14 Headbänga online
21.04.2020 The Quireboys
25.04.2020 Die Bolzer
26.04.2020 Bishops Green
27.04.2020 Snake Oil & Harmony
29.04.2020 Lazuli
30.04.2020 Hinds
Reviews (10111)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Vorkreist

Interview:
Watch Me Bleed

Live-Bericht:
Slayer

Video:
Suidakra
RSS RSS
Atom Atom
In eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Interview

Interview mit Manimal (04.08.2009)

CDs von Manimal kaufenZur Druckversion dieses Artikels

buy, mail, print

Logo Manimal

Manimal haben mit The Darkest Room eine der Melodic-Metal-Granaten des Jahres abgeliefert. Umso erfreuter war ich darüber, dass ich mich mit Gitarrist Henke, der selbst von dem Erfolg überrascht wurde, unterhalten durfte und mal fragen konnte, wieso wir erst nach acht Jahren Bandgeschichte die erste Manimal-Scheibe in den Händen halten dürfen.

HH: Glückwunsch zu eurem neuen Album The Darkest Room. Ich habe bis jetzt nur sehr gute Reviews über die Scheibe gelesen und war auch selbst ganz hin und weg. Habt ihr damit gerechnet, dass das Album so gut ankommt?

Henke: Danke, danke. Wie du schon sagst, haben wir sehr viele sehr gute Kritiken bekommen über die wir hoch erfreut sind. Überhaupt sind solche Reviews eine gute Sache um bekannter zu werden. Wir dachten uns zwar schon, dass unsere Musik vielen gefallen würde, aber dass die Rückmeldungen so positiv ausfallen, das hat uns tatsächlich überrascht.

HH: Ihr seid mit The Darkest Room direkt auf Platz 36 in den schwedischen Charts eingestiegen. Wie habt ihr euch dabei gefühlt?

Henke: Wir sind in der Woche, in der das Album erschien auf Platz 36 gelandet. In der Gegend um Götheburg herum haben wir es sogar bis auf Platz zwei der meistverkauften Alben geschafft. Nur U2 war noch vor uns - das war vielleicht irre! Ganz ehrlich, wir hätten uns niemals vorstellen können, dass wir so weit in die schwedischen Charts vordringen würden.

HH: Manimal wurde schon 2001 gegründet. Warum hat es so lange gedauert, bis wir euer Debüt hören durften?

Henke: Manimal ist einfach eine Live-Band. In den ersten Jahren haben wir hart daran gearbeitet Gigs zu bekommen und live zu spielen. Nach vielen vielen Support-Shows schafften wir es bis auf die großen schwedischen Festivals. Das war der Zeitpunkt, an dem wir merkten, dass wir nun endlich eine CD machen sollten. Inzwischen sind wir auch songwriterisch so gewachsen, dass es auch wirklich eine gute Scheibe werden konnte. Ein weiterer Grund für das späte Erscheinen der CD ist, dass wir die Scheibe komplett selbst produziert haben. Die richtigen Partner zum Kooperieren zu finden, ein Studio aufbauen, das ganze Artwork und so weiter... das alles braucht Zeit.
HH: Trotzdem ist es schwer zu glauben, dass The Darkest Room eure erste Scheibe ist. Seit ihr noch in anderen Bands involviert?

Henke: Ne, ne, keine Sideprojekte. Unsere ganze Energie stecken wir in Manimal.

HH: Wow... zurück zur Musik. Ich mag die dunkle Stimmung und die monumentalen Refrains auf dem Album. Hast du, oder habt ihr, so etwas wie einen Lieblingssong auf der Scheibe?

Henke: Das Gute an The Darkest Room ist, dass es den einen Song, den jeder mag nicht gibt. Jeder hat irgendwie einen eigenen Lieblingssong auf der Scheibe. Selbst mir fällt es schwer, da jetzt einen auszuwählen. Es kommt auch auf die Stimmung, die man gerade hat, an. Wenn ich jetzt einen nennen müsste, dann würde ich mich für "I Am" entscheiden. Der Song hat ist super arrangiert und ich mag die Gesangslinien sehr.

