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Interview

Interview mit Cataract (01.10.2004)

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Die Schweizer Cataract sind in der Metalcore-Szene keine Unbekannten mehr, treiben die Jungs doch schon seit 1998 ihr Unwesen. Mit ihrem neuen Machwerk With Triumph Comes Loss lassen die Mannen um Sänger Fedi einen brachialen Thrashbolzen vom Stapel, der mit mitreissenden Songs und einer hammerharten Produktion zu glänzen weiss. Drummer Ricky und Shouter Fedi stellten sich den Fragen.

HH: Cataract sind in der HC/MC-Szene keine Unbekannten, Ihr habt zwei Full Length-Releases (Golem, Great Days Of Vengeance) via Lifeforce herausgebracht und seid nun bei Metal Blade gelandet. Wie würdest Du den Stil Cataracts bezeichnen?

Ricky: Haha, das ist doch DEIN Job, unseren Stil zu beschreiben! Als Künstler wahrt man sich doch die Unabhängigkeit und mag sich nirgends einordnen. Aber über kurz oder lang landen wir dennoch in der Metalcore Schublade und da fühlen wir uns eigentlich sehr wohl. Die Leute sollten einfach nichts im Rahmen von Killswitch Engage oder Unearth erwarten. Ich habe gerade ein Review gelesen, das mir gut gefallen hat - die Geschwindigkeit von Slayer mit der Walze von Hatebreed.

HH: Wie seid Ihr auf den Namen Cataract gekommen? Welche Bedeutung hat der Namen? In der Medizin ist es eine Linsentrübung/grauer Star, im geografischen Sinne eine Stromschnelle.

Ricky: Wir haben den Namen nicht explizit aufgrund seiner Bedeutung gewählt. Wir waren auf der Suche nach einem simplen Namen, der cool klingt und der nicht gleich Rückschlüsse auf die Musik zulässt. Ein guter Kumpel (der nebenbei gesagt die halbe Schweizer Hardcore Szene mit Namen versorgt) kam dann mit "Cataract" an. Wie er darauf gekommen ist wissen wir nicht, es gibt da eine Band namens Strain, die einen so betitelten Song haben.
Ich selbst würde auf den geografischen Cataract gehen, nebst den Stromschnellen werden auch Wasserfälle so betitelt. Und dass die Teile ganz schön gewaltig sind, sollte dann auch für unsere Musik sprechen. Ausserdem gibt's da noch ein klasse Bild von H.R. Giger, welches einen Wasserfall zeigt und ebenfalls "Cataract" benannt ist.

HH: Welche Bands/Musiker haben Euch beeinflusst bzw. wie bist Du zum Drumming gekommen?

Ricky: Ich habe wortwörtlich auf Kartons, Kesseln und Pfannen rumgeklopft, bis mir meine Eltern total entnervt ein Drumkit geschenkt und mich in eine Musikschule geschickt haben. Ich habe mir dann meine ersten Brötchen (resp. meinen ersten Rauswurf) in einem Schulorchester verdient, das ich aber verlassen durfte, weil ich ein bisschen zu laut war. Tja und dann ging's los mit einer Horde Kumpels und einer Band, die drei Gitarristen, aber keinen Sänger hatte. Weit sind wir nicht gekommen. Aber schon die nächste Band war dann ein Stück professioneller (wir haben sogar eigene Songs geschrieben, haha!). Irgendwann habe ich dann auch die Musikschule quittiert und widmete mich dann gänzlich meiner Band.
Beeinflusst haben mich zu Beginn v.a. Dave Lombardo, Chris Witchhunter und Nicko McBrain, dann kamen Andrew/Rorschach und Rob/Assuck dazu. Generell schaue ich gerne zu, wenn ein Drumkit kompetent vermöbelt wird, da gibt's immer wieder interessante Breaks und Fills... mein absoluter Held ist mittlerweile Tony Larueano von Nile. Kreativ, originell und unglaublich schnell.

HH: (An Sänger Fedi, seit 2001 in der Band - Siebi) Wie bist Du zu Cataract gekommen?

