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Konzert-Bericht

Hidden In The Fog, Sycronomica, Commander & Exotoxin

Titanic City, München 25.11.2006

(Fotogalerie)

Anlässlich ihres Labeleinstandes bei Armageddon Music luden Sycronomica in München zur Release Party ins Titanic City ein. Und weil es sich allein so schlecht feiern lässt, hat man sich auch gleich noch musikalische Unterstützung gesichert. Warum jedoch die Gastgeber nicht als Headliner fungierten, bleibt mir ein Rätsel. Die Fanreaktionen bei ihrem Auftritt und die anschließende Abwanderung zahlreicher Anwesender, obwohl noch eine Band auf dem Programm stand, verstärkten hier nur meine Fragezeichen.

Als wir im Titanic City eintrafen, war es kurz nach acht Uhr und die erste "Band" des Abends, Exotoxin, hatte ihren Set bereits begonnen. Von einer richtigen Band kann man jedoch nicht sprechen, da es sich hier um ein Ein-Mann-Solo-Projekt handelt, dessen Protagonist nur mit der Klampfe bewaffnet auf der Bühne steht, während der Rest vom Band kommt. Die Band / den Herrn habe ich ja bereits das erste Mal auf dem letztjährigen (und leider finalen) Metal gegen Krebs erleben dürfen, wo er ebenfalls für Alleinunterhaltung sorgte. Und der damals vermittelte positive Eindruck wurde an diesem Abend bestätigt. Der Thrash Metal, der schnell durch den Abend führte, lief ordentlich rein und wusste zu gefallen. Zwar war es zu dieser frühen Stunde noch recht leer und geräumig im Club und der Platz direkt vor der Bühne war nur spärlich besucht, doch jeder Song wurde bejubelt. Das war klar mehr als nur Höflichkeitsapplaus. Lag wohl aber auch an den netten kleinen Sprüchen zwischen den Songs, die er vom Stapel ließ. Aber egal, was zählt, ist die Musik und die passte. Da spielte auch der ein oder andere Verspieler keine nennenswerte Rolle, wurden diese doch auch bereits im Vorfeld angekündigt. Nach geschätzten 30 Minuten war der Gig vorbei und Exotoxin wurde mit Beifall verabschiedet. Laut Running Order allerdings gute zehn Minuten zu früh.

Die Münchner Commander absolvierten an diesem Abend ihren letzten Gig für das Jahr 2006. Mit "Modern Slavery" wurde ein passender Einstieg gefunden, und sofort war eine gute Stimmung im Titanic City. Dieses war zu diesem Zeitpunkt bereits gut gefüllt. Und die Fans standen nicht nur in der Nähe der Bar rum, sondern belagerten nun auch den Platz direkt vor der Bühne. Die ersten Banger machten sich warm zu den Klängen von Commander, die "Disharmony" und "Cowards" vom Stapel ließen. Zwischen den Songs wurde noch der neue Mann am Bass vorgestellt, der von nun an die ausgestiegene Birgit ersetzt. Ursprünglich nur als "Aushilfe" gedacht, ist Tobias Brandl (u.a. Bullfuck) nun als festes Mitglied bei Commander eingestiegen. Bei "Drowned In Sorrow" wurde er sanft, aber bestimmt von Nick (Vocals, Guitar) an das Mikro gedrängt und durfte somit die erste Strophe zum Besten geben, bevor Nick wieder das Kommando übernahm. Nach "Salvation For A Dead World" gab es dann leider auch schon mit "Dead But Alive Chapter I" den finalen Song des Abends. Doch die Jungs wurden gut abgefeiert, und so gab es noch im Gedenken an Chuck Schuldiner den Song "Symbolic", der nicht gerade wenig Haare rotieren ließ.

