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Ichor - Benthic Horizon

Ichor - Benthic Horizon
Stil: Death Metal
VÖ: 22. Oktober 2010
Zeit: 38:13
Label: Bastardized Recordings
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/ichormetal

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Junge, Junge! Die haben es vielleicht eilig, die Burschen von Ichor. Da wurde die Band vor gerade einmal zwei Jahren gegründet und nun steht nach einer EP und einer Debüt-CD auch schon der zweite Langspieler im Verkaufsregal. Respekt! kann man da nur sagen. Besagtes Zweitwerk zieht schon vor dem ersten Durchlauf die Blicke auf sich. Das detailverliebte Gemälde auf dem Cover zeigt eine finstere und bedrohliche Unterwasserwelt mit bizarren Gebilden und Badenixen, denen man als Taucher lieber nicht begegnen möchte.

Passend hierzu beginnt das Album mit nautischer Geräuschkulisse. Die dauert allerdings nur wenige Sekunden und schon bricht die Hölle über den Hörer herein. Die tiefen Doublebass-Drums sind einfach nur unmenschlich. Gemeinsam mit einer gewaltigen Wand aus herunter gestimmten Gitarren schleudern sie einen in den nächsten Meeresgraben bis in Untiefen hinab, in die kein einziger Lichtstrahl mehr zu dringen vermag. Die Lyrics werden abwechselnd in brutalen Shouts ins Mikro gebrüllt oder gekreischt. Im Hintergrund liefern sich die Mannen an den Saiten wahre High-Tech-Duelle in atemberaubender Geschwindigkeit, hangeln sich von einem Break zum nächsten Beatdown und lassen in schöner Regelmäßigkeit ihre Instrumente geradezu aufschreien. Das Resultat ist ein ultrabrutaler und boshafter Bastard irgendwo in der Schnittmenge von Cryptopsy, Morbid Angel und Behemoth.

Sich auf diesem Album einzelne Songs herauszupicken fällt allerdings ausgesprochen schwer, da ein jedes Stück wie ein neuer tödlicher Hieb in dieselbe Kerbe schlägt. Alle neun Songs verfolgen nur ein Ziel, nämlich die totale auditive Vernichtung. Lediglich "The Deepest Blue Is Black" tanzt hier aus der Reihe, da man ihm ein Quäntchen mehr Melodie in einem durchgehend gedrosseltem Tempo zugesteht. "Among The Swarm" und "Possessor Of Soil" beginnen zwar ebenfalls mit fettem Groove, ergießen sich aber in ihrem Verlauf dann doch wieder in zügellose Raserei. Diese Einförmigkeit soll aber auch der einzige Kritikpunkt sein. Fans der ganz groben Kelle werden mit Ichors Benthic Horizon bestens bedient. Boandlkramerei vom Feinsten!

Dagger

5 von 6 Punkten

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