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Dissonant - Dörpelgatz

Dissonant - Dörpelgatz
Stil: Rock / Metal
VÖ: März 2015
Zeit: 45:55
Label: Eigenproduktion
Homepage: diss-o-nant.de

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Freilich, die Zeit vergeht für uns alle wie im Flug, aber knapp 20 Jahre sind für eine Band eine lange Zeit um durchzuhalten, noch dazu, wenn sich der große Erfolg nicht einstellt. Die bayerischen Dissonant scheren sich darum nur wenig und haben Anfang des letzten Jahres ihr neues Album mit dem kauzigen Titel Dörpelgatz veröffentlicht, das abermals in Eigenregie erstellt wurde. Hat man sich erst einmal in dessen musikalischen Mikrokosmos begeben, erahnt man schon, warum den drei bärtigen Musikanten der Durchbruch bislang verwehrt blieb. Mit Anlauf hechten sie sich nämlich zwischen eine ganze Gruppe von Stühlen und machen eine stilistische 'Schubladisierung' ihrer Musik de facto unmöglich.

Wo nach sphärischem Intro der Opener "Eitelkeit" Spuren von Deutschrock mit elektronischen Spielereien aufweist, geht das folgende "In Meinem Kopf" gewissermaßen in Richtung Mittelalter-Rock a la Subway To Sally oder Nachtgeschrei, allerdings ohne Dudelsack und Drehleier. "Das Todeslicht" erstrahlt dann düster im Gothic-Style, auch das Interludium "Dörpelgatz" passt mit seinen gesprochenen Versen auf diese Schiene. Im klaren Kontrast dazu wirkt der "Hu-Bär" albern, weckt mit seiner Orgel im ersten Moment Erinnerungen an den Mambo Kurt und zeigt eine Band, die sich selbst nicht immer allzu ernst nimmt. Selbiges gilt für den "Toilet Seat", der mit ulkigem Text fröhlich vor sich hin rockt und - ins Deutsche übertragen - in die Nachbarschaft von J.B.O. gestellt werden könnte. Ab hier an übernehmen mehr und mehr Stücke mit englischen Lyrics das Ruder. "Fairy Tail" erzählt von Freundschaft und Regenbögen, klingt ganz nach 70er Rock der Marke Uriah Heep, schwingt sich dann allerdings zu einer Manowar-mäßigen Metalhymne empor. Wieder deutlich finsterer ist dagegen "Der Letzte Baum" geraten und übrigens ein gutes Beweisstück für das Talent der Band in Sachen Songwriting. Erneut neue Pfade betreten Dissonant gegen Ende mit "Electric Chair" und "Lucy Is Black", die man beide in die Richtung Schock-Rock und Horror Metal stellen könnte. Besonders letztes weist einige Parallelen zu King Diamond auf.

Mit solch einer stilistischen Bandbreite machen es die Herren ausm Chiemgau der Audienz trotz technischer Versiertheit und spannender Lieder natürlich nicht einfach. Mal ernst, mal albern, mal englisch, mal deutsch, mal fröhlich, mal grimmig - Dissonant sind Freigeister und Querdenker, die ihre Kunden gern herausfordern. Schade, dass die Band gegenwärtig nicht live zu erleben ist. Mit dem vorliegenden Repertoire und einer entsprechenden Performance könnten Dissonant noch mehr Aufmerksamkeit erreichen.

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4 von 6 Punkten

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