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Halford - Metal God Essentials Vol. 1

Halford - Metal God Essentials Vol. 1
Stil: Heavy Metal
VÖ: 08. Juni 2007
Zeit: CD: 62:40 - DVD ca. 50 Min.
Label: Frontiers Records
Homepage: www.robhalford.com

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Ah, wer hätte das gedacht, gleich nach der ruhmreichen Reunion gibt es nun einen Rückblick auf das Schaffen des Metallgottes in seiner Zeit außerhalb der Reihen eben dieser Kombo. Was der Meister alles so trieb, nachdem es ihn drängte, bei Priest hinzuschmeißen, dürfte allgemein bekannt sein: nach seinem Abgang 1992 brachte er zunächst die Soloscheibe Light Comes Out Of Black raus, bevor er seine Band Fight gründete, bei der der alte Priest-Fahrensmann Scott Travis die Felle verdrosch. In dieser Inkarnation brachte Halford drei Veröffentlichungen unters hungrige Volk, darunter das starke Debut War Of Words (1993). Kennzeichen von Fight war ein schlanker Power Metal, der durchaus Freunde fand. 1997 ließ sich Halford dann vom Zeitgeist in Form des Industrial eines Trent Reznor packen. Mit der Formation 2wo driftete Halford immer weiter weg vom Metal und propagierte dies auch lautstark in diversen Interviews, die ihm den Zorn der ehemaligen Jünger eintrugen. Nach zwei Scheiben kehrte Halford jedoch reumütig zurück auf den Pfad der Tugend - zufälligerweise genau zu dem Zeitpunkt, als traditioneller Metal wieder hof- und kommerzfähig wurde. Ein Schelm, der Geldes dabei denkt. Bewaffnet mit einer hochkarätigen Band und Bruce Dickinson-Haus und Hof-Produzent Roy Z. schleudete der Metallmeister im Jahr 2000 unter dem schlichten Namen Halford sein sinnig betiteltes Werk Resurrection ins Volk, das in der Tat eine Wiederauferstehung des Herren bedeutete - nämlich als Priester des wahren Metalls. Auf zwei weitere Scheiben brachte es Halford noch (Live Insurrection und Crucible), bevor die Versuchung der Reunion dann doch zu groß wurde. Nachdem Halford 2006 sein eigenes Label Metal God Records gründete, das flugs seinen ganzen Back-Katalog rausbrachte und einen eigenen iTunes-Store ins Leben rief.

Damit auch wir Normalsterblichen in den Genuss kommen, gibt es nun also das erste Greatest Hits-Package auch auf CD und DVD. Und kurz: das Paket ist fett. Man mag zur Priest-Reunion stehen wie man will, die "Metal is shit"-Kommentare hätte er sich sparen können, der Industrial-Ausflug war überflüssig - aber es besteht überhaupt kein Zweifel, dass Halford einer der besten Metal-Sänger aller Zeiten ist. Wenn er von hochkarätigen Musikern umgeben ist wie bei seiner nach ihm benannten Soloband, kann man Sternstunden des Metals erleben - so wie bei den ersten Tracks dieser Kompilation, die einen Querschnitt der Halford-Stücke aus der Roy Z-Ära geben. Wem die neue Priest zu fad ist, der sollte sich diese Stückchen reinziehen - "Resurrection", "Made In Hell", "Golgotha" - metallische Klänge wahrlich für die Götter. Das Fight-Material fällt daneben etwas ab, kann aber immer noch deutlich mehr begeistern als so manche Veröffentlichung anderer "großer" Kombos. Die Stücke wurden für die Kompilation komplett neu gemastert und teilweise remixed - und außerdem gibt es mit "Forgotten Generation" und "Drop Out" zwei saubere neue Songs zu bestaunen. Feine Sache.
Und noch besser: auf der beigefügten DVD kann man dann den Metallgott noch leibhaftig bestaunen, bei Aufnahmesessions, auf Tour, live bei Rock in Rio und anderweitig. Wenn Angel of Retribution doch auch nur annähernd so spannend gewesen wäre...

Holgi

6 von 6 Punkten

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