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Interview

English VersionInterview mit Dr. Living Dead! (21.11.2012)

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Logo Dr. Living Dead!

Die Stockholmer Doktoren Dr. Living Dead! warten dieser Tage mit ihrem zweiten Crossover-Thrash-Frontalangriff Radioactive Intervention auf. Da freut es uns doch, dass uns einer aus der schwedischen Ärzte-Riege - Dr. Rad, Bassist und Sänger - Rede und Antwort stand. Wer wissen möchte, was es mit dem "Dr." der lebenden Toten nun tatsächlich auf sich hat und wie Dr. Rad zu den ewigen Vergleichen mit den Suicidal Tendencies steht, dem seien die nächsten Zeilen ans Herz gelegt.

HH: HeyHo Jungs, von Deutschlands Heavyhardes und meine hochachtungsvollen Glückwünsche zu eurem neuesten Streich Radioactive Intervention. Saubere Arbeit!

Dr. Rad: Vielen Dank!

HH: Zunächst, was hat es mit dem "Dr." in "Living Dead" auf sich? Welche Behandlung hat er, oder ihr, da ihr ja anscheinend alle Doktoren seid, anzubieten?

Dr. Rad: Bevor er ein Teil jenes Projekts wurde, das ihm übermenschliche Kräfte verlieh, war er ein Doktor der Physik und arbeitete für die US-Regierung. Teile der Story werden im Opener des Albums enthüllt. Nun entwickelt er sich zu etwas weitaus Mächtigerem - jenseits unser Vorstellungskraft. Er ist jedoch immer noch ein Arzt in dem Sinne, dass er die Fähigkeit besitzt, die Menschheit von ihren kranken Führern zu heilen.

HH: Wer hatte die "Dr."-Idee? Wo kam sie ursprünglich her? Das erste, was mir dazu einfällt, sind The Ramones...

Dr. Rad: Alles fing mit Sketchen unseres leicht "angesengten" Mitbegründers Ape (Drums; Fuxx) an. Er begann nach und nach den Charakter auszubauen, bis er und Toxic (Git; Fuxx) sich dazu entschlossen, das ganze Projekt danach zu benennen.

HH: Die neue Platte klingt recht abwechslungsreich, ich sehe darauf eine Menge verschiedener Einflüsse... von traditionellem Thrash über Speed Metal bis hin zu klassischem Crossover. War das so gewollt?

Dr. Rad: Vielleicht bis zu einem gewissen Grad. Aber insgesamt haben wir nur das gemacht, von dem wir wussten, dass es sich gut anfühlt (wie schon beim letzten Mal) und haben versucht, bessere und interessantere Songs zu schreiben. Für uns bedeutete es eine natürliche Entwicklung vom Vorgängeralbum ausgehend. Wir wollten das Gesamtkonzept auf alle möglichen Arten erweitern, sowohl in Hinsicht auf die Musik als auch die Lyrics.

HH: Kannst du uns bitte einen kleinen Einblick geben, wie ihr beim Komponieren und Arrangieren der Stücke vorgeht?

Dr. Rad: Es differiert von Fall zu Fall, aber normalerweise ist es entweder Ape, Toxic oder ich, der mit einer Idee ankommt. Das können ein paar Riffs sein oder auch ein fast fertiger Song¸ wir zocken das dann gemeinsam und sehen, wie es sich anfühlt. Wir nehmen danach so lange Veränderungen vor, bis jeder glücklich damit ist. Manchmal verändern wir eine Nummer noch nach einem Jahr und manchmal ist alles innerhalb weniger Wochen fertig, es läuft wirklich immer recht unterschiedlich ab.

HH: Wer schreibt im Übrigen die Texte? Wenn man sich die Songs anhört und diese dazu liest, finden sich ein paar extra-coole Passagen. Ich denke insbesondere an "They Live", "Life Sucks" oder "Timeless".

Dr. Rad: Für dieses Album waren es Ape und ich, die die Lyrics verfasst haben, mit ein wenig Input der anderen. Die Tracks, die du erwähnst, waren hauptsächlich Apes Arbeit.

HH: Natürlich gibt es immer noch einige Parallelen zum Sound der Suicidal Tendencies - zum Beispiel in "The Meaning Of Life" oder "Suffering". Wollt ihr diesen speziellen Einfluss absichtlich beibehalten oder seid ihr mittlerweile von Fragen zu diesem Thema genervt?

