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Interview

English VersionInterview mit Grimfist (04.12.2005)

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Grimfist wirbelten ziemlich viel Staub auf mit ihrem Erstling Ghouls Of Grandeur, was teilweise auch dran gelegen haben dürfte, dass sie mit Horgh an den Kesseln einen sehr bekannten Drummer hatten. Der hat die Band aber inzwischen verlassen und Grimfist mit 10 Steps To Hell ihr zweites Album unter die Menschheit gebracht. Über den neuen Mann am Schlagzeug, den Beginn eines neuen Lebensabschnitt und über Fist-Fucking sprachen wir mit Frediablo (voc.) und Ole (git.).

HH: Hallo! Ich glaube, 10 Steps To Hell ist definitiv ein Schritt vorwärts für Grimfist, wenn ich eure beiden Alben vergleiche, obwohl Ghouls Of Grandeur auch schon eine ziemliche Killerscheibe war. Wie fallen denn die Reaktionen bisher aus?

Ole: Ich stimme dir da voll zu! Und ich muss sagen, dass die Reaktionen wirklich wirklich gut waren. Jeder scheint mit dem Album voll zufrieden sein, was natürlich sehr cool ist.

HH: Wieviel Wert legt ihr eigentlich auf positive oder negative Reaktionen seitens der Presse bzw. der Fans?

Ole: Wenn ich ehrlich bin, uns ist die Meinung seitens der Presse nicht wirklich wichtig. Wir machen, was wir machen, egal, was die Presse schreibt. Wenn du anfängst darauf zu hören, was jeder über deine Musik zu sagen hat, verlierst du ganz schnell den Boden unter den Füßen. Trotzdem wollen wir natürlich viele Alben verkaufen wobei die Presse natürlich sehr behilflich sein kann, andersrum natürlich genauso. Es ist eine zweischneidige Sache glaube ich. Aber natürlich ist es uns lieber, wenn sie positiv reagieren als wenn sie uns abschießen.

HH: Frediablo, vor einigen Wochen hast du alles hingeworfen und bis aus allen deinen Bands ausgestiegen. Außer bei Grimfist. Was war denn da los? Warum hast du allen deinen Bands den Laufpass gegeben?

Frediablo: Ich hatte einfach die Schnauze voll von dieser sogenannten "Metal Szene" und all ihrem Bullshit. Dieses ganze Feiern und Saufen hat mich einfach krank gemacht... nicht physisch, sondern mental. Es ist einfach Verschwendung und bringt überhaupt nichts. Ich war einfach ausgebrannt nach der US Tour mit Necrophagia und ich hatte keine Leidenschaft mehr. Ich brauchte eine Veränderung um mir überhaupt noch ein bisschen Liebe zur Metal Musik zu bewahren, also entschied ich mich dazu, mich von einem großen Teil der Szene ab zu rücken und mir nur diejenigen zu bewahren, bei denen ich das Gefühl hatte, dass sie eine Chance verdient hatten und die auch eine potentiell produktive und herausvordernde musikalische Zukunft hatten. Ich habe so viel Müll, Lügen und Bullshit gehört und soviele falsche Affen gesehen, dass meine Augen und Ohren einfach die Schnauze voll hatten, ich war kurz davor, einen Mord zu begehen. Ich habe das Trinken und Grasrauchen komplett aufgehört und stattdessen Joggen und Arbeiten angefangen. Seitdem fühle ich mich zehn Jahre jünger. Ich mag aggressive Musik immer noch und ich bin immer noch der gleiche verdammte Typ, der ich vorher war. Ich bin jetzt allerdings einzig und allein für die Musik dabei!!

HH: Und warum hast du dich ausgerechnet für Grimfist entschieden?

Frediablo: Wie schon gesagt, bei Grimfist hatte ich das Gefühl, dass sei musikalisch mehr zu bieten hatten und für mich ist es eine Herausforderung, diese Art Musik zu machen. Bei meinen anderen musikalischen Ventilen hatte ich das Gefühl durch Wände zu gehen und nirgends hin zu kommen, während Grimfist das Potenzial hat, etwas zu erreichen und somit schließlich die Chance verdient hat. Ich muss hier aber noch betonenen, dass ich mit Hemnur, meinem Black Metal Projekt, weitermachen werde. Heksblod und ich nehmen gerade unser zweites Album auf, das Kalde Faen heißen wird und der Nachfolger zu Satanic Hellride ist. Grimfist und Hemnur sind meine musikalischen Prioritäten im Augenblick. Nebenbei mache ich noch viel Artwork und Design mit meiner Firma DeMida Design. Meine Zukunft ist nicht länger düster und trostlos wie noch vor drei Monaten und vom Alkohol weg zu kommen, hat wesentlich zu meinem jetzigen Leben beigetragen.

HH: Euer alter Drummer Horgh hat für kurze Zeit sowohl bei Hypocrisy als auch bei Grimfist gespielt. Hattet ihr damals schon so ein komisches Gefühl, dass er Grimfist verlassen wird, als er Hypocrisy begetreten ist?

Ole: Eigentlich hat er nicht gleichzeitig in beiden Bands gespielt, aber wir haben entschieden, dass wir nicht länger zusammenarbeiten könnten, weil wir nicht dauernd warten wollten, bis er mal die Zeit findet, um Grimfist nach vorne zu bringen... obwohl er gerne beide Bands gepusht hätte.

HH: Und wie ist euer Verhältnis heute? Redet ihr noch miteinander?

Ole: Alles ist bestens, obwohl wir jetzt schon läger nicht mehr miteinander gequatscht haben.

HH: Hast du das neue Hypocrisy Album schon gehört? Wie gefällt's dir?

