8 Headbänga online
28.01.2020 Dimmu Borgis
30.01.2020 Samsas Traum
31.01.2020 Equilibrium
16.02.2020 Rage
29.02.2020 Growl Bowl Festival
19.03.2020 Lordi
Reviews (10087)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Neun Welten

Interview:
Fiasco Befalls

Live-Bericht:
In Flames

Video:
The 69 Eyes
RSS RSS
Atom Atom
In eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Interview

Interview mit Sycronomica (12.09.2002)

CDs von Sycronomica kaufenZur Druckversion dieses Artikels

buy, mail, print

Logo Sycronomica

Sycronomica werden am Wochenende auf dem Fist Full of Metal das Festival eröffnen und deshalb hat unsere rasende Reporterin Tila mal wieder zu Stift und Zettel gegriffen, um den Olli vorher noch ein bisserl auszuquetschen.

Olli: ZU ALLERERST: WIR HEIßEN SYCRONOMICA und nicht anders!!! ;)

HH: Du bist ja der "Schreihals" der Band, kannst du dich und die anderen Mitglieder kurz vorstellen, wer ist alles dabei ist, wer was macht was und wie und wann ihr euch gefunden habt, und: Bleibt das line-up stabil, in der jetztigen Besetzung??

Olli: Hallo erstmal. Gut, versuch ich mal unsere doch sehr wechselhafte Vergangenheit kurz zu erörtern. Also, gegründet hat sich Sycronomica 1996, damals noch unter einem anderen Namen und mit einer anfänglich anderen musikalischen Ausrichtung. Von den damaligen Gründungsmitgliedern sind bis heute nur noch Chris (guitars & backing vox) und Flo (keys & backing vox) übrig geblieben. Alle anderen Positionen wurden zwischenzeitlich teilweise mehrfach umbesetzt. Zum aktuellen Line-Up, das jetzt seit gut 2 Jahren unverändert ist, gehören im Moment neben den beiden erwähnten Gründungsmitgliedern noch Max (bass), Michi (drums) und meine Wenigkeit als Schreihals. Bisher hatten wir schon die Ehre mit Bands wie In Flames, Borknagar, Tristania, Haggard, Night in Gales, Mastic Scum, Ressurected usw. auf der Bühne stehen zu dürfen.

HH: Seid ihr alle eher Hobbymusiker, die aus Spaß an der sache ab und zu mal auftreten, oder nehmt ihr Sycronomica sehr ernst und tendiert euch in die Profiecke mit allem drum und dran (Releases, etc.) hin zu entwickeln? Tendenzen dazu gibt es ja schon, auf dem Fist Full of Metal Festival spielt ihr mit Leuten wie Disbelief, Cryptic Wintermoon, Aghatadaimon...

Olli: Also Profimusiker sind wir nicht und werden es auch wohl nicht. Das würde bedeuten, das wir von unserer Musik leben und das schaffen nur die Wenigsten. Trotzdem nehmen wir Sycronomica ernst und haben auch diverse Ziele. Das FFOM ist auch so ein Ziel in gewissem Sinne. Wir haben die Chance erhalten zu spielen und werden sie auch so gut wie möglich wahrnehmen.

HH: Ich habe neulich euer Interview auf Unknown munich gelesen, und war entrüstet wegen der frage, ob einige von euren Mitgliedern nur bei Sycro mitspielen,um überhaupt in einer Band zu sein. Oder immer das leidige Thema mit dem Dimmu Borgir / Cradle Vergleich, hast du dazu überhaupt noch was loszuwerden?

Olli: Nicht wirklich. Der Achim von unknownmunich hat uns da per e-mail persönlich Rede und Antwort gestanden und das Thema ist für uns aus der Welt. Wegen der ständigen Vergleicherei will ich eigentlich nichts mehr sagen. Da soll sich jeder selber seine Meinung bilden. Ob die dann positiv oder negativ im Bezug auf uns ist, ist sein Problem! Trotzdem, weiß der Geier was ihn da bei dieser Frage geritten hat!

Ich persönlich stelle gleich neutralere andere Fragen, aus objektiverer Sicht. (Sehr löblich, Anm. Red.) Nicht zuletzt weil ich weiblich *g* und ein Anhänger des melodischen atmospherischen Black Metals bin...

HH: Ist es euch egal, was andere bezüglich eurer Musik denken /sagen /tun oder tendiert ihr eher in die Richtung, euch euren "Platz der Gerechtigkeit" in der Szene zu erkämpfen?

Olli: Im Prinzip ja und nein. Eine objektive oder subjektive Kritik zu erhalten, kann viel helfen, solang sie ernst gemeint ist und ernst rüber gebracht wird. Dagegen haben wir auch nichts. Ein "Platz der Gerechtigkeit" ist wohl sehr übertrieben. Uns reicht es schon beachten und geachtet zu werden. Aber das muß man sich auch erstmal erarbeiten.

HH: Wie und wo siehst du Sycronomica?

Olli: Naja, wir sind eine der wenigen Blackmetalbands die übriggeblieben sind und die voll zu ihrer melodischen und keyboardlastischen Musik stehen, dabei aber von vornherein klar machen, das Sycronomica mit Satanismus oder ähnlichen Extremen nichts am Hut haben. Es gabe eine Zeitlang viele Bands, die auf der sogenannten Welle von D.B oder C.o.F. geschwommen sind. Davon ist aber nur eine Handvoll übrig geblieben und konnte sich etablieren. Wir zählen uns nicht zu dieser Welle, weil es uns schon gab, als der Hype um eben genannte Bands noch nicht entfacht war.

