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Konzert-Bericht

Bent Not Broken & King Vegas

Keller, München 28.05.2009

(Fotogalerie)

Der Keller, gelegen neben der Kultfabrik in Osten von München, präsentiert sich als angenehme Location für Konzerte aller Art. Nicht zu groß, nicht zu klein, in manchen Belangen eher rustikal, aber von guter Akustik und ausreichendem Platzangebot an und um den Bars. Geladen hatte an diesem Abend die Münchner Umland-Formation Bent Not Broken, die als Vorband King Vegas (München) mitgebracht haben.

Offizieller Beginn war um 20:00 Uhr, doch war zu diesem Zeitpunkt noch nicht der große Andrang, weswegen sich erst noch die Möglichkeit für ein kleines Schwätzchen mit Jörn Kachelriess, dem Sänger und Gitarristen von Bent Not Broken, ergab. Doch irgendwann war der Keller soweit gefüllt, dass King Vegas keine Spiegel aufstellen mussten, um sich ein Publikum vorzugaukeln und so konnte das Konzert beginnen.

King Vegas präsentierten feinen Rock'n'Roll und legten dabei ordentlich los. Schnell, fetzig, Gitarre, Bass, Schlagzeug, zwei Sänger. Das kann sich hören lassen. Auch wenn die einzelnen Songs von ihnen etwas stark ineinander verschmelzen, da die Eigenständigkeit nicht unbedingt als Aushängeschild dient, so konnte man sich an ihrem Einsatz und ihrer Spielfreude begeistern. Als Vorband machen sie eine gute Figur und bringen genau das, was von ihnen erwartet wird. Spaß und ein angeheiztes Publikum.

Nach rund 40 Minuten plus Umbaupause haben dann Bent Not Broken die Bühne in Beschlag genommen. Dem Alter entsprechend, möchte man fast sagen, ging es nun etwas ruhiger zu. Alternative Rock war angesagt und die anwesenden Fans zeigten von Beginn an, dass es gut war, was da von der Bühne kam. Eine Mischung aus schnellen rockigen Nummern ("Get A Life"), (Halb)Balladen ("Burning Wings") und Dazwischenliegendem wusste das Publikum zu unterhalten. Den Umständen entsprechend war die Show eher minimalistisch und auf die Musik konzentriert, was aber gerade in einem solch kleinen Rahmen erwartet wird. Es war angenehmer Sound, dem man lauschen konnte; so man der Texte mächtig war (gab doch ein paar im Raum), konnte man auch seine eigene Stimme miterheben. Im Publikum war man sich einig, dass es sich gelohnt hatte zu kommen.

Was ich sehr bedauerlich fand, war, dass zu einem solchen Konzert kaum jemand kommen mag. Die Musik ist auch für eine breite Zuhörerschaft geeignet, weswegen man nicht damit argumentieren kann, dass es sich eben um eine Nischenband handeln würde. Der Termin mag nicht für jeden gelegen gekommen sein, aber wenn ich mir anschaue, wieviele (Nicht-Konzertbesucher) nach dem Konzert in Richtung Kultfabrik gepilgert sind, dann frage ich mich, warum man nicht zu dem günstigen Preis sich quasi zum Aufwärmen gute Musik geben will. Ist es vielleicht gerade der (zu) günstige Preis? Oder gibt es in München wirklich kaum Rock-Fans?

Sophos


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