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Kungfu - Kungfu

Kungfu - Kungfu
Stil: Alternative Rock
VÖ: 07. Januar 2001
Zeit: 55:26
Label: Mercury Records
Homepage: www.kungfumusic.de

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Erinnert sich noch jemand an Selig? Wenn nicht, ist das auch nicht weiter schlimm, waren die Songs doch für den Metal ähnlich relevant wie Oli P für den Hip Hop. Da dies aber die Mehrheit der Bevölkerung nicht interessiert, gibt es eine kleine, eingeschworene Fangemeinde, die noch heute auf ein Lebenszeichen von Jan Plewka wartet.

Da dieses noch auf sich warten lässt, springt ein anderer Jan, nämlich Lafazonoglu mit seiner Band Kungfu in die Lücke, die Selig hinterlassen haben und paart deutschsprachigen Alternativrock mit leichten Hiphop-Elementen. Zu offensichtlich sind die Ähnlichkeiten im musikalischen Bereich. Dass dies auch die Fans so sehen, sieht man unter anderem hier.

Soweit könnte man diese Scheibe toleranten Hörern noch empfehlen, die keine Probleme mit poppigen Elementen in der Musik haben. Leider wirken die Hip Hop-Elemente ähnlich authentisch wie bei oben erwähntem Oli P und der Härtegrad der Songs lässt teilweise mehr als zu wünschen übrig. Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich kann den poppigen Songs von Such a Surge oder Pyogenenis zum Beispiel sehr viel abgewinnen, aber bei Songs auf Fast-Schlagerniveau wie "Augenblick" oder "Gestern" stellen sich mir die Haare auf. Aber wahrscheinlich bin ich ja bloss wieder mal zu engstirnig oder ich verstehe das textliche Konzept und die dahinter stehende Genialität von Textzeilen, wie

"ich wusste gestern noch, es ist besser so, ohne dich zu sein
jetzt wünsche ich mir nur noch, du wärst ohne mich nicht mehr so allein"

einfach mal wieder nicht. Gott sei dank hat die Band für Nix-Checker wie mich gleich textlich die Antwort parat:

"verstehen tut ihr gar nichts
gesehen habt ihr irgendwen, aber nicht mich
irgendwelche falschen Dinger drehen und wenden
verschwende meine Zeit nicht mit dein' miesen Schubladen"

(etwas aus dem Zusammenhang gerissen aus "(Bin ein) Ping Pong")

Im gleichen Song nehmen sie auch gleich mein Fazit vorweg:

"ob ich eventuell ein geiler bin oder eben doch nich ganz so toll"

Ich votiere zu letzterem und schliesse hiermit meine Review in der Hoffnung, die CD nie wieder anhören zu müssen. Wer dagegen Selig mochte, sollte unbedingt ein Ohr riskieren (und meine Bewertung ignorieren), was den Umkehrschluss zulässt, dass Leute, die schon Selig nicht mochten, besser die Finger von der CD lassen sollten. Interessierte surfen zu http://www.kungfumusic.de und holen sich die Snippet-CD kostenlos als MP3-Datei.

Andreas

1 von 6 Punkten

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