HH: Hast du irgendwelche Wünsche, Ziele und Pläne für die Zukunft?

Olli: Erstes Ziel ist es für uns, durch unser Promo ein wenig Response zu bekommen, damit wir einschätzen können was möglich ist. Natürlich stehen auch jetzt in erste Linie wieder Live-Gigs auf dem Programm. Damit haben wir uns in den letzten Jahren sehr rar gemacht. Das nächste große Ziel, an dem wir schon fleißig arbeiten, ist die erste Full-CD im nächsten Jahr.

HH: Welchen Musikgeschmack habt ihr eigentlich persönlich? Wer sind deine eignen musikalischen Vorbilder und lässt du dich von anderen Bands beeinflussen?

Olli: Interessante Frage, weil bei uns durchaus unterschiedliche Tendenzen herrschen. Chris und Flo haben es eher mit dem melodiösen Metal, was sich aber nicht ausschließlich auf Blackmetal bezieht. Der Max ist trotz seiner jungen Jahren in erster Linie ein richtiger Thrasher und der Michi hört hauptsächlich harten Grindcore und Blackmetal. Ich persönlich habe metalmäßig schon so ziemlich alles mitgemacht, und bin daher sehr unterschiedlich gepolt. Lediglich Power- und Thrashmetal gibt mir nicht so viel. Zu meinen Faves gehören auf jeden Fall Borknagar, Anathema, The Gathering, Cannibal Corpse, Lord Belial, Bolt Thrower oder auch Vintersorg. In Figura würde ich Dave Ingram (B.Thrower), Simen (Ex-Borknagar jetzt Borgir), Alex Webster, "Corpsgrinder" Fisher (beide Corpse) oder Anekke van Giersbergen (The Gathering) nennen.

HH: Sind eure Songs auch konzeptionell verbunden? Aus welcher Intention heraus entstehen deine Songtexte? Was würdest du tun, wenn du nicht die Band als Ventil hättest, um die angetauten Emotionen, Ansichten und Eindrücke herauslassen zu können? Kickboxen? *g*

Olli: Von der Art und Weise her sind die Songs schon verbunden, aber nicht textlich, obwohl ich mir das schon mal vorstellen könnte. Seit ich dabei bin schreibe ich die Texte für unsere Songs. Inhalte sind hauptsächlich Dinge, die mich bewegen bzw. die mir beim ersten anhören der Parts durch den Kopf gehen. Natürlich schildern mir auch die anderen, was sie von meinen Texten halten. Ebenso haben wir aber auch typische klischeebedachte Texte (keinen Satanismus!) oder sogar mal was Sozialkritisches. Welches Ventil ich öffnen müßte um anders meine Aggressionen oder Emotionen zu äußern weiß ich nicht. Die Musik ansich ist für mich ein Ventil.

HH: Sind die Texte gleichbedeutend mit dem Sound, oder hat eines davon höhere Priorität?

Olli: Erste Priorität hat bei uns ganz klar der Sound. Der Sound ist das, was eine Band ausmacht bzw. gibt den ersten Eindruck. Was nützen einer Band gute Texte wenn die Musik total mies ist! Was inhaltlich gesungen wird, kann man meist erst anhand des Booklets nachvollziehen, oder man singt deutsch wie Eisregen o.ä. !!!

HH: Wie findest du die allgemeine Situation in München, zwecks Szene, Konzerte, einschlägige Kneipen usw. ?

Olli: Ich hatte eigentlich in den letzten Monaten den Eindruck, das es mit der Szene wieder bergauf geht. Die Gigs in München waren wieder gut besucht, es gab ne Reihe an Metal-Nachwuchs und ein paar Bands haben sich auch neu gegründet. Großes Problem ist es eben zur Zeit, dass es keinen wirklichen Szenetreffpunkt wie in den letzten Jahren das Amok, das Winchester Arms oder das Inside mehr gibt. Sowas wäre wichtig für München, damit man sich wieder regelmäßig treffen und austauschen kann.

HH: Es steht ja euer erstes Album an. Wann darf man denn damit rechen und mit was ?!?

Olli: Einen genauen Zeitpunkt haben wir noch nicht festgelegt, aber es sollte schon spätestens bis Mitte nächsten Jahres soweit sein. Material dafür haben wir schon genug so das wir locker eine Spieltzeit über 60 Minuten zusammen bekommen. Songtechnisch wird es ein Querschnitt aus dem bisherigen Schaffen von SYCRONOMICA werden. Zur Zeit sehen wir uns noch nach Interessenten (Label, Distributor, Veranstalter, Promoter...) um, die uns eventuell bei der Verwircklichung der CD unterstützen wollen.

HH: Wie bist du eigentlich Gründungsmitglied im "Verein zur Förderung des Heavy Metal in Bayern" geworden?

Olli: Tja, die Leute, die das "Fist Full Of Metal" dieses Jahr auf die Beine stellen und zu denen ich auch gehöre, haben den Verein gegründet, um gleichzeitig ein Zeichen für die Szene zu setzten. Ich war eben von der ersten Stunde an mit dabei. Der Vorsitzende Tego ist ein guter Freund von mir und Kopf von Lost Agony Rec., bei denen ja meine 2. Band Festering Saliva ihr Zuhause hat.

HH: Wann spielst ihr beim Fist Full of Metal-Festival ?

Olli: Tja, wir sind die erste Band des Festival, worauf wir auch stolz sind, und werden am Freitag, den 13.09.2002 um 18 Uhr die Bühne entern.

HH: Danke für das interview

Olli: Dito

Tila

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos

© www.heavyhardes.de