Fedi: Da muss ich ein bisschen weiter ausholen. Cataract haben mich bereits 1998 angefragt, ob ich als Sänger einsteigen möchte, aber damals hatte ich mein Studium erst vor mir und wusste noch nicht, wo ich es antreten würde. Das war mir also zu ungewiss und ich lehnte ab. Es entwickelte sich aber alles anders, doch dann hatten Cataract bereits einen Sänger und ich gründete Dark Day Dungeon.
Es ergaben sich aber in beiden Bands Probleme, ich für meinen Teil war einfach nicht 100 Prozent zufrieden. Sowohl ich als auch Cataract wussten jeweils vom Dilemma des anderen und so vollzog sich der Wechsel dann sehr rasch.

HH: Du hast ein kraftvolles Organ. Wie bereitest Du dich im Studio/live vor? Wie hält man auf Tour die Stimme fit? Wird es in Zukunft auch cleane Vocalparts geben?

Fedi: Wenn es die Zeit erlaubt, singe respektive brülle ich mich vor einem Konzert warm; ebenso im Studio, wo ich auch der Repetition halber den Song ein, zwei Mal relativ locker einsinge. Für die Tour muss ich mir aber noch was einfallen lassen, denn ausser Fisherman's Friend lutschen mache ich da nicht viel.
Wegen den cleanen Vocalparts - das wird die Zukunft zeigen, ob wir das machen werden. Ein paar Leute aus der Band sträuben sich da heftig. Ich selbst weiss aber auch nicht, ob ich das ansprechend und kraftvoll rüberbringen könnte. Das ist natürlich die Bedingung, es muss überzeugend klingen und nicht wie ein halbherziger Versuch.

HH: Wie läuft das Songwriting ab? Wer ist involviert?

Ricky: Simon und Greg machen die Grundkonstruktion eines neuen Songs, entweder sie komponieren das Stück alleine oder nehmen ein paar coole Riffs mit in den Proberaum und arbeiten den Song zusammen aus. Dann komme ich dazu und meckere rum, dann wird richtig daran gearbeitet, gekürzt, verlängert und umgeschrieben - irgendwann haben wir alles zusammen und dann beginnt die ganze Band mit proben. Es kann aber auch weiterhin noch zu Änderungen kommen, z.B. um den Song besser auf den Gesang abzustimmen.

HH: Über welchen Zeitraum sind die Songs von With Triumph Comes Loss entstanden?

Ricky: Wenn man "Saving Shelter", der schon für Great Days geschrieben wurde, aussen vorlässt, dann haben wir relativ bald nach dem Release des letzten Albums (März 2003) mit den neuen Songs angefangen. So konnten wir es ziemlich locker angehen und die Songs auch immer wieder spielen. Das hat zu einer guten Selektion geführt, insbesondere wenn wir mit einem Song nicht 100 Prozent zufrieden waren, konnten wir den locker wegwerfen und uns einem anderen Song widmen.

HH: Über welche Themen schreibt ihr? Gibt es einen roten Faden?

Ricky: Ein Konzept gibt es nicht, die Texte drehen sich um Dinge, die wir aufschnappen und uns inspirieren. Das sind größtenteils politische, ökologische und ethnische Themen; aber auch simpler gestrickte Sachen. Z.B. "Saving Shelter", das unsere Liebeserklärung an die Musik ist oder "Nothing's Left", welches die gerade im Hardcore oft auftauchenden Weltverbesserer zum Thema hat - sie kommen daher und wissen ganz genau wie jeder sein Leben zu führen hat. Tja und nach einem halben Jahr sind sie wieder verschwunden, ebenso wie ihre hohen Ideale aus ihrem Kopf.

HH: Das Album erschien in einer limitierten Auflage mit einer Bonus-DVD. Was ist auf dieser enthalten? Was erwartet den Hörer/Seher?

Ricky: Als erstes gibt's eine fette Liveshow vom Schweizer Dance Of Days Festival im Remise-Club, die wurde mit mehreren Kameras und einem erstklassigen Sound aufgenommen. Sie zeigt gut, wie wir live in etwa rüberkommen - und wer gut hinguckt, sieht auch wie einer unserer Gitarristen unseren Sänger von der Bühne tritt, hahaha!! Dann kommen ein paar uralte (und teilweise ziemlich schiefe, oder sollte ich sagen "undergroundige" Liveaufnahmen dazu, dazwischen gibt's als Schmankerl ein paar Outtakes von unserer Aufnahmesession, die ein paar Impressionen liefern sollen. Erwartet einfach keine Profiaufnahmen (also den Livegig jetzt ausgenommen), die haben wir selber gemacht. Wir hatten da andere Prioritäten!

