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Ex Deo - The Immortal Wars

Ex Deo - The Immortal Wars
Stil: Epic Death Metal
VÖ: 24. Februar 2017
Zeit: 38:27
Label: Napalm Records
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/exdeo

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Dass es im Rock- und Metalzirkus nicht viel zu bedeuten hat, wenn eine Band das Ende ihrer Tätigkeit verkündet, ist landläufig bekannt. Immerhin hatte sich Ex-Deo-Mastermind Maurizio Iacono ein Hintertürchen offen gelassen, als er vor ziemlich genau drei Jahren bekannt gab, dass seine Truppe eine unbefristete Pause einlegen würde. Dass es dann doch recht schnell weiter gehen würde - für manche Bands sind drei Jahre im Grunde Standard zwischen zwei Alben - ist letzten Endes bereits seit Anfang 2016 bekannt. So lange hat es also gedauert, um nun Album Nummer vier an den Start zu bringen.

Mit The Immortal Wars erwartet den Hörer ein opulentes Konzeptalbum über die punischen Kriege, die zwischen dem Römischen Reich und Karthago ausgetragen wurden. Die Schlüsselfigur in dieser Auseinandersetzung ließ die Römer erzittern und lieferte mit seinem selbstbewussten und wagemutigen Feldzug gegen einen übermächtigen Gegner genügend Stoff, um nicht nur fester Bestandteil des Geschichtsunterrichts zu werden. Nein, gut 2.200 Jahre später liefert er auch den Stoff für ein beeindruckendes Death-Metal-Album. Die Rede ist natürlich von Hannibal Barcas, der mit seinem Zug über die Alpen zur Legende wurde. "The Rise Of Hannibal" heißt konsequenter Weise der Einstieg in das neue Album, der zugleich die Marschrichtung der folgenden sieben Titel definiert. Einmal mehr setzten Ex Deo auf wuchtigen bis hymnischen Death Metal, gespickt mit Sprach- und Soundsamples sowie mächtigen Keyboardsounds, was der erzählten Geschichte die richtige Atmosphäre verleiht. Das nachfolgende, schnell gespielte und mit dicken Gitarrenwänden ausgestattete "Hispania" mündet im Lärm einer marschierenden Streitmacht. Im Hintergrund hört man das Raunen der Kriegselefanten, die zum wichtigen Teil von Hannibals Legende werden sollten, und nun natürlich auch eine Rolle in "Crossing The Alps" spielen. Ein kurzes instrumentales Interludium unterstreicht den cineastischen Charakter des Albums, das in Passagen an den Soundtrack zu einem Monumentalfilm erinnert. Das nächste Stück befasst sich mit Hannibals römischem Kontrahenten, dem Senator Cato, einem der Befürworter was die Zerstörung Karthagos betrifft. Daher der Untertitel "Carthago Delenda Est!". Auch ein Lied über die Schlacht von Zama darf im vorliegenden Konzept nicht fehlen und wer am Ende den Sieg davon trug dürfte hinlänglich bekannt sein.

Ja, das alte Rom liefert massig mitreißende Geschichten für eine Band wie Ex Deo, die sich der metallischen Aufbereitung dieser Epoche verschrieben hat. The Immortal Wars zeigt keine verwundbare Stelle in der geschlossenen Reihe seiner Kompositionen. Zwar fehlt dem Album ein wirklich herausragendes Moment, quasi eine Lichtgestalt wie Hannibal, Fans der Band werden an diesem "Comeback" aber definitiv ihre Freude haben!

Dagger

5 von 6 Punkten

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