Plan kam sozusagen, als die Lieder anfingen, sich zu den Texten zu entwickeln. Als wir sahen, was dabei herauskam, ließen wir es einfach laufen. Wir versuchten, diesen dunklen, launischen Aspekt auch in den Sound des kompletten Albums einzubringen. Also auch beim Mischen und Mastern.

HH: Dann sind die Texte quasi der Ursprung für die düstere Grundstimmung. Welche Themen habt ihr auf As Days Grow Darker aufgegriffen?

Jussi: Ja, es waren wohl wirklich die Texte, die die Marschrichtung vorgegeben haben. Wie gesagt, waren die meisten Texte schon vor den Songs fertig. Es gibt nichts wirklich Geheimnisvolles hinter dieser Arbeitsweise, irgendwie ist das unsere Art, an das Songwriting heranzugehen. Die Themen reichen von den inneren Dämonen bis zur Weltpolitik und... Vögel...! Aber Interpretationen überlassen wir lieber dem Hörer.

HH: Vögel!? Das lasse ich am besten mal unkommentiert so stehen. Was, meinst du, sind die Hauptunterschiede zwischen As Days Grow Darker und Sleep?

Jussi: Der Sound ist unterschiedlich und ich würde sagen, dass wir uns als Band und Musiker verbessert haben. Wir hatten mehr Spaß an den Arbeiten zu diesem Album (trotz der düsteren Themen!). Allerdings bin ich auch der Meinung, dass As Days Grow Darker und Sleep mehr gemeinsam haben als beispielsweise Apocalypse (Masterstrokes in Deutschland unveröffentlichtes erstes Album, das deutlich melodischer ausgefallen ist - Sebbes) und Sleep.

HH: Gibt es etwas, dass euch an Sleep besser gefallen hat?

Jussi: Das ist schwer zu sagen, ich habe aber auch nicht so richtig darüber sinniert. Wir haben direkt nach der Veröffentlichung von Sleep angefangen, die neuen Songs zu schreiben. Somit war es für uns vor allem eine konsequente Weiterführung von Sleep. Die Entscheidung würde ich dann lieber dem Hörer überlassen.

HH: Gut, dann zurück zum aktuellen Album. Hast du einen Lieblingssong auf der Scheibe?

Jussi: Ooh, schwere Frage! "Wait For The Fall" ist wegen der Texte wohl der emotionalste Song für mich. Ich bekomme nur selten Gänsehaut von meiner eigenen Musik, aber bei diesem Song passiert es mir immer wieder, wenn wir ihn live spielen. Auch für "Inside Myself" habe ich eine Art Schwäche.

HH: Ihr wart letztes Jahr mit Jon Oliva auf Tour. Wie war das? Konntet ihr immer mal mit ihm abhängen?

Jussi: Die Tour war der absolute Wahnsinn! Es war tatsächlich möglich, ihn hin und wieder zu treffen, aber der Terminplan war meistens zu straff dafür. Immerhin war genug Zeit, sich kennen zu lernen. Auch die Jungs aus seiner Band sind großartig und wir werden gegen Ende Mai wieder mit ihnen auf Tour gehen.

HH: Und da waren dann noch die Scorpions, ihr durftet doch auch mit diesen Legenden die Bühne teilen. Das war mit Sicherheit auch ein großes Abenteuer, oder?

Jussi: Yeah! Das war das größte Publikum, das wir je hatten (ja, ja, wir sind uns schon bewusst, wegen wem die alle da waren), und die Leute sind wegen einer unbekannten Band komplett ausgeflippt. Eine riesige Stierkampfarena, eine bombastische Bühne und eine irre Menschenmasse. Was kann man sich sonst noch wünschen? Aber die Scorpions selbst haben wir nur auf der Bühne gesehen...

HH: Wie sieht es dieses Jahr aus? Gibt es wieder eine Tour? Sind Festivals geplant? Und... wir würden euch wirklich gerne mal in München sehen wollen!

Jussi: Ja, wie schon angedeutet, machen wir eine Mini-Tour durch Europa mit Jon Olivas Pain vom 28.5 bis 07.06. Bestätigte Festivalauftritte gibt es bis jetzt nur einen auf dem Nummirock hier in Finnland... Ich würde München tatsächlich gerne richtig besuchen, und zwar nicht nur für... naja, schon gut...

HH: Hehe, ich glaub, ich weiß, was du meinst. Danke für das Interview und wie immer gehören die letzten Worte dir...

Jussi: No! Agh! Take it back! Take it.. Oh, wait..

HH: Okay... dann ich... also, checkt Masterstroke aus auf www.masterstroke.info und www.myspace.com/masterstrokefinland!

Sebbes

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