Dr. Rad: Ich bin mir im Klaren darüber, dass man egal, wer du bist, und egal, was du heutzutage tust, IMMER mit anderen Künstlern oder Bands verglichen wird. Es macht nicht einmal etwas aus, welchem Musikstil du angehörst. Es stört mich nicht wirklich. Ich kann damit leben. Alles, was ich dazu sagen kann ist, dass wir mit ST aufgewachsen sind und die Band einen großen Einfluss auf uns als Individuen hatte; dass sich dies zu einem großen Teil in der Musik widerspiegelt, ist einfach so. Manche Leute mögen uns vielleicht nicht besonders, weil wir unoriginell klingen mögen, usw. Lass mich kurz meine Sichtweise dazu darstellen. Zunächst, ich denke, dass das Wichtigste überhaupt beim Musik-Machen ist, ehrlich dabei zu sein. Versuch nicht etwas zu sein, das du nicht bist, denn das merken die Leute. Wenn doch, wird das Ganze fake und langweilig. Damit haben wir nichts am Hut, alles, was mit dieser Band zu tun hat, spiegelt uns als Persönlichkeiten wider und genau so sollte es sein. Zweitens, wie schon erwähnt, jeder, der die gute alte "Die sind unoriginell und nur ein Rip-Off"-Karte spielen will, sollte versuchen, eine Band, die, sagen wir, in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren gegründet wurde, zu nennen, die nicht mit einer anderen Band, die es vorher schon gab, verglichen wurde. Ich meine: das erste, was die Leute sagen, wenn sie etwas Neues hören ist "Mann, das hört sich nach dem und dem an". So ist es einfach, so verhalten sich die Leute einfach. Für mich stellt sich hierbei jedoch die Hauptfrage: Ist das wirklich wichtig? So wie ich es sehe, gibt es immer einen Platz für gute, aufrichtige Musik, ganz gleich wie auch immer.

HH: Tolles Cover, übrigens! Passt hervorragend zur Mucke. Wer war dafür verantwortlich?

Dr. Rad: Danke! Wie immer zeigte sich Ape für das ganze Artwork, das mit der Band im Zusammenhang steht, verantwortlich. He's the man!

HH: Gibt es in Stockholm ein Publikum für eure Musik? Ich denke, dass in Schweden immer noch die Sleaze- und Melodic-Death-Szene bestimmend ist... ein paar coole Clubs, die man beim nächsten Urlaub im Norden besuchen könnte?

Dr. Rad: Na ja, es gibt hier schon Unterstützung für uns. Die Hälfte der Anhänger kommt jedoch aus der Hardcore-Szene. Wir haben ein paar Shows in diesem Umfeld gespielt, was meistens recht gut lief. Ziemlich viele Leute aus der Metal-Szene mögen uns auch. Natürlich dreht sich momentan alles um Occult-Metal usw. in Schweden, das scheint das Ding zu sein. Leute aus dieser Szene interessieren sich aus offensichtlichen Gründen nicht für unsere Mucke. Ich denke allerdings, dass wir nirgends zur Gänze einzuordnen sind, was gut so ist. Damit habe ich keine Probleme.

HH: Könntest du so freundlich sein, eine Liste deiner zehn Lieblings-Crossover-Thrash-Alben zusammen zu stellen?

Dr. Rad: Eigentlich interessieren mich Listen nicht, aber ich spiele mit. Keine Reihenfolge oder so etwas ...
Excel - Split Image und Joke
Nuclear Assault - Survive
No Mercy - Widespread Bloodshed
S.O.D. - Speak English ...
Accüsed - Return
Suicidal Tendencies - Join The Army, Laugh und Lights, Camera ... ich sollte auch Controlled By Hatred nennen.
Die paar kommen mir zuerst in den Sinn.

HH: Da ich die Produktion der neuen Scheibe ziemlich gelungen finde - genau zwischen "Old-School" und "Modern" - , wie lief der Aufnahme-Prozess? Wart ihr zu jedem Zeitpunkt bei der Produktion involviert?

Dr. Rad: Wir haben erneut mit Fred Estby aufgenommen. Diesmal jedoch in seinem neuen Studio, sodass alles viel lockerer ablief und wir auch viel schneller arbeiten konnten. Wir wussten darüber hinaus genau, was wir im Vergleich zum ersten Album verändern wollten, wir legten also sozusagen sofort los und "machten" einfach. Wir waren diesmal auch beim Mix anwesend, was viel geholfen hat bzw. die Sache für uns und Fred leichter machte. Wir sind sehr glücklich damit!

HH: Zufrieden mit der Zusammenarbeit mit Highroller Records bis dato? Es gibt eine Menge richtig cooler Bands auf eurem Label...

Dr. Rad: Yeah, ein echt cooles Label. Ihnen geht es um die Musik und das ist letztlich einzig wichtig!

HH: Irgendwelche Pläne für eine Tour im Winter? Wie lief das Hell Inside Festival?

Dr. Rad: Leider hab ich momentan keine Tourdaten zu verkünden. Hell Inside war klasse! Wir hatten eine gute Zeit sowohl auf der Bühne als auch drum herum.

HH: Danke, dass du diesen kurzen Fragenkatalog so bereitwillig beantwortet hast. Die letzten Worte gehören dir:

Dr. Rad: Danke, dass ihr den Doc unterstützt, checkt das neue Album! Denkt selbstständig und lasst euch nicht verarschen ...

Fuxx

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