HH: Sehr gut finde ich einige Gitarrenharmonien in euren Songs. Werdet Ihr das in Zukunft ausbauen?

Ricky: Das wird ein klasse Einstieg für das Interview über unser viertes Album, irgendwann 2006! Spass beiseite - Ich kann's dir beim besten Willen nicht sagen, da wir's nicht wissen. Wenn wir uns nach der Herbsttour an neue Songs machen, wird es sich zeigen... Denkbar ist vieles.

HH: Darf im Metalcore kein geiles Gitarrensolo eingebaut werden?

Ricky: Mir stellt sich da die Frage, was ein "geiles" Solo ist. Mich persönlich stören diese Exkurse manchmal, da sie oftmals nur wenig mit dem Song zu tun haben. Natürlich habe ich nichts dagegen, wenn ein Solo die Stimmung eines Songs so gut trägt wie z.B. bei Nile, oder auch bei den älteren Metallica-Werken.
Wir haben auf unseren vorherigen Alben schon ein paar Versuche gemacht mit Gastmusikern, was aber nur dem Studioalbum dienlich war. Live entsteht dann natürlich eine Lücke. Also haben wir diese Experimente abgestellt und spielen nun alles selber ein - die ersten Gehversuche haben wir auf "Triumph" drauf und wenn sich das bei den neuen Songs weiterentwickelt, wird der aktuelle Stand auf der nächsten Scheibe zu hören sein. Ich denke, wenn wir es machen, dann muss es auch fett klingen und was hergeben.

HH: With Triumph Comes Loss hat einen sehr druckvollen, fetten Sound. Wie seid Ihr an die Zusammenarbeit mit Tue Madsen gekommen? Zufrieden mit seiner Arbeit?

Ricky: Wir haben einige seiner Produktionen gehört und die haben uns umgehauen. Wir wollten für dieses Album einen absoluten Profi und Tue hat sich seine Empfehlung selber gemixt - wir wollten um's verrecken mit ihm arbeiten! Und wir sind auch entsprechend zufrieden mit dem Resultat, denn es hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen.

HH: Wie lange haben die Aufnahmen gedauert?

Ricky: Ziemlich genau zwei Wochen und wir hatten es eigentlich sehr locker was Zeitaufteilung anging - einen Tag für das Setup und einmal proben, dann vier Tage für Bass/Drums, anschliessend vier Tage Gitarrenbasics und danach drei Tage für Vocals, Overdubs und Solos. Einen Tag Pause haben wir eingeschoben für einen Rough Mix und dann noch einen halben Tag für zusätzliche Vocals und Intros.

HH: Es scheint für den Metalcore eine stetig wachsende Begeisterung/Fangemeinde zu geben. Bands schiessen wie Pilze aus dem Boden. Das Rock Hard hat sich in der Septemberausgabe dem Thema in einem Special angenommen. Wie siehst Du diesen Hype und inwiefern profitiert Cataract davon?

Ricky: Ich sehe die Sache mit einem kritischen Auge, aber natürlich auch mit einem erfreuten. Uns liegt sehr viel an dieser Musik und wenn wir damit immer mehr Menschen erreichen können, ist das unglaublich cool. Aber wo immer die Begriffe "Trend" und "Hype" im Spiel sind, darf man die negative Seite des Ganzen nicht vergessen. Ich hoffe, dass es nicht zu einem Overkill kommt, denn ich sehe Metalcore nicht als Trend. Für uns und all die anderen Bands ist es natürlich klasse, dass uns nun eine grössere Aufmerksamkeit zukommt und wir dadurch potenziell mehr reißen können als vorher. Die Frage stellt sich natürlich, ob sich das vermehrte Interesse der Medien auch bei den Metalheads fortsetzt - nur die Zukunft wird es zeigen. Ich hoffe, der Ausverkauf bleibt uns erspart... Es gibt nun ja schon die eine oder andere Metalcore Band, von denen ich in den vergangenen fünf Jahren nie etwas gehört habe und die nun vom Fleck weg gesignt werden. Wenn sie was taugen, ist das klasse - aber ich frage mich, wie sich so eine Band die Sporen verdienen will. Ich denke dann an Acts wie Born From Pain oder Maroon, die seit Jahren in der Szene sind und sich sprichwörtlich den Arsch abgespielt haben - wenn die keinen Deal bekommen, dafür eine Band, die ausser geklauten Trademarks und haufenweise optischen Klischees nichts zu bieten hat, dann gute Nacht.
Die These, dass die guten Bands schon überleben werden, trifft nicht immer zu. Manche vielversprechende und hart arbeitende Band bleibt auf der Strecke, weil der geneigte Hörer vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht und sein sauer verdientes Geld lieber anderswo investieren will.

