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Interview

Interview mit Beyond The Void (12.07.2002)

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Beyond the void sind der Münchner Garant für getragenen dunklen Rock. Eigentlich gar nicht das Wetter für solche Musik, aber der guten Tila machte das nichts aus und quetschte den Daniel über alles aus, was man zu der Band wissen sollte. Irgendwie hab ich das Gefühl, daß hier zwei Philosophen aufeinander getroffen sind, aber lest selbst.

HH: Wielang gibt es beyond the void schon,wer ist alles dabei,wer macht was und wie habt ihr euch gefunden??

Daniel: beyond the void hat mit dem Jahre 2000 begonnen.
Das Lineup ist:
Daniel Pharos - Gesang + Synthies
Dominik Morgenroth - Lead-Gitarre
Martin Tapparo - Rhytmus-Gitarre
Andreas Bryk - Bass
Benjamin Pflug - Schlagzeug
Rudolf Pfaffenzeller - Synthies

Der Dominik hat die Band zusammengetrommelt damals, ich hab zufällig einen Flyer von ihm gefunden bei einem Dark Tranquility Konzert...

HH: Ja und wann war das zeitlich?? Ist euer persönlicher Musikgeschmack dann gleich?

Daniel: Meine erste Bandprobe mit der Band war am 2.1.2000 :-). Den Moment haben wir mal als Anfang definiert. Martin hab ich noch dazugezerrt, und anfangs war noch Jonny Wittermann am Bass, erst kürzlich hat der Andreas diesen Posten übernommen. Unser Persönlicher Musikgeschmack geht sehr weit auseinander, und trifft sich in der Mitte. Wir sind alle mehr Musiker als Fans die zufällig auch ne Band haben. Wir haben ein Konzept erarbeitet, an das wir glauben, das uns leitet und an das wir uns halten. Denn die Band ist mehr als die Summe ihrer einzelnen Mitglieder. Wichtig zu erkennen.

HH: Ok, jetzt ist das line up aber stabil?

Daniel: Die Situation ist besser als je zuvor. War nie zuvor so zufrieden wie jetzt mit diesem Team.

HH: Wer sind deine iegnen musikalischen Vorbilder,lässt du dich von anderen Bands beeinflussen?

Daniel: Viele Bands sind sehr bedeutsam für mich, sehr breit gefächert.Ich erspar euch ne Liste, bloss positive Happymusik würde man wohl kaum in ihr finden. Aber ich neige persönlich dazu, selber nicht so viel Musik zu hören am Tag... Außerdem versuchen wir unseren eigenen Platz zu finden und möglichst nicht in irgenwelchen Fußstapfen zu laufen...

HH: Also sind eure Songs auch konzeptionell verbunden?

Daniel: Wie gesagt arbeiten wir konstant an unserm Konzept. Wir expandieren in alle Richtungen, da wird man an vielen Fronten hoffentlich Resultate wahrnehmen als "Konsument".

HH: Aus welcher Intention entstehen eure Songs?

Daniel: Wir haben drei unabhängige Songwriter in der Band die Ihre Songs aufnehmen und vorstellen, davon werden die "besten", also die die uns allen am besten gefallen bzw. sich wohl am besten umsetzen lassen realisiert. Die Songs werden dann im Team vollendet. Darüberhinaus ensteht natürlich auch beim Proben so mancher Impuls für neues, spontanes.

HH: Haben eure Texte persönliche Bezüge oder sind sie fiktiver Natur?

Daniel: Die Texte sind meist aber nicht ausschließlich von mir. Meine Texte werden immer persönlicher, da ich mich in dem jetzigen Stand unseres Konzeptes sehr zu Hause fühle. Die Texte sind voller dunkler Schattierungen. Ich verarbeite sehr viel mehr von meinem Inneren als ich mich früher je getraut hätte. Allerdings hab ich jetzt auch mehr loszuwerden als in vergangenen besseren Zeiten...

HH: Für viele Musiker bildet Musik ja ein Ventil, um angetaute Emotionen wie Wut, Liebe und Enttäuschung zu verarbeiten. Wie siehts da bei euch aus? Problembewältigung, quasi eine Art therapeutische Maßnahme?

Daniel: Für mich ganz klar. Bei vielen neueren Songs weiß ich noch ganz genau an welchem Tag in welchem intensiven Moment dieser Song oder dieser Text entstanden ist. Das ist ziemlich krass wieviel persönliche Energie in diese Songs geflossen ist. Aber ich hab für mich mehrfach bestätigt gekriegt dass sich diese Energie auch durch Medium und Lautsprecher fortpflanzt und manche Leute diese empfangen, und das gibt dem Ganzen einen höheren Sinn.

