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Obscurity - Tenkterra

Obscurity - Tenkterra
Stil: Viking Metal
VÖ: 12. November 2010
Zeit: 43:03
Label: Trollzorn
Homepage: www.obscurity-online.de
MySpace: www.myspace.com/obscuritybergischland

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Mensch Kinders, wie die Zeit doch vergeht. Eineinhalb Jahre ist es nun schon wieder her seit Varar meien CD-Schacht enterte. Nun hat das Warten jedoch ein Ende, Obscurity melden sich mit Studioalbum Numero fünf zurück im musikalischen Schlachtfeld.
Und das Quintett ist seinen Wurzeln treu geblieben, Tenkterra (eine Wortkombination aus Tenkterer (germanischer Stamm) und Terra (lat. für Erde/Land)) bietet das, was Obscurity ausmacht: ein wuchtiger Mix aus Death/Black/Viking Metal. Dabei beschreitet man textlich gesehen neues Terrain. Nein keine Angst, dem Bergischen Land sind die Jungs auch weiterhin treu ergeben, doch diesmal hat man sich an ein Konzeptalbum heran gewagt. So hat man sich diesmal der keltischen und germanischen Geschichte des Bergischen Landes zwischen 200 v. Chr. und 800 n. Chr. angenommen. Zuviel Textliches möchte ich jedoch nicht verraten.
Die musikalische Umsetzung weist alle bislang bekannten Trademarks auf. Seien es schnelle Uptempo-Nackenbrecher wie der Opener "Keltilwald", der nach einem ruhigen Intro unvermittelt nach vorne prescht, nur kurzzeitig wird hier das Tempo gedrosselt. Oder das sehr treibend gehaltene "Tenkterer", das in einem sehr melodischen Refrain gipfelt, der sich prima mitgrölen lässt. Sehr gut gefällt mir hier die gegen Ende des Songs eingebaute Passage der Akustikgitarre, die mit ihrer melancholisch anmutenden Melodie einen krassen Gegensatz zum ansonsten fordernden Song bildet. Wesentlich schneller präsentiert sich "Kaldegau", zumindest zu Beginn. Dann jedoch wird moderates Midtempo eingeschlagen, welches dem Song sehr viel Druck verleiht. Auch Tenkterra ist ein sehr abwechslungsreiches Album geworden, ruhige Passagen ("Tenkterer") geben sich zusammen mit wütenden Eruptionen ("Germanicus' Rache") ein Stell-dich-ein, Uptempoparts ("Brukterer") wechseln sich mit treibendem Midtempo ("V Legion") ab. Und über allem liegt die unaufdringliche, jedoch stets präsente Melodieführung. Abgeschlossen wird das fünfte Album der bergischen Löwen durch den Song "Bergischer Hammer", der losgelöst vom historischen Konzept des Albums steht und vielmehr den dritten Teil zu "Bergisch Land" (Album Bergisch Land - 2000) und "Bergische Löwen" (Album Schlachten & Legenden - 2007) bildet.
Tja, und wie schaut es mit der Bewertung aus? Nachdem der Vorgänger 6 von 6 Punkten von mir kassierte und das neue Album dem Varar-Album in nichts nachsteht, gibt es nur eine Wahl:

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6 von 6 Punkten

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