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Interview

Interview mit Grave Digger (15.01.2016)

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Im Rahmen des 80s Birthday Bash stand uns Chris Boltendahl Rede und Antwort zu den Anfangstagen, TV-Aufnahmen und auch dem durchaus umfangreichen Sortiment an Grave Digger-Artikeln... und die Tür zum Dressing Room musste auch notdürftig repariert werden.

HH: Ihr seid im Moment auf einer kleinen Tournee in vier Städten unterwegs...

Chris: Sechs!

HH: ...ok sechs, wie kam es zu der Auswahl und dieser Gastspielreise?

Chris: Es geht dabei um 35 Jahre Grave Digger dieses Jahr, da dachten wir wir huldigen mal unseren Anfangstagen in den 80ern. Daraufhin haben wir das Exhumation-Album aufgenommen und uns gesagt, wenn wir schon die alten Stücke aufnehmen, können wir ja auch ein paar Konzerte damit spielen. So ist die Idee entstanden, kleine 80s-Parties daraus zu machen.

HH: War das Jubiläum der einzige Auslöser, oder wolltet ihr schon immer mal gerne wieder die 80er-Sachen auspacken?

Chris: Kann man nicht so genau sagen, im Laufe des Jahres hatten wir die Idee, die alten Sachen nochmal aufzunehmen, und das passte dann eben gut mit dem Jubiläum zusammen...

HH: Auf Exhumation habt ihr Stücke der ersten drei Alben neu eingespielt, wie habt ihr die ausgewählt, und habt ihr auch Veränderungen vorgenommen an Sound oder Arrangement?

Chris: Klar, das wäre ja traurig wenn der Sound so wäre wie in den 80ern! Wir haben die Arrangements gestaucht, unnötige Parts herausgenommen. Ausgewählt haben wir die Sachen, die live auch schon früher gut funktioniert haben. Und wir haben auch ein Stück aus der Digger-Phase genommen - "Stand Up And Rock" haben wir komplett umgebaut und in einen Stil gebracht, wie wir das heute spielen würden... mit Double Bass und allem...

HH: Mit "Shoot Her Down" ist auch ein Song vom ersten Demo vertreten.

Chris: Richtig, das ist ja auch schon als EP erschienen, als Maxi-Single, das Stück haben wir dann auch dazugenommen.

HH: Das 30. Jubiläum habt ihr in Wacken gefeiert, mit großer Show und vielen Gaststars, wie Doro, Van Canto etc., wie kam das zustande?

Chris: Wir wollten das groß aufziehen und haben das mit Holger Hübner von Wacken besprochen, da hatten wir dann ja auch diesen Riesen-Dudelsack-Chor mit 30 Dudelsäcken dabei und haben die Tunes Of War komplett gespielt. Wir hatten dann auch eine Super-Spielzeit, das hat alles bestens gepasst, und die DVD ist dann ja auch entsprechend gut geworden.

HH: Das kann ich nur bestätigen. Wenn du an die Anfangstage zurückdenkst, was sind die ersten Highlights gewesen?

Chris: Die Erinnerung ist eigentlich eher schwach, zu dem Zeitpunkt wurde noch ordentlich konsumiert. Die ersten zwei Platten haben noch in Berlin gemacht, das war ja damals noch die Zone, da musste man ja noch durch die DDR fahren, spaßige Zeiten. Wir sind immer an der Raststätte eingefallen und haben für kleines Geld Radeberger gekauft, wir sind dann meistens total stramm in Berlin aufgeschlagen, und so ging das dann zwei, drei Wochen weiter bis zum Ende der Aufnahmen... Wir waren einfach jung, das war für uns ein Riesenspaß, da wurde nicht groß nachgedacht, für uns war das saufen, saufen, und ein bisschen Musik dazu machen. Stars werden, das war so der Hintergrund dabei.

HH: Bei unserem letzten Gespräch [das war in Balingen anno 2007...] haben wir uns ja schon kurz über das Konzert im Alabama unterhalten...

Chris: Ja, das ist das beste Beispiel dafür...

HH: Du hast gemeint, das sei ein wenig chaotisch gewesen damals?

Chris: Ja, wir haben da mit Cacumen gespielt, so hießen die damals, die haben sich später in Bonfire umbenannt, auch mit Doro, und dann gab es diese Diskussionsrunde mit Amelie Fried. Ich weiß noch, wir haben gespielt, gespielt, und in dem Moment als sich der Sender dazu geschaltet hat spielten wir "Witch Hunter". Wir hatten am selben Tag ein neues Stimmgerät gekauft, damals war die Crew noch nicht so professionell, der Typ kannte sich gar nicht damit aus, und so hatten wir dann eine total verstimmte Gitarre, und just zum Beginn der Fernsehausstrahlung haben wir dann extrem schräg geklungen. Das war irgendwie alles alkoholgeschwängert... das läuft heute natürlich alles wesentlich professioneller ab, die Prioritäten haben sich geändert, heute ist es einfach viel wichtiger, eine gute Show abzuliefern anstatt besoffen auf der Bühne zu stehen. Aber ich erzähle heute Abend sowieso noch einige Anekdötchen zwischen den Songs.

