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Decoy - Call Of The Wild

Decoy - Call Of The Wild
Stil: Heavy Rock
VÖ: 27. April 2007
Zeit: 52:07
Label: Soulfood Music
Homepage: www.torbenenevoldsen.com

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Der Schwede Torben Enevoldsen (Gitarre und Bass), der bereits letztes Jahr als Hauptinitiator der Melodic Rocker Fatal Force in Erscheinung treten konnte, scheint auch niemals müde zu werden. Denn neben regelmäßigen Soloscheiben hat er noch eine Band namens Section A unter seinen Fittichen sowie gleich das nächste "Projekt" am Laufen und legt gleich mal einen Köder bzw. eine Falle aus. Schließlich will er ja zusammen mit seinem Sänger Peter Sundell (Ex-Grand Illusion)und seinem Drummer Thomas Heintzelmann wissen wer dem Ruf der Wilden folgt.

Mit einem an Fate und Pink Cream 69 erinnernden Riffing eröffnet "Divided" das insgesamt etwas über 50 Minuten dauernde Album. Gerade von der Phrasierung und vom Timbre her tendiert Peter Sundell in Richtung Fate-Frontmann Per Johansson. Auch wenn im Refrain nicht mit den üblichen Klischees gespart wird ("united we stand, divided we fall...") ist das ein durchwegs guter Einstieg. Der Titeltrack hat was von den älteren Journey- und Survivor-Alben. Schön nach vorne rockend, und eine Hookline, die man beim ersten Mal schon mitträllern kann. "Brothers In Arms" ist mitnichten der grandiose Dire Straits-Song, sondern eher ein getragener, melodischer Midtemposong. Ja und dann wird wieder einmal mit Klischee gespielt, Accept meets Hammerfall mit einer kleinen Spur weniger Metal sondern mehr Rock, Titel der ganzen Sache: "Heavy Metal Thunder". Ist zwar nicht wirklich schlecht, aber da soll es eine angelsächsische Band geben, die das a bisserl besser drauf hat... "Make A Stand" ist ein wenig austauschbar, da passiert insgesamt zu wenig und bei "Break Through" tauchen drastische Parallelen zu dem Opener auf. Das ruhigere "Forever And Ever" ist dagegen wieder besser, ein durchdachtes Arrangement mit schönen Harmonien und tollen Gitarrenlicks. Klasse vorgetragen von Peter Sundell und auch das Solo ist zum Träumen schön. "My Religion" brettert wieder mit ordentlich Dampf durchs Gebälk, Erinnerungen an Deep Purple und Rainbow werden wach. Danach geschieht außer bei der Ausnahme "Peace Of Mind" (welches wohl von der weißen Schlange gebissen wurde) nichts mehr Großartiges. "How Long" und "The Real Deal" sind solide Kunst, nicht mehr und nicht weniger.

Musikalisch gibt es nichts zu meckern, eine effektive Rhythmusabteilung und ein technisch sauberes Gitarrenspiel stimmen positiv für Decoy. Nur leider gehen im Songwriting die Ideen irgendwann aus. Sicherlich ist es schwierig in der heutigen Zeit noch neue Aspekte zu setzen, aber manche Songs rauschen nun mal eher an den Lauschlöffeln vorbei. Da aber mehr als die Hälfte der Lieder von Call Of The Wild wirklich gut bis sehr gut ist und der Rest keine wirklichen Ausfälle sondern solides Mittelmaß darstellt, reicht es auf jeden Fall für das Prädikat ordentliches Debutalbum. Also am besten noch mal die Referenzbands durchlesen und reinhören.

Andi

4 von 6 Punkten

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