Dann war es soweit, die Gastgeber Sycronomica betraten die Bühne. Unter den Klängen des Intros "Preludium" kamen sie und siegten. Angesichts der sehr zahlreich anwesenden Fans aber auch kein Wunder. Im Titanic war es inzwischen kuschelig voll geworden und der Platz vor der Bühne war mehr als voll. Ebenso auf der Bühne, die ja in diesem Club immer recht beengt ausfällt. So war platzbedingt kaum Raum für Bewegung auf der Bühne, auch wenn die Band an diesem Abend mit einem Mann weniger am Start war, denn den Bassisten habe ich nicht wirklich gesehen. Der Opener des aktuellen Albums, "Beyond The Gate Of Light", eröffnete auch den Set. Sofort sah man überall fliegende Haare, die Fans bangten, was die Nackenmuskeln hergaben. So soll es sein. Mit "Creations Of Mine" ging es dann zeitlich zurück zum Paths-Album, bevor man mit "Von Ende Und Anfang" wieder den Sprung in die Gegenwart machte, gleich gefolgt von "Für Die Ewigkeit", dem zweiten deutschsprachigen Song an diesem Abend. Sycronomica legten sich ordentlich ins Zeug und hatten mächtig Spaß, was man ihnen auch ansah. Genauso wie die Fans, die jeden Song bejubelten und applaudierten. Die obligatorische Coverversion "Alt Lys Er Svunnet Hen" von Dimmu Borgir durfte ebenso wenig fehlen wie die Jägermeister Flasche. Die wurde von Olli (Vocals) nur lapidar mit den Worten "Ach, ihr kennt das ja schon..." angekündigt, bevor die Flasche Hochprozentiges ihre Reise durch das Publikum antrat. Irgendwie verging die Zeit wie im Flug und der Set war vorbei. Doch auch hier wurde stürmisch eine Zugabe gefordert, die mit "The Sound Of Horns" auch bereitwillig gegeben wurde. Danach war allerdings leider Schicht im Schacht und der Gig vorbei. Eine gelungene Release-Party, kann ich da nur sagen.

Wie eingangs bereits erwähnt haben nicht gerade wenige nach dem fulminanten Gig von Sycronomica die Heimreise angetreten oder schlicht keine Lust mehr auf eine weitere Band gehabt. So kam es, dass Hidden In The Fog vor deutlich spärlicheren Reihen auftreten mussten. Und ganz ehrlich haben mich die Jungs auch nicht vom Hocker gerissen. Spielerisch sind sie klar auf der Gewinner-Seite, denn dass sie's drauf haben, steht außer Zweifel. Doch die Kompositionen sind einfach zu kopflastig, zu wenig gerade aus. Also eher was für daheim als für die Bühne. Da half auch die Selbsterkenntnis von Ghash (Guitar, Vocals) "Habt ihr Bock auf was Abgefahrenes?" nicht mehr viel. Dementsprechend zurückhaltend waren auch die Reaktionen zu den Songs, mehr als eher verhaltener Applaus war zumindest am Anfang nicht drin. Hidden In The Fog ließen sich dadurch jedoch nicht entmutigen, schließlich handelte es sich um ihren ersten Auftritt überhaupt in unserer Landeshauptstadt. Ab der Hälfte des Gigs fanden sich doch eine Handvoll Banger vor der Bühne ein, der Rest betrachtete das Geschehen weiterhin aus sicherer Entfernung. Und da die Band angabegemäß immer mal wieder mit Emperor verglichen wird, lag es laut Ghash auch nahe, einen Song von dieser Ausnahmeband zu covern. Die Wahl fiel auf "I Am The Black Wizards", und sofort waren mehr Banger am Werke, die sich jedoch nach diesem Song wieder zurück zogen. "And Harvest Has Come" markierte dann auch den Schlusspunkt unter dem Set nach einer guten Stunde Spielzeit, der mit zurückhaltendem Applaus bedacht wurde. Einzelne Zugabe-Rufe nahm die Band gerne an und kam noch für einen weiteren Song auf die Bühne zurück, bevor endgültig die Show vorbei war und der normale Samstags-Betrieb im Titanic City anbrach.

Ray

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