HH: Woher kommt der Titel The Darkest Room? Steckt da eine Geschichte dahinter?

Henke: Also ein Konzeptalbum ist es nicht. Der Titel resultiert aus einer Brainstorming-Session, in der wir auch das Cover das erste Mal sahen. Wir entschieden uns dabei recht schnell für den The Darkest Room, da dieser Titel sehr gut zu dem Artwork passt.

HH: So, und worüber handeln die Texte dann?

Henke: Gute Frage... Ich war beim Schreiben der Texte überhaupt nicht beteiligt. Im Großen und Ganzen sind sie recht düster und drehen sich um das alltägliche Leben.

HH: Auch wenn ich das wahrscheinlich nicht aushalten würde. Gibt es etwas, das ihr noch besser hättet machen wollen?

Henke: Seitdem wir die Aufnahmen fertiggestellt haben, fallen uns immer wieder Sachen ein, die wir noch hätten versuchen können. Aber irgendwann muss man auch mal zu dem Punkt kommen, an dem man die Sache abschließt. Klar, man kann immer was besser machen, aber im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und würde jetzt nichts direkt ändern wollen.

HH: Ich kann in eurer Musik Parallelen zu Queensryche, Helloween und Judas Priest erkennen. Was würdest du sagen, welche Bands haben euch am meisten beeinflusst?

Henke: Wir haben ziemlich viele Einflüsse. Wir hören ganz verschiedene Musik und ich glaube, dass dies unserm Stil ganz gut tut, da wir uns so nicht nur an ein oder zwei Bands orientieren müssen. Weißt du was ich meine? Pether mag Bands wie Journey, Kansas und Pink Floyd. Richard und ich dagegen stehen eher auf klassischen Hardrock und Metal wie etwa Judas Priest, Deep Purple und Iron Maiden aber auch Rammstein und Pagans Mind. Sam hört gerade recht viel Kamelot.

HH: Euer Stil ist ziemlich traditionell, melodisch und auch progressiv. Denke ich auf jeden Fall. Seid ihr nie Gefahr gelaufen auf Trends wie etwa Metalcore aufzuspringen?

Henke: Uns war ziemlich bald klar, dass wir ein zeitloses Album aufnehmen wollten. Trends wären da eher kontraproduktiv gewesen.

HH: Eine sehr wichtige Frage habe ich noch. Wann kommt ihr nach Deutschland? Wir würden euch wirklich gerne hier in München begrüßen.

Henke: Bis jetzt haben wir noch nie in Deutschland gespielt. Im Moment brennen wir darauf, raus zu gehen und Orte zu besuchen, von denen wir vor sechs Monaten nur träumen konnten. Jetzt ist es endlich möglich. Wir wurden gefragt, ob wir an einer Europa-Tour im Herbst oder an einer weltweiten Tour als Support einer bekannten Band teilnehmen wollen. Aber bestätigt ist da bis jetzt noch nichts. In den nächsten Wochen haben wir noch ein paar Auftritte hier in Schweden, bevor Richard, Sam und ich nach Wacken fahren werden, um Europas größter Metal-Party beizuwohnen. Spielen werden wir dort leider nicht, aber wir werden unser Album am AFM-Stand promoten.

HH: Herrlich, vielleicht treffen wir uns dort ja auf ein Bier, ich werde nämlich ebenfalls da sein, um von der Front zu berichten. Vielen Dank für das Interview. Ich wünsche euch noch viel Erfolg mit The Darkest Room. Wenn du unseren Lesern noch etwas mitgeben willst, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür...

Henke: Der Dank ist ganz auf unserer Seite. Ich hoffe wir werden euch alle in unserem "Darkest Room" sehen, wenn wir im Herbst auf Tour gehen!

Sebbes

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos

© www.heavyhardes.de