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Various Artists - The Reaper Comes

Various Artists - The Reaper Comes
Stil: -1
VÖ: 2001
Zeit: 56:51
Label: Heavy Horses Records

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Eigentlich bin ich Underground-Samplern gegenüber recht kritisch...meist sind die enthaltenen Songs qualitativ doch eher durchschnittlich oder sie gewanden sich in soundtechnisch recht dünne Gewande, was einem den Hörspaß doch gerne mal vergällt. Auch beschränkt man sich meist auf die Darstellung einer Linie was den Stil angeht, so das schnell Langeweile aufkommt. Und viele Fans, die selber eine Band laufen haben, wissen das dabei auch nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht und junge Bands dabei schon das eine oder andere Mal über den Tisch gezogen werden.

Der vorliegende Sampler "The reaper comes" stellt hierzu eine recht willkommene Abwechslung dar. Enthalten sind 12 Bands mit je einem Song, 10 deutsche und 2 Schweizer Formationen. Eröfnet wird der Reigen mit Abrogation, deren Song "Galgenberg" etwas in die Richtung Richthofen meets Metal geht, sprich deutsche Texte mit rauher Stimme und dunkler Stimmung. Battlesword mit dem gleichnamigen Song spielen sehr melodischen Schweden-Death und erinnern mich teils dezent an selige Purgatory Afterglow-Zeiten von Edge of Sanity, während Bitterness mit "Feel the flame" ziemlich Old School mässigen Thrash runterrotzen. Klingt leider ziemlich holprig und die Produktion scheint auch noch aus den 80ern übrig- geblieben zu sein, hat schon beinah Nostalgiewert. Chimaera's Song "Live by battle" war mir schon vorher bekannt, echter True Metal mit Bombast-Keyboards, der bis auf das etwas nervige Becken-Gedengel des Drummers ziemlich geil ist. Die Schweizer Cremation knüppeln sich mit aggressivem druckvollem Death Metal durch das recht kurze "Freddy K.", gefolgt von Guerrilla, deren Vorbilder eindeutig Death (R.I.P. Chuck) sind und an deren Qualitäten sie bei dem Song "This time it's war" schon fast anknüpfen können. Nicht einfach zu beschreiben ist der Sound von Ira Tenax' "Deepest horror", schwererund melancholischer Sound, als Anhaltspunkt seien hier vielleicht Sentenced genannt. Die zweite Schweizer Band Lunacy bietet bei "Looter of Corpses" keyboardunterlegten etwas progressiven Metal mit recht markanten und ansprechenden zwei- stimmigen Vocals. Das erste was einem bei Medusas's Song "Time" auffällt, ist leider der sehr dünne und drucklose Drum- sound, der deren breakdurchsetztem etwas chaotisch wirkenden Metal leider einiges an Wirkung kostet. Nocturnal's "Force of knight" ist der einzige Song mit richtig schlechtem Sound, so das deren melodischer etwas deathig angehauchter und durchaus gut gemachtem Black Metal leider kaum zugänglich ist. Bei Stormhunter's "Knights of metal" musste ich tierisch grinsen, denn der Text besteht anscheinend nur aus den Titeln bekannter Metal-Songs und -Alben, doch auch die Musik (True Metal at its best and peinlichst) macht durchaus Spaß beim Zuhören. Den Schlußpunkt setzen Unlight mit "Obey the black goat", melodischem Black Metal mit Keyboards und zu lautem Gesang, aber gutem Somgmaterial. Allegemein ist das enthaltenen Songmaterial recht abwechslungsreich, auch stilistisch wird für genügend Kurzweil gesorgt.

Da alle Bands noch im Demo- bzw. Demo-CD Stadium sind, sollte man keine Wunder erwarten, allgemein ist die Qualität der Songs aber sehr gut, und auch soundtechnisch gibt es - abgesehen von Nocturnal - keine wirklichen Dünnbrettbohrer. Da auch die Gestaltung der CD sehr professionell ist und man auch glücklicherweise auf peinliche Fotos oder Selbstdarstel- lungen der Bands verzichtet, kann ich diesen Sampler eigentlich jedem, der gern mal ein Ohr für den Underground riskiert und/oder dessen Vorlieben sich nicht nur in einem engen Stilbereich der Metal-Szene bewegen, wärmstens ans Herz legen.

Martin

Ohne Wertung

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