HH: Öffnen sich die Metalfans bzw. wie nehmen Euch die echten HC-Freaks auf, da dem Metal eine unpolitische proletarische Grundhaltung zugesagt wird? Wie sieht der Cataract-Fan aus? Open minded?

Ricky: Ich denke, wir müssen uns keine grossen Gedanken darüber machen, wie wir bei den Leuten ankommen. Wir sind reale Personen, die nicht irgendeinem Klischee nachrennen oder ein Image zu pflegen haben. Wer uns aufgrund von irgendwelchen Gerüchten aus bestenfalls dritter Hand aburteilt, ist selber Schuld - diese Leute interessieren uns nicht. Jeder, der etwas genau wissen will, kann uns direkt kontaktieren und rausfinden was Sache ist, der kann uns bei einer Show ansprechen. Hörensagen ist was für Bunte-Leser. Der Cataract Fan ist auf jeden Fall open minded, mir fällt da immer folgendes ein: Wir hatten kürzlich eine Show in Dänemark und da kam ein Typ zu mir, der wie der dänische Bob Marley in einem Manowar Shirt aussah. Und der meinte dann "Ich geb' einen Scheiss auf Metalcore, aber ihr Typen habt mich gerade umgehauen!" Das finde ich total klasse. Scheiss auf Szenegrenzen.

HH: Was mir an dem Stil gefällt, ist die Power, meiner Meinung nach eine Weiterführung des Thrash Metals mit HC-Attitüde? Liege ich da falsch?

Ricky: Da liegst du genau richtig. Ich denke, Metalcore ist die organische Variante des Crossovers, im Gegensatz zu Nu Metal, der ja mehr ein künstliches Verschmelzungsprodukt ist. Das ist übrigens in meinen Augen ein "Trend". Es nervt schon, wenn Metalcore als "Trend" abgetan wird, wo die Musik über Jahre gewachsen ist - die ersten Releases von Shadows Fall oder Hatebreed erschienen auf kleinen Indielabels und haben damals niemanden ausserhalb der Szene interessiert. Bands wie Linkin Park, Bizkit und wie die Typen alle heissen, wurden doch in den Köpfen einiger Trendscouts zusammengefickt. (Huch - wie geht das denn? - Siebi)

HH: Wie sieht es in der Schweiz aus? Gibt es da eine lebendige Szene? Bands, Fanclubs, Veranstalter, Fanzines?

Ricky: Auf jeden Fall! Die Szene in der Schweiz mag zwar klein sein und wird deshalb nicht oft ausserhalb des Landes wahrgenommen, aber sie ist auf jeden Fall in Bewegung und das eigentlich schon lange. Das Coole an der Schweiz ist, dass dein Publikum immer gut gemischt ist, es gibt nicht "Straight Edge"- oder "Old School"- oder "Metalcore"- Shows, an denen nur die entsprechenden Leute auftauchen. Was ich mir noch ein bisschen mehr wünsche, ist die Verschmelzung zwischen dem Metal und dem Hardcore Underground, aber da sind wir dran. Es gibt einige Bands wie Despise, Dark Day Dungeon oder auch Fear My Thoughts, die oft spielen und für Metaller interessant sein dürften. Veranstalter und Clubs gibt's mittlerweile sehr viele und da kommen auch immer eine ansehnliche Zahl Leute daher.

HH: Bis Ende des Jahres seid Ihr fleissig unterwegs. Welche Erwartungen verknüpft Ihr damit?

Ricky: Wir wollen damit natürlich unsere neue Scheibe promoten und hoffen, dass wir den Leuten ordentlich die Rübe durchpusten können und dass jeder mit einer neuen CD nach Hause geht - Maroon, die uns begleiten werden, sind übrigens eine ideale Ergänzung. Wir werden uns vermutlich auch abwechseln als Headliner, auf jeden Fall bekommt ihr auf der "Triumph of Hate"-Tour zwei Bands zu sehen, die den europäischen Metalcore bestens präsentieren - und das zu einem fairen Preis.

