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Konzert-Bericht

Sick Of It All, Rise Again & Waterdown

Metropolis, München 15.05.2002

Wer schon mal auf einem SOIA-Konzert war, weiss warum deren Debütalbum "Blood, Sweat and no Tears" heisst.

Tears, also Tränen, gab's bei mir trotzdem und zwar bei der ersten Vorband des Abends: Waterdown aus Deutschland mühten sich redlich, dem Publikum ihren emotionalen Hardcore näher zu bringen. Dies gelang ihnen zumindest bei mir nicht. Zum einen störte mich der Wechselgesang (zwei Sänger - einer winselt, der andere brüllt rum), der leider überhaupt nicht zusammenpassen wollte. Mag das auf CD ganz gut kommen (ich kenn bloss einen Track vom Visions-Sampler), klang das leider live irgendwie "daneben". Was mich am meisten gestört hat, war die Tatsache, dass die Songs anfangs oft gut Power rüberbrachten, diese allerdings mit zunehmender Spieldauer durch die emotionale Schlagseite wieder zunichte gemacht wurde. So hatte ich dann auch bald vor lauter gähnen die Tränen in den Augen. Als Vergleich für die Band würd ich mal Boy Sets Fire heranziehen, die ich mir zuhause gut anhören kann, wenn ich schlecht drauf bin und heulen will (wer lacht da?).

Die zweite Band, Rise Again, konnten trotz ähnlichem Sound da schon besser punkten. In den aggressiven Parts erinnerte die Band gar manchmal an die Headliner und war damit eine nette Einstimmung. Leider schafften es auch RA mit emotionalen Parts zu langweilen.

Dann gab's das blood und den sweat: SOIA enternten, begleitet von heulenden Sirenen und roten Alarmleuchten, die Bühne und legten los. Aber hey, was ist das? Total übersteuerter Sound und zu laute Drums wussten das Ohr nicht zu befriedigen. Da war ja der Sound der Vorbands noch um einiges besser... So stand ich dem Treiben anfangs noch etwas misstrauisch gegenüber. Aber spätestens bei "Friends Like You/Bullshit Justice" war auch ich nicht mehr zu halten und hab das Bad in der Menge genossen. Standards wie "No Cure", "My Life", "Scratch The Surface", "Just Look Around" und "Step Down" wurden selbstverständlich genauso gespielt, wie neuere Klassiker vom Schlag eines "Built To Last" oder "Potential For A Fall".

Frontmann Lou liess es sich natürlich nicht nehmen, mit dem Publikum zu kommunizieren und sich nach dem Konzert den Fragen der Fans zu stellen. Erwähnenswert ist auf jeden Fall noch, wie unpeinlich SOIA gegen die NY-Prolls von Agnostic Front oder Madball wirken.

Tja, das Resümee des Abends ist trotzdem eher ernüchternd: 15 € Eintritt (teuer für ein SOIA-Konzert)(saubillig für den Kunstpark, Anm. Red.), eine eher maue und eine durchschnittliche Vorband, mieser Sound beim Hauptact bei einer Spielzeit von nicht mal einer Stunde inklusive einer Zugabe und mit 16 € für ein T-Shirt nicht gerade billige Merchandise-Preise ergeben in der Summe ein eher durchwachsenes Konzert einer eigentlich genialen Band. Ach ja, SOIA-Shirts haben schon mal besser ausgeschaut und dabei weniger gekostet!

Andreas

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