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Y&T - Facemelter

Y&T - Facemelter
Stil: Hard Rock
VÖ: 21. Mai 2010
Zeit: 61:11
Label: Frontiers Records
Homepage: www.yandtrocks.com

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Yesterday And Today, wie sie zu Beginn ihrer Karriere und den ersten beiden Alben hießen, sind nach über 13 Jahren nach Endangered Species mit einer neuen Scheibe am Start. So richtig weg war man aber nie, man fühlte sich nicht für neue Stücke bereit. Damit ist jetzt Schluss. Was hat diese Band für Schätze in ihrer über 30jährigen Karriere hervorgebracht? Earthshaker, Black Tiger, Mean Streak sind Meilensteine des Heavy Rocks aus den sagenumwobenen 80er Jahren mit formidablem Songwriting. Diese Alben festigten den heute noch in Stein gemeißelten Ruf. Kein Kenner der Szene, der nicht mit der Zunge beim bloßen Erwähnen der Buchstaben Y und T genüsslich schnalzt. Leider sind die vier Amerikaner bis heute ein Insidertipp, vor allem im guten alten Europa, wo man nie richtig Fuß fassen konnte.

Letztes Jahr spielte man am Bang Your Head!!! die komplette Konkurrenz mit Ausnahme von den unglaublichen gleichermaßen stark aufspielenden Journey an die Wand. Mastermind, Gitarrist, Sänger und Songschreiber Dave Meniketti und sein "Partner in Crime", Phil Kennemore am Bass, halten die Zügel anno 2010 fest in der Hand. Somit kann für den Y&T-Jünger nix schief gehen. An den Kesseln sitzt aktuell Mike Vanderhule, die zweite Gitarre wird von John Nymann gewürgt. Im Kontext der Diskografie sortieren sich die "neuen" Mitstreiter souverän ein.

Facemelter bietet klassischen Y&T-Stoff, der erdig im Blues wurzelt und mit einem authentischen Sound um die Ecke biegt. Die Kalifornier bieten auf 13 Stücken plus Intro die gesamte Vielfalt amerikanischen Hard Rocks mit Betonung auf die unglaubliche Gitarrenarbeit. Dave spielt seine Riffs und Soli als wäre es das Leichteste auf der Welt. Melodien wie griffige Gitarrenläufe stehen immer im Vordergrund, benötigt ein Song etwas Dynamik, dann wird ihm diese auch gegeben. Soll es Drive sein, dann bedient Dave seine Fans in "On With The Show", "Don't Bring Me Down" oder dem superben "I'm Coming Home" vortrefflich. Die Les Paul glüht am Stück, die Saiten schwingen heiß. Der Sommer kann kommen. Auf geht es zum Badestrand mit der Dame des Herzens an der Hand. "Shine On" sozusagen. Lockerer gefühlvoll swingender Song, der sich bei 30° C sofort ins heiße Schädelchen fräst. Soll es grooven, dann greift man zu "How Long" oder dem "Wild Child".

Fans der Bay Area-Veteranen müssen zugreifen, alle Qualitäts-Hardrocker der ersten Stunde ebenso, denn schon lange wurde nicht mehr so effektiv und nachhaltig das Feld des klassischen bluesbetonten Hard Rocks gepflügt. Hoffen wir mit der Band, dass sich die Ernte auch dementsprechend üppig in den Verkaufszahlen des Facemelter niederschlägt. Daher gibt es eine Kaufempfehlung mit hoher Priorität. Willkommen zurück, Dave und Co.!

Siebi

5 von 6 Punkten

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