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Konzert-Bericht

Unleashed & In Battle

Titanic City, München 26.11.2004

Die Schwedendeather von Unleashed baten zum Tanz im Rahmen ihrer diesjährigen Europatournee. Es galt, sich auf ein gepflegtes Gemetzel bei dem ein oder anderen leckeren Bierchen einzustellen, stehen Unleashed doch als Paradebeispiel für partytauglichen mitreissenden Old School Death Metal. Die Mannen um Frontplautze Johnny Hedlund haben mit Sworn Allegiance einen Metalbrocken feinster Death Metal Schule rausgehauen und der durfte jetzt ausgiebig promotet werden.

Um 19:30 Uhr wurden die Türen des Titanic geöffnet und nach Begutachtung des Bühnenaufbaus und Merchandingstandes setzte ich mich gepflegt auf einen Barhocker und bestellte schon mal die erste Hefekaltschale. Prost liebe Freunde, so lässt es sich schön an.
Die Polen Yattering hatten sich laut Tourmanager verfahren und erreichten die Location zu spät, um in das livehaftige Geschehen eingreifen zu können. Der Luigi vom TC bestätigte dem Autor dieser Zeilen etwas später diese Aussage und dass die Jungs komplett aus der Tour raus seien. Schade eigentlich, denn ich hatte mir nach dem 2003er Geschoss Genocide doch einiges versprochen von den Knüppelbarden aus dem Geburtsland des Papstes. So musste die Zeit bis In Battle mit einer weiteren Kaltschale überbrückt werden. War aber nicht uninteressant, traf ich doch einige bekannte Gesichter und unseren allseits beliebten Schreiberkollegen Ray, der sich mit diesem Konzert schon mal zünftig auf seinen bevorstehenden Geburtstag einstimmte.
Kurzer Smalltalk mit einigen weiteren anwesenden Unleashed-Jüngern führte zu einem dritten Gläschen Bölkstoff, dazu noch lecker Pizza. Bis jetzt eher eine Gourmetorgie denn ein Hell Of A Konzert. Kurz auf die Uhr gesehen, ich werde ungeduldig, jetzt kann's dann aber losgehen.

Als sich der große Zeiger auf 30 und der kleine zwischen der acht und neun platzierte, gingen die Lichter (nicht meine, die des Saals) aus und die schwedischen In Battle fuhren ihre Blastbeat-DM-Orgie vom Stapel, dass die Lauscher und Körper nett gespült wurden. Jetzt war Krieg angesagt. Okay, das klingt martialisch und etwas metaphorisch übertrieben. Viele Songs wurden vom neuesten Streich Welcome To The Battlefield gereicht, herausragend seien hier "Stonefaced Mountain" und "The Blood Divine" genannt. Die Jungs zeigten –so weit das auf der knapp bemessenen Titanic City-Bühne möglich ist- astreines Stageacting. Die ersten Reihen in der Crowd liessen die Köpfchen mal mehr mal weniger im 2/1000stel Takt kreisen. ;-) Jeder Song wurde von den Fans bejubelt und mit einem "Bittääää!!!" abgesegnet. Alles in allem eine sportlich famose erste Halbzeit, die nach exakt 45 Minuten ihren krönenden Abschluss mit einem auf schwedisch gehaltenen Song fand. Grandiose Vorstellung der Knaben. Die haben wirklich astreine Eigenwerbung betrieben und bestimmt einige neue Fans hinzugewonnen.

Somit hatte ich jetzt Zeit für den nächsten Pausentee aus Weizen und Hefe und nach einem kurzen Rundgang über Merchandisingsecke und Getränkerückgabestelle zurück zur Bar des Vertrauens lärmten in meinem Köpfchen schon ein paar imaginäre Takte von "Mediawhore", was leider in Realität nicht gespielt wurde. Vor lauter Vorfreude auf das noch bevorstehende Massaker ließ ich es mir nicht nehmen, meinen Hefepott voll gefüllt der Schwerkraft zuzuführen, um mit einem kurzen Reflex das Gefäß in 1000 Teilchen zerbersten zu lassen. Mein Ringfinger der linken Hand stand dem leider etwas im Wege und so wurde ich durch die überaus sympathische Bedienung des TC-Teams mit einem feinen Kompressionsverband erstversorgt. Danke an Luigi und sein Team. Allererste Sahne!

Um halb zehn war es dann so weit. Was für ein Hammer!!! Was für eine Party!!! Mit "Winterland" vom neuen Werk wurde das Fest eingeleitet und die ca. 150-köpfige Crowd feierte Unleashed nach allen Regeln der Kunst ab. Zwischen den Songs bedachte das Publikum die Schweden fortwährend mit westkurven-klassischen Unleashed–Sprechchören. Man merkte den Jungs auf der Bühne an, dass sie ihren Spass mit dieser kleinen aber feinen Metalgemeinde hatten. Die Songauswahl war nahezu perfekt, es wurden alle Alben berücksichtigt. Ausgetickt wurde vor allem bei den alten Klassikern der Marke "Into Glory Ride", "To Asgard We Fly", "Never Ending Hate", "Berserk", "Shadows In The Deep" , "Victims Of War" und dem natürlich nicht fehlenden "Death Metal Victory". Was für ein Siegeszug, der Fans und Band noch lange in Erinnerung bleiben wird. Nach 45 Minuten verliessen die Entfesselten das erste Mal die Bühnenbretter. Das Spielchen wiederholte sich noch zweimal und nach knapp eineinhalb Stunden beendete Jonny mit Trinkhorn bewaffnet mit "Before The Creation Of Time" ein Konzert, halt, was sage ich da, ein Spektakel erster Metalkajüte und entliess eine zufriedene Meute in die kalte schwarze Schwabinger Nacht. "Wer soll das noch toppen?", "Hammergeil!" sowie "Mi leggst am Oasch, bin i platt, do legst di nieda, da Hamma" waren nur einige der enthusiastischen Reaktionen eines der besten Gigs des Jahres 2004. So viel Spielfreude, Action, arschtightes Zusammenspiel und massenweise crowdfreundlich eingebaute Mitgröhlparts nach dem Motto "eins, swei, drei, vier.... tschaka tschaka tschaka... näwaaaa änding häiiiieeeeet!!!" Gänsehautfeeling pur, ich kann es mit Worten nicht ansatzweise gerecht beschreiben. Unleashed waren, sind, und werden immer METAL bleiben. Einfach nur geil. Es sei herzlichst gedankt. Wir sehen uns auf den Sommer Festivals 2005 und vielleicht spielt ihr ja im Februar wieder in Südbayern... BIIITTTÄÄÄ!!!!

Siebi

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