HH: Es sind auch zwei neue Songs auf der Platte, kommt nächstes Jahr eine neue Scheibe?

Chris: 2016 definitiv nicht, frühestens 2017, aber wir werden nächstes Jahr schon einmal neue Sachen aufnehmen. Ideen haben wir schon, da wird auf jeden Fall etwas passieren.

HH: Ihr habt 2011 eine Cover-Version von "Schön ist es auf der Welt zu sein" [Schlager von Roy Black und Anita Hegerland von 1971] aufgenommen, mit der Sängerin von damals...?

Chris: Ging ja leider nicht mehr mit Roy Black, sonst hätten wir den auch noch dazu geholt. Das war ganz lustig, die kam über Facebook auf Axel zu [Axel Ritt, Gitarrist]. Die ist wie Axel Veganer, darüber haben die sich angefreundet, dann kam eines zum anderen, sie hat gefragt ob wir das gerne mit ihr machen würden, da meinten wir ok warum nicht. Das war aber mit Sicherheit eine Ausnahme, die meinte auch wir sollen sie auf Festivals mitnehmen hier in Deutschland und das mit ihr spielen, aber da dachten wir man kann sich seinen Ruf auch anderweitig versauen, da muss man nicht unbedingt mit diesem Lied auftreten... obwohl die Version ganz cool ist. Die gibt es nur online, so etwas würde ich nie auf eine CD packen... ist witzig gemacht, schon heavy, so ein wenig Excalibur-Style, aber sie singt eben genauso wie früher... ich war dann noch Freitag abends mit ihr im WDR in einer Talkshow mit Bettina Böttinger [Kölner Treff], da hat sie dann noch etwas dazu erzählt, aber das hat dann irgendwie keinen mehr so richtig interessiert. Die Schnittstelle war einfach nicht da.

HH: Es gibt auch einen Whisky, den ihr unter dem Namen Grave Digger vermarktet, der wurde ja zuletzt auch mit einer Bronze-Medaille ausgezeichnet, habt ihr da selbst aktiv mit ausgesucht? [gemeint ist die Aureum 1865 Grave Digger Edition, ein sechsjähriger Single Malt Whisky der Brennerei Ziegler aus Freudenberg am Untermain]

Chris: Tja, dazu kann ich nichts sagen, ich trinke seit 15 Jahren keinen Alkohol mehr und habe das Zeug demnach noch nie probiert. Wir haben auch einen Wein, wir bewerben die Sachen immer schön, aber ich kann dir nicht sagen wie der Whisky schmeckt, riechen tut er auf jeden Fall fürchterlich...

[...Aus dem Hintergrund meldet sich jetzt Bassist Jens Becker zu Wort, als gebürtiger Fürther mit passendem fränkischen Zungenschlag:] Der schmeckt subber, der Whisky! Du hast ja gesagt, der hat eine Auszeichnung bekommen, das ist keine Plörre die man mit Cola trinkt, der ist ja auch nicht ganz billig [genauer gesagt 50 Euro], ein echter Malt Whisky eben.

Chris: Genau, das ist ein Single Malt, ich kenne das ja alles nur vom Hörensagen... die Brennerei ist eigentlich für ihre Obstbrände bekannt, die sind dann auf Axel zugekommen mit der Idee für einen Whisky. Lustigerweise verkauft der sich auch recht gut. Wir haben ja wie erwähnt auch einen Wein, den verschenke ich immer wieder mal gerne und bekomme dazu auch nur gutes Feedback, der soll sehr lecker schmecken.

HH: Nicht zu vergessen auch das Olivenöl!

Chris: Ja, das Olivenöl, warum nicht, ein Grave Digger Olivenöl, das so genannte Schweröl... da stehe ich dann allerdings auch persönlich dahinter, weil ich ein Riesen-Griechenland-Fan bin und gerne nach Kreta fahre, dort gibt es einfach das beste kaltgepresste Olivenöl, und dort meinte einer er hat im Norden von Kreta eine Olivenpresse, das ist ein echt hervorragendes Öl, es gibt da nichts Besseres. Wir sind sehr umtriebig, mal sehen was noch kommt, wir haben ja noch dieses Two in One-Shampoo, das benutze ich sogar auch auf Tour, das ist natürlich sehr wichtig für meine Haarpracht. Wir verdienen mit so etwas kein Geld, das ist mehr für den Werbe-Effekt und für die Eigenration, die wir natürlich auch immer bekommen...

HH: Oh, Zeit vorbei. Vielen Dank für das Gespräch!

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