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Horse Latitudes - Awakening

Horse Latitudes - Awakening
Stil: Doom Metal
VÖ: Februar 2012
Zeit: 47:21
Label: Doomentia Records
Homepage: horselatitudes.bandcamp.com

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Den Sechssaiter einfach mal weglassen und stattdessen einen zweiten Bass einspannen ist eine Idee, die nicht all zu oft auf viel Gegenliebe im Metal stoßen dürfte. Viele würden sagen: Da fehlt doch was! Weit gefehlt wenn man das Trio Horse Latitudes betrachtet. Die Herren aus Helsinki kommen nämlich auf ihrem Album Awakening ganz ohne Gitarre aus und das was dabei herausgekommen ist, verdient durchaus das Prädikat hörenswert.

Zugegebenermaßen bewegen sich die drei Finnen weit ab vom Mainstream-Metal und das, was sie spielen, dürfte auch bestimmt nicht jedermanns Sache sein, handelt es sich hierbei doch um Doom Metal mit einem gehörigen Einschlag der zuweilen doch sehr speziellen Spielart des Drone.
Was das für Awakening im Besonderen bedeutet? Dass die Scheibe nicht gerade dazu geeignet ist für Kurzweil zu sorgen, sondern dass man bei den knapp 45 Minuten richtig aufmerksam mithören muss, um die einzelnen Stücke erschließen zu können. Wenn man dazu in der Stimmung ist, dann steht dem Hörgenuss allerdings nichts mehr im Wege.
Dass die sechs Titel keine Up-