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Barfuß Auf Muschelscherben - Weil Sonst Stille Droht

Barfuß Auf Muschelscherben - Weil Sonst Stille Droht
Stil: Deutschrock
VÖ: 16. April 2011
Zeit: 19:07
Label: Eigenproduktion
Homepage: -

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Barfuß auf Muschelscherben ist Nils Friedrich, ein lustiger Musikant, der uns zur Rezension acht Eigenproduktionen schickt, die es insgesamt gerade mal auf 19 Minuten bringen: Weil Sonst Stille Droht - kein schlechter Titel, der anzeigt, dass sich die Nummern im deutschsprachigen Bereich bewegen und wohl nicht bar lyrischen Anspruchs sind (schade, dass keine Texte beigefügt wurden). Ein Wort zum Beiblatt: in sympathischem Ton verfasst, eigens unterschrieben, wobei der nette Herr Friedrich gleich in mehreren Sätzen versucht "argen Verstimmungen" vorzubeugen: "...so darf ich tröstend versichern, dass das Martyrium nur knappe zwanzig Minuten dauert."
Auf das Schlimmste vorbereitet drückt man die Play-Taste und was einem da aus den Boxen entgegen kommt, lässt sich in etwa so beschreiben: völlig unrhythmisches Schlagzeug-Geschepper, etwas das eine halb-akustische Gitarre sein könnte, ein Bass, der sich nur erahnen lässt (sicher ist man nicht, ob einer mitspielt) und die Stimme des Herrn Friedrich, die sich durch Songs wie "Preisschilder An Tränchen Tackern" oder "Nachts Im Zug" arbeitet. Vierspur-Rekorder rules! Sicher: Friedrich kämpft darum, einem wie auch immer gearteten künstlerischen Anspruch gerecht zu werden. Ton, Steine, Scherben und vor allem Element Of Crime spuken einem im Hinterkopf herum, leider spielt der Künstler aber in allen Songs an sich selbst vorbei; heißt: hier passt kaum was zusammen - weder harmonieren die Instrumente untereinander noch die Stimme mit denselben. Auch Dissonanz will gelernt sein, wobei vor allem das Schlagzeug Schrecken ohne Ende bereitet. Was bleibt ist ein ziemliches Chaos - vielleicht gewollt, wenn der Künstler sich an surrealistischen Montagen zu orientieren versuchte. Es bleibt jedoch beim Versuch und abschließend muss konstatiert werden: all die "Vorwarnungen" waren gerechtfertigt.
Aber: junge Künstler braucht das Land, wenn auch der Weg dahin für Herrn Friedrich noch sehr, sehr weit ist. Nicht ins Bockshorn jagen lassen. Die zwei Punkte fallen eindeutig unter die Rubrik "Gnade vor Recht".

Fuxx

2 von 6 Punkten

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