Ole: Ich habe das Album noch nicht ganz gehört, nur ein paar Samples hier und da. Ich war auch nie ein Fan von traditionellem Death Metal, aber ich wette Horgh ist für die Band eine Bereicherung, weil er ein großartiger und extremer Metal Schlagzeuger ist.

HH: Als Ersatz für Horgh habt ihr Christian Svendsen verpflichtet. Wie kam das denn zustande und wie habt ihr ihn überzeugt, bei Grimfist ein zu steigen?

Ole: Nach unserer Trennung von Horgh haben wir Christian über ein paar Freunde kennen gelernt. Überzeugen mussten wir ihn gar nicht, er war ziemlich aufgeregt, als wir ihn anriefen. Er mochte Ghouls Of Grandeur sehr, wir machten mit ihm die Vorproduktion für 10 Steps To Hell und er war sofort bereit, mit uns Ärsche zu treten!!!

HH: 10 Steps To Hell hat meiner Meinung nach mit seinen vielen schnellen Passagen viel mehr Speed Metal Einflüsse als Ghouls Of Grandeur, ist aber gleichzeitig durch langsame und Keyboard beeinflusste Teile viel düsterer ausgefallen, wodurch die musikalischen Grenzen weiter nach draußen verschoben wurden. Habt ihr gezielt darauf hingearbeitet, euren Horizont zu erweitern oder ergab sich das einfach so?

Ole: Ich würde sagen, 10 Steps To Hell ist die natürliche Weiterentwicklung von Ghouls Of Grandeur. Ich meine, seidem sind zwei Jahre vergangen und wir haben uns ein wenig verändert. Aber ja, wir wollten einen größeren Kontrast haben, indem wir düstere Sachen geschrieben haben genauso wie Elemente die heavier und grooviger sind, die wir dann mit traditionellen Speed Sachen zum Grimfist Sound verknüpft haben. Dadurch klingen die speedigen Teile... nun, eben speediger!! Hehe... Witzig ist aber, dass die Leute die Synthesizer erwähnen... Eigentlich kommen die nur am Ende von Reap The Fire vor, sonst nirgends... Der Rest ist eine Ansammlung überlagerter Gitarren.

HH: Hatte Christian eigentlich Einluss auf die Songs? Hat er sich am Songwriting beteiligt oder waren die Songs schon fertig, als er zur Band stieß?

Ole: Als Chris zu uns kam, war alles schon geschrieben und arrangiert, so dass er keinerlei Einfluss darauf mehr hatte. Aber er hat der Musik seinen Schlagzeugstil aufgedrück und das ist schon sehr cool.

HH: Haben sich für euch neue Möglichkeiten mit einem neuen Schlagzeuger ergeben? Eure Musik z.B. unterscheidet sich ganz erheblich von der von Immortal, aber jeder dachte zuerst mal an Immortal, ich eingeschlossen, wenn er an die Kombination Horgh und Grimfist dachte. Ist das für euch jetzt auch eine Art Heraustreten aus dem Schatten von Immortal?

Ole: Nun, wir haben jetzt ein stabiles Line-Up, das bereit ist, live richtig Arsch zu treten!! Ich denke, Chris ist ein facettenreicherer Drummer als Horgh, er passt definitiv perfekt zu uns. Und ja, wir haben wirklich die Schnauze voll, immer mit Immortal verglichen zu werden. Grimfist hat nichts mit dieser Band zu tun und auch wenn Horgh auf unserem ersten Album gespielt hat, so haben wir musikalisch nichts gemein.

HH: Was hälst du von diesem Kopierschutz auf der 10 Steps To Hell Promo? (Mitten im Song wird kurz aus- und wieder eingefadet - Lord Obirah) Glaubst du, sowas hilft wirklich, Musik vor illegaler Verbreitung zu schützen?

Ole: Das ist eine zwiespältige Sache... Wir hatten damit gar nichts zu tun und erst davon erfahren, als die Promos bei uns im Briefkasten lagen. Ich glaube, die Absicht dahinter ist gut, aber gleichzeitig kann ich verstehen, dass es frustrierend ist, solche Alben zu reviewen. Das Problem ist, dass das Album am Erscheinungstag trotzdem im Internet steht.

HH: Eure Website www.grimfist.com wurde für Promozwecke neu gestaltet. Wie wichtig ist eine Homepage heutzutage für Bands und wie wichtig ist die Seite für Grimfist?

Ole: Ich glaube, für die Leute ist es wichtig, dass eine Band eine Homepage hat, weil sie dann vor allem Albumsamples und solche Sachen anhören können. Bei uns findet man auch jede Menge Zeug wie Logos, Promo-Fotos usw. Das macht es für uns natürlich auch einfacher.

HH: Stell dir mal vor, 10 Steps To Hell wäre ein Gebäude. Wie würde das wohl aussehen?

Ole: Das wäre dann wohl eine Art umgedrehtes Gebäude?! Hehe...

HH: Ok, lass mich noch eine blöde Frage zum Bandnamen stellen: Grimfist. Wie kamt ihr drauf und für was steht er?

Ole: Frediablo hatte die Idee für den Namen. Wir waren auf der Suche nach einem brutalen und starken Namen, der unsere Musik wiederspiegelt. Eine tiefere Bedeutung gibt es dabei aber nicht. Und nein, der Name hat nichts mit fist-fucking zu tun... Haha!!

HH: Na dann, vielen Dank für deine Zeit, zum Abschluss noch ein paar Worte nach München und an den Rest der Welt?

Ole: An alle unsere Freunde und Fans!! Hört euch unser neues Album 10 Steps To Hell mal an!! Man sieht sich auf Tour 2006. RAISE HELL!!!

Lord Obirah

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