10 Headbänga online
02.12.2022 Ohrenfeindt
02.12.2022 Caliban
02.12.2022 Alvin es a Mokusok
03.12.2022 Rong Kong Koma
03.12.2022 Leaves' Eyes
04.12.2022 Anvil
Reviews (10363)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Tesla

Interview:
Gaia Epicus

Live-Bericht:
Hammer Of Doom

Video:
Darkane
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Worm kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Worm - Bluenothing (EP)

Worm - Bluenothing (EP)
Stil: Black Metal / Funeral Doom
VÖ: 28. Oktober 2022
Zeit: 26:36
Label: 20 Buck Spin
Homepage: www.wormgloom.bandcamp.com

buy, mail, print

Der Wurm ist gemeinhin dafür bekannt, eine eher gemächliche Kreatur zu sein. Ob oberirdisch oder unterirdisch unterwegs, hat er es zumeist nicht besonders eilig. Diese prägende Eigenschaft lässt sich schließlich auch auf dem neuesten Werk der Band Worm erkennen, die anscheinend ganz im Sinne ihres Namensgebers agiert. Der Stil dieser Combo aus Florida lässt sich auf dem Mini-Album Bluenothing wohl am ehesten als atmosphärischer Mix aus Black Metal und Funeral Doom bezeichnen. Dabei wabern dichte Keyboardsounds durch eine sumpfige Landschaft aus schweren Riffs und eindringlichen Melodien. Neben heiseren Screams dienen zumeist unterirdisch tiefe Growls mit dem Charme einer Toilettenspülung als Sprachrohr für eine Lyrik, die vermutlich nicht gerade von rosa Einhörnern und Regenbögen handelt. Hintergründiger Klargesang von gregorianischem Charakter gesellt sich bisweilen zu dem düsteren Treiben und lockert das schwere Material ein wenig auf. Tatsächlich ist es aber eine dominante und im Grunde etwas genrefremde Leadgitarre, die den Stil der Band entscheidend prägt, sich auf beinahe schwelgerische Weise ihren Weg durch Melancholie und Tristesse spielt und dabei beinahe so etwas wie Schönheit entfaltet.

Während es sich bei den ersten beiden Nummern, dem elfminütigen Titeltrack und "Centuries Of Ooze II", um Überbleibsel aus dem letzten Studioalbum Foreverglade handelt, schlagen die folgenden beiden Stücke einen etwas anderen Weg ein. Nach dem verträumt-gespenstischen Instrumentalstück "Invoking The Dragenmoon", ergießt sich "Shadowside Kingdom" nach dreiminütigem Keyboardgeklimper doch noch in schwarzmetallische Raserei und huldigt ganz offenkundig den skandinavischen Idolen aus den 1990er Jahren.

Ich will dem Album seine kompositorischen Qualitäten keinesfalls absprechen und bin mir sicher, dass manch ein Genre-Fan oder Freund der eher mühsamen Gangart in diesem Output ein kleines Juwel entdecken mag. Womöglich läuft in meinem Leben derzeit auch alles noch einen Tick zu gut. Jedenfalls sehe ich mich aktuell nicht in der Lage, vollends in die Finsternis dieser Band einzutauchen und mich in all der Schwermut zu suhlen. Noch nicht...

Dagger

4 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews

© www.heavyhardes.de