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Ctulu - Seelenspiegelsplitter

Ctulu - Seelenspiegelsplitter
Stil: Extreme Metal
VÖ: 11. April 2013
Zeit: 63:47
Label: Nocturnal Empire
Homepage: www.ctulu.de

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Ctulu kommen aus Delmenhorst, spielen dort seit 2004 ihre Art Black Metal, lassen sich dabei von H.P. Lovecraft inspirieren und gehen Ärger gerne aus dem Weg. Daher wurde auch der Bandname kurzfristig ohne die eigentlich nötigen zwei "h" geschrieben, um die passende Lovecraft-Gottheit entsprechend zu ehren.

2005 wurde bereits die erste Demo veröffentlicht und mit Seelenspiegelsplitter steht nun bereits das dritte Album bereit. In den ganzen Jahren gab es ein paar Wechsel in der Besetzung. Im Moment sind Mathias Junge (Gitarre, Gesang), Arne Uekert (Gitarre, Bass, Gesang) und Infernal Desaster (Schlagzeug) mit von der Partie. Von der Urbesetzung ist somit noch Mathias dabei.

Was bekommt man zu hören? Als erstes fällt eine stellenweise bescheidene Produktion auf, bei der das Schlagzeug recht mau und blechern klingt, zwischen Gitarre(n) und Bass nicht groß unterschieden werden kann und der Vokalanteil laut ist. Was insgesamt das Produkt etwas anhebt, da man damit auch schon bei der Stärke der Band angekommen ist. Sämtliche Vokalparts klingen gut. Stellenweise in den cleanen Parts etwas ungewöhnlich, aber mit Ausnahmen annehmbar.

Das kann ich zum Songwriting nicht sagen. Die einzelnen Songs sind, gelinde gesagt, recht beliebig. Ein Konzept konnte ich nicht erkennen und die verwendeten Effekte wie in "Im Widerlicht" machen die Sache nicht besser. Dass sie schöne und ansprechende Melodien schreiben können, zeigen sie bei dem Zwischenstück "Durch Sturmbruch Corridore", was noch dazu ein recht interessanter Titel ist. Sprachliche Kreativität darf man ihnen vorwerfen, aber auch hier meist in positiver Form. Das folgende "Insignia Dragonis", das mit genanntem "Durch Sturmbruch Corridore" eingeleitet wird, ist ein echter Lichtblick. Es kommen stellenweise sogar richtig rockige Gitarrenelemente zum Einsatz. Es ist recht locker anzuhören, nicht verkrampft, sondern freut sich der guten Ideen. Interessanterweise ist aber das beste Stück, wenn auch im Schlagzeug etwas vermurkst, am Ende des Albums zu finden: "Serenadenhallen" sollte besser der erste Titel sein, dem weitere diesen Kalibers folgen. Das hätte eher Potential. Aber auf dieser Scheibe kommt es zu spät.

Leider lässt die Band aber diese positiven Momente immer nur aufblitzen und zieht das Songwriting nicht durch. Der Sound macht sein Übriges. Es ist weder Cthulhus Wahn noch Ekstase, die sich in mir breit machen. Mehr Langeweile.

Insgesamt kann mich die Scheibe nicht überzeugen. Es gibt gute Ansätze, aber der Black Metal-Part bietet wenig Aufregendes und so brutale Fehler wie bei "Tiara aus 10 Phobien", wo mehrere Gesangsparts, sicherlich nicht gewollt, falsch klingen, ziehen die positiven Eindrücke zusätzlich in die Tiefe.

Sophos

2 von 6 Punkten

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