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Final Cry - Th Ever-Rest

Final Cry - Th Ever-Rest
Stil: Thrash Metal
VÖ: 18. März 2022
Zeit: 37:56
Label: MDD Records
Homepage: www.finalcry.de

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Mit annähernd 30 Jahren auf dem Buckel kann man fast schon von einem Urgestein sprechen. Dass Final Cry anno 2022 im beinahe selben Line-Up agieren wie auf ihrem 1997er Debüt Wavecrest, muss an dieser Stelle einfach mal als außergewöhnlicher Umstand unterstrichen werden. Nachdem der langjährige Sänger Mario Reese nach Neptune's Relief die Band verlassen und Gitarrist Eiko für das folgende Zombique die vakante Stelle übernommen hatte, steht nun mit Kai Wilhelm ein neuer Mann hinterm Mikro und komplettiert die eingeschworene Truppe. Nicht zuletzt seinen extremen, garstigen Screams dürfte es geschuldet sein, dass sich das mittlerweile sechste Studioalbum The Ever-Rest für einen Platz im Death-Metal-Mainstream quasi selbst disqualifiziert. Doch daran sollten sich die Niedersachsen, die nun schon so lange eher als Geheimtipp in der Szene gehandelt werden, nicht stören.

Auf einem dicken Fundament aus Melodic Death Metal errichten Final Cry mit ihrem Bergsteiger-Epos immer wieder klirrend kalte Gitarrenwände, an deren Fuße schon manch ein Pandabär gesichtet wurde. Schließlich sind da noch die bandtypisch thrashigen Gitarrenriffs, die sich wie ein rotes Kletterseil durch das gesamte Album ziehen. Als Fazit dieser genreübergreifenden Kombination stehen (nebst Intro und Outro) sieben kalte und zumeist recht schnell gespielte Hymnen, die gelegentlich an die schwedischen Gates Of Ishtar oder auch mal an die finnischen Catamenia erinnern, wenn nicht gerade teutonischer Old-School-Thrash an der Spitze marschiert. Dabei steht kehliger Klargesang hier und dort im Kontrast zu besagten fiesen Screams und Background-Chöre, für die Herbie Langhans (Avantasia, Firewind...) und Børd Wäsche (Eye See Black) verpflichtet wurden, unterstreichen den epischen Charakter des neuen Materials.

Als kleines Schmankerl für altgediente Fans wurde schließlich noch der Bandklassiker "Words Unspoken" aus dem Jahr 1994 neu eingespielt und komplettiert ein spannendes Album für alle, die ihren Melodic Death gerne wild und ruppig und eben nicht zu glatt gebügelt konsumieren.

Dagger

4 von 6 Punkten

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