HH: Was macht mehr Spass? Headliner oder Support?

Ricky: Egal. Spass macht eine Show, an der die Leute ausklinken und zufrieden nach Hause gehen. Eine Show, an der deine Musik beim Publikum ankommt, speziell wenn es Leute sind, die dich noch gar nicht kennen.

HH: Ricky, du bist auch DJ in Zürich. Habt ihr noch weitere musikalische Betätigungsfelder?

Ricky: Hahaha, wo hast du denn das jetzt her? Von unserer Webseite? Also wenn du damit auch auf weitere Bandprojekte ansprichst, da ist die Antwort "nein". Wir konzentrieren uns auf Cataract, da haben wir ausreichend zu tun. Diese DJ Sache ist mehr ein Hobby von mir. Ich mache Musik in einem englischen Pub namens Nelson, der sich mitten in der Züricher City befindet - dort stranden die ganzen Nachtschwärmer, die keinen Bock auf Techno haben. Musikalisch gibt's da alles mögliche ausser Gebrüll - Chart Sound der letzten 50 Jahre, Rock, Hip Hop, Latino Sound... Das erklärt auch die Sambaeinflüsse bei Cataract. (Scheisse aber auch, habe ich da was überhört? - Siebi)

HH: Arbeitet ihr noch nebenher oder sind das day-jobs?

Ricky: Wir alle haben neben der Band "normale" 9 to 5 Jobs, Fedi als Ausnahme ist momentan noch am Studieren. Das DJ-ing bei mir beschränkt sich auf zwei, drei Mal im Monat.

HH: Sport scheint auch sehr wichtig für Cataract zu sein. Jörg Stiel ist einer der witzigsten Profis, seine Auftritte bei der EURO in Portugal gehen sicherlich in die Fußballgeschichte ein. Hast Du die EM verfolgt und was sagst Du zum Abschneiden der Eidgenossen?

Ricky: Tja bei den Schweizern gilt das Motto "dabei sein WAR alles". Natürlich hat niemand ernsthaft eine Finalteilnahme erwartet, aber mich haben ihre Spiele überhaupt nicht überzeugt. Stiel's Brüllattacken a la Kahn hin oder her, unterm Strich blieb leider nichts. Einziger Lichtblick war Von Lanthen, der gegen Frankreich gescort hat und jetzt kürzlich auch gegen Färöer überzeugen konnte. Es wird Zeit, dass wir mal einen torgefährlichen Stürmer haben, der auch den Abschluss schafft! (Realschule? Gymnasium? - Siebi)

HH: Thema Essen. Vegetarisch, indisch, mexikanisch. Bei Euch scheint es ja lecker zuzugehen. Was speist Ihr auf Tour? Werden Wünsche seitens der Veranstalter berücksichtigt? Fleischlos oder saftiges Steak?

Ricky: Haha, schön wär's! Wir nehmen mehr oder weniger das was wir bekommen. meistens ist es aber vegetarische Kost, da wir unsere Vegetarier schlecht zum Fleisch essen zwingen können. Wenn einer unbedingt ein Steak braucht, muss er halt selber dafür latzen. Auf der Tour wird's dann ziemlich sicher veganes Essen geben, Maroon sind alles Veganer. Aber solange das nicht in Reis mit Tomatensosse endet, macht das nix. In England gab's ab und zu mal eine Hühnerkeule, wir lassen uns überraschen was es diesmal gibt.
Also wenn wir das bestimmen könnten, würde wohl die eine oder andere Show ausfallen, weil wir uns gerne die Mägen mit gutem Essen füllen... ungesundem, fettigem und vor allem scharfem Essen. Richtig scharf ist es nur, wenn's zwei mal brennt! ;-) Tja und nach dem Essen sollst du ruh'n, und nicht auf der Bühne rumhopsen. Darum ist es vermutlich besser, wenn wir NICHT das Sagen haben.

HH: Viel Glück, viel Spaß auf der Tour und viele neue Fans. Letzte Worte an die Leser von heavyhardes.de?

Ricky: Es würde uns freuen, wenn ihr euch auf der Tour mal ein Ohr voll Cataract nehmt und checkt unsere neue CD aus - steht jetzt in den Läden! Danke Euch für's Interview!

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