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Interview

Interview mit Betontod (05.09.2011)

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Das aktuelle Album von Betontod ist ein gehöriger Schritt nach vorne, nicht umsonst schreibt die Band auf ihrer Homepage "Die Zeichen stehen auf Sturm". Und das kann man auch getrost so unterschreiben. Man darf gespannt sein, wie sich das Album in den Verkaufscharts platzieren wird... doch bevor es auf Herbsttour geht, bleibt noch Zeit, die Fragen eines Redakteurs aus München zum neuen Album, W:O:A und sonstiges zu beantworten.

HH: Hallo aus München, wie geht's euch?

Betontod: Weltklasse! Wir befinden uns gerade in unserer Veröffentlichungswoche, das ist wie wenn man ein Kind bekommt. Erst eine Riesenspannung und dann einfach nur pures Glück, dass das Baby da ist!

HH: Ihr seid nun schon 20 Jahre am Start, was sind eurer Meinung nach die wichtigsten Stationen eurer bisherigen Karriere?

Betontod: Ganz klar waren immer die Festivals unsere Highlights, aber auch die Abschieds-Tour von Hass, die wir damals begleiten durften hat uns echt geprägt! Das waren alte Punkhelden unserer Jugend und mit denen dann abzuhängen und zu feiern war echt groß.

HH: Allerdings muss ich auch fragen, warum es in 20 Jahren Bandgeschichte "nur" fünf Alben (und ein Live-Album) von euch gibt?

Betontod: Weil wir in den ersten zehn Jahren den Fokus nicht auf die Musik gerichtet haben. Es war uns wichtiger eine gute Party zu feiern, als Musik zu machen. Heute können wir das besser vereinbaren. Es ist zwar immer noch eine Riesenparty, aber wir machen auch Musik dabei.

HH: Auf eurer Homepage steht, dass die Zeitrechnung nun erst für euch beginnt. Alle Zeichen stehen nun auf Sturm, oder? Was ist euer "Masterplan"?

Betontod: Wir haben das letzte Mal (bei der Platte GlaubeLiebeHoffnung) gesagt, dass die Koffer gepackt sind. Das trifft es natürlich ganz gut. Wir haben uns vor der GLH gesagt, dass wir durchstarten wollen. Das kann man nicht halb machen. Ganz oder gar nicht!

HH: Euer Stil hat sich im Laufe der Zeit vom Punk Rock hin zum - wie man ihn heute doch so schön nennt - harten Deutsch-Rock entwickelt. Könnt ihr mit dieser Bezeichnung leben? Und wie seht ihr eure musikalische Entwicklung?

Betontod: Wir machen immer noch Punkrock. Nur mit etwas besserer Qualität. Nicht mehr ganz so schnell, aber trotzdem druckvoll. Das ist uns wichtiger als Geschwindigkeit. Eigentlich haben wir uns vom Stil her finde ich gar nicht so viel verändert. Eher weiterentwickelt. Wenn das nicht der Fall wäre, würde es uns auch gar nicht mehr geben und uns die Welt auch nicht brauchen.

HH: Die Reaktionen auf Antirockstars sind ja durchwegs sehr positiv ausgefallen. Habt ihr damit gerechnet?

Betontod: Das ist schön für Künstler, wenn die Kritiken gut sind. Sind sie das nicht, darfst du dich aber nicht von deinem Weg abbringen lassen. Manchmal schreiben dich Leute einfach nur klein. Aus welchem Grund auch immer. Musik ist halt Geschmackssache. Das ist auch gut so.

HH: Denkt ihr, der Hype um Frei.Wild & Co. hat euch hier zusätzliche Türen geöffnet?

Betontod: Ich denke dass es gut ist, dass deutsche Rockmusik in den Charts stattfindet. Auch wenn ich den Weg der Broilers z.B. super nachvollziehen kann (mit dem Hosenmanagement im Rücken dem Mainstream nachzulaufen), versuchen wir uns treu zu bleiben. Trotzdem finde ich es wichtig, dass die Bands in den Charts stattfinden, das muss doch ein Arschtritt für all die Sonys und EMIs sein.

HH: Deutsch zu singen ist nun endlich wieder "in". Wie seht ihr diese Entwicklung?

Betontod: Ist OK finde ich. Wenn eine Band Englisch oder Spanisch singt ist mir das aber auch recht. Die Musik muss gut sein. Wir können uns am besten in der deutschen Sprache ausdrücken. Deswegen wird unser zu Haus immer die deutsche Sprache sein.

HH: Auf dem diesjährigen Wacken Open Air habt ihr im Bullhead City Zelt mächtig abgeräumt. Wie habt ihr das WOA erlebt, auch abseits der Bühne? Konntet ihr das Festival auch anderweitig genießen?

Betontod: Wir waren nicht nur an unserem Auftrittstag vor Ort. Von daher konnten wir das Festival echt mal von einer anderen Seite erleben. Was dort passiert ist echt der Wahnsinn. Was die ICS Jungs und Mädels auf die Beine stellen ist grandios. Und was mindestens genauso cool ist, dass der ganze Ort mitfeiert. Echt groß!

HH: Viele eurer Texte drehen sich um Alkohol. Wie wichtig ist diese Volksdroge Nr. 1 (nein, das ist jetzt kein moralischer Fingerzeig).

Betontod: Keine Party ohne Drogen? Ist kein Muss für uns, auch wenn man das denken könnte. Es passiert einfach, dass man auf einer guten Party meistens auch ein Glas zu viel trinkt und davon handeln die Songs.

HH: Ist das Glas für euch immer halb leer oder halb voll?

Betontod: Meistens immer leer... [warum nur hab ich mir das gedacht... - Ray}

HH: In 20 Jahren sammelt sich bestimmt so einiges Kurioses an, welches Erlebnis wird euch auf immer in Erinnerung bleiben?

Betontod: Den Wölli von den Hosen kennen zu lernen war mit Sicherheit ein Highlight. Aber das war nicht alles. Man lernt halt mittlerweile alle die Bands kennen, mit denen man musikalisch aufgewachsen ist. Das ist echt witzig. Manchmal aber auch eine riesige Enttäuschung. Manchmal aber wie z.B. bei Hass eine echte Offenbarung!

HH: Wie sieht es mit Tourplänen für nächstes Jahr aus, bei eurem Gastspiel in München im Oktober bin ich leider nicht anwesend... Wann habe ich die nächste Chance?

Betontod: Im Oktober gehen wir mit Kärbholz und 9mm auf Tour. Zwei befreundete Bands, mit denen wir schon oft gefeiert haben. Zusammen im Nightliner unterwegs zu sein, mit diesen Bands, wir freuen uns riesig drauf. Mal schauen, was Anfang 2012 noch nachgeschoben wird. Lust haben wir immer zu spielen. Für alle die es auf die Tour schaffen: Wir freuen uns auf euch. Mit euch zu feiern und ein Bierchen zu trinken.

HH: Danke, dass du dir Zeit für meine Fragen genommen hast, die letzten Worte gehören dir.

Betontod: An alle Leser: Hört ehrliche Musik, handgemacht muss es sein. Geht auf Live-Konzerte, dort trennt sich die Spreu vom Weizen. Dort werdet ihr erkennen, was gute Rockmusik ist. Und dann... Tanzen!

Ray

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