HH: Ist für dich die Band mehr als Summe ihrer Mitglieder ? Bist du religiös? Oder anders gefagt, ist die Musik für dich zugleich spiritueller Ausdruck oder kreativer allein?

Daniel: Ich bin (leider) sehr bodenständig. Ich mein ich hab viel gesehen,und bin ein ganz anderer Mensch als früher, aber manche Wege kann ich nicht gehen da mein innerer Anker mich zurückhält. Passives studieren, liebäugeln und tolerieren: Immer und gerne. Den letzte Funken kann ich nicht garantieren.

HH: Warum bist du gerade mit dieser Band so zufrieden? Wie waren deine Erfahrungen bei deinen Bands davor? Kannst du kurz deine Bandhistory umreissen...?

Daniel: Ich hab bis jetzt noch nie in einem Team von Profis gearbeitet, dass ist für mich ein ganz neues schönes Gefühl. Das fordert heraus. Ich mein, der eine spielt 6h am Tag Gitarre, der andere spielt 6 Tage die Woche den halben Tag Schlagzeug, der nächste spielt 25 Jahre Klavier. Das reißt mit und treibt die persönliche Motivation in ungeahnte Höhen. Ich hab schon bei einigen Bands und Projekten mitgewirkt obwohl ich nicht wirklich früh angefangen hab. Angefangen hab ich mit der Band The Darkness Within (Night Music, 3 Releases) zusammen mit dem Martin, der jetzt auch bei uns Gitarre spielt, dann kam zusätzlich Somber Serenity (Dark Metal, 4 Releases). Die Band Delivion (Dark Alternative Pop) ist mittlerweile ein Project und nimmt in Kürze ein Album auf. Dann gibts noch Die Aybytans (Mittelalter-LiveRollenspiel-Ambiente-Band).
Dazu kommen Projekte wie Worship (Extreme Doom Metal, 4+ Releases), Kult (Grindcore, 1 Release), Neuntöter (Gothic) und andere.

HH: Aha. Dann bist du also gar nicht der typische Hauptwriter, aber eben der Bandleader. Deine Stimme scheint ja gesangstechnisch ausgebildet zu sein?

Daniel: Wir haben trotz vielen Meetings noch nicht die Leadership-Frage endgültig klären können. Zur Zeit sind wir eine Demokratie :-). Ich bin wie in allem was ich tue Autodidakt. Das gilt eben auch für die Stimme. Noch vor ein, zwei Jahren bekam ich noch teils miese Kritik wegen dem Gesang, erst seit ich alle anderen Seile gekappt hab und seit beyond the void meine Mainband ist scheint das ins Gegenteil umzuschlagen. Ich kann mich hier halt viel besser entfalten. Ich persönlich werde wohl nie aufhören nach mehr zu streben denn ich bin nie zufrieden, dennoch verschließe ich mich eventueller positiver Kritik natürlich nicht! :-) Ich werde aber auch nie vergessen wo ich persönlich angefangen habe, da bleibt man selbstkritisch.

HH: Waren die vergangen Zeiten musikalisch bezogen denn besser? Trennst du deine Welten?

Daniel: Musikalisch sicher nicht. Nur meine persönliche Situation läuft andere, düstere Bahnen....

HH: Was sind die Hauptunterschiede zwischen deiner jetzigen musikalischen Betätigung und den vorangegangenen?

Daniel: Ich mach zum ersten mal richtig Musik. Wir haben jetzt keinerlei nicht-musikalische Bedürfnisse zu befriedigen. Wir müssen nicht hart sein, oder böse sein. Wenn wir das wollen, machen wir das. Aber es reicht auch wenn wir einfach nen klasse Song machen. Das ist recht nahe an dem abgegriffenen Begriff "Kunst". Das war früher ganz anders. Da reichte ein Riff und der Gain Regler auf 10 und man war zufrieden.Das ist auch heute noch lustig (klar!!) aber jetzt kenn ich noch mehr.

HH: Ja. Im Dienste eurer Melanacholie, eurer Stimmungen heraus trifft es die Musik auf den Punkt. Bist du offen für Entwicklungen mit weiteren Soundelementen, auch härterer Gangart, oder live-auftrittsmäßig mit Performern und so weiter?

Daniel: Wir sind generell offen für alles, jede Idee durchläuft bei uns gewisse Instanzen (gefällt's der ganzen Band? Passt es ins Konzept? Erfüllt es unseren Qualitäs-Standard?), aber es gibt keine eingebauten Grenzen. Generell sind wir eben viel genreübergreifender als früher. Klar, denn bei uns treffen Musiker aus verschiedenen Richtungen aufeinander...Wir werden schon beim Festival am 19.7. was mit Performern machen, darüberhinaus suchen wir immer Gothic-Performerinnen für unsere Bühne, ihr solltet aus der Nähe von München sein und voller Ideen und Motivation stecken :-) mail@gothrock.de.

HH: Hast du bei all dem überhaupt Zeit für was anderes ? Studium oder Beruf?

Daniel: Jeder hat so seine Prioritäten. Ich hab mich nie gross für Karriere interessiert. Ich war immer Frau-Mensch und Band-Mensch (in dieser Reihenfolge). Nach einigen interessanten beruflichen Irrwegen hab ich jetzt einen ziemlich guten Job, der es mir erlaubt, mehr in meine Band zu stecken. Also generell gibt es da gar kein Problem. Martin studiert Medizin, Dominik studiert Musik, also alles nicht so schlimm wie's aussieht :-)

HH: ..und du bist dadurch also auch professioneller Perfektionist? Ideal meiner Meinung nach für den Durchbruch bzw. erfolg!

Daniel: Hmm, Perfektionist bin ich sicher, aber es ist teilweise frustrierend, dass man immer nur so viel schaffen kann, egal wieviel man sich vornimmt. Da ist noch viel zu machen :-) Und Durchbruch, naja wir sind ja noch nicht die älteste Band, wir haben noch viel Zeit.

HH: Konstruktive Kritik ist unter Bandkonkurrenten ja oft nicht wirklich vorhanden. Sich allem anzupassen, das schreit doch förmlich danach eine Mainband zu gründen, wo du dir und deinem Gesang am nächsten bist. Die Welten lassen sich eben doch nie richtig trennen. Eigentlich gut so, sonst würde uns Konsumenten gute Musik fehlen. Habt ihr schon ein Album? Downloads gibts ja schon über eure Homepage www.beyondthevoid.de.

Daniel: Nein, wir jonglieren noch mit unserem Demo. Wie gesagt, es gibt noch viel zu tun. Erstmal wird der neue Bassist voll in die Band integriert, der nächste Schritt ist dann schon Vorarbeit aufs Album. Wir sind schon am Aufnahme-Termin abstecken...

HH: ...habt ihr vor mal einen Videoclip zu machen für die CD zu machen ? Und habt ihr ein spezielles Artwork für die CD ?

Daniel: Bin für alles zu haben. Ein Video zu haben ist eins meiner größten Ziele :-) Artwork ist so ne Sache, ich bin ja für das Artwork für die Mini-CD zuständig, wg. verschiedenster Umstände zieht sich das aber leider ins Unendliche...

HH: Gab es mit den damaligen Bands Differenzen?

Daniel: Nun mit Somber Serenity hat es sich nach 5 oder 6 Jahren tatsächlich erledigt, ich hab nach der Aufnahme zum ersten Album die Band verlassen, wirklich mal in beidseitigem Einvernehmen, ich hielt's da nicht mehr aus und fühlte mich grenzenlos unterfordert, sie wollten mich nicht mehr haben und spontan Folk Metal machen. So sind beide Seiten zufrieden. Und ich kann sagen, ich hab bis zum Ende weitergemacht und nicht aufgegeben. Auch wenn's nicht so aussieht, die Bands bestanden meist nebeneinander. In meinen Höchstphasen hatte ich 6 Bandproben die Woche (4 Bands). Also kann man die Bands nicht chronologisch sehen. Jetzt hab ich aber nur noch eine Band und ein Projekt.

HH: Other hopes, plans and dreams for the future?

Daniel: Alles ist besser als der Status Quo, also BRING IT ON!

HH: Yeah :-) Noch eine persönliche Frage: Hast du ein Ritual 10 Minuten vor einem Auftritt?

Daniel: NeIn. Meistens noch irgendwas aufbauen oder so, mit unserem Status hat man ja nicht den vollen Roadie-Komfort :-) Ich weiß, das ist nicht das was du hören wolltest.

HH: Naja, mit den roadies kommen ja auch de groupies ;-) Bist du also eher Optimist als Pessimist?

Daniel: Ist man ein Optimist wenn man sagt es kann statistisch nicht mehr schlimmer werden? :-) Jaja, ich weiss, es kann immer schlimmer werden. Aber für mich ist das ein Rundungsfehler der nicht mehr viel ausmacht.

HH: Sonst noch was loszuwerden, eine Botschaft an die welt?

Daniel: Die Botschaft ist eingewoben in meine Songs. Dafür sind sie da. Download now @ www.gothrock.de .(werbung;)Vielen Dank für das Interview, und danke an Heavyhardes für den ständigen Support!

HH: Ok Daniel, vielen Dank auch für den Einblick in dein Dasein, möge die Macht mit euch sein! *G*. Hab dem nichts mehr hinzuzufügen: BRING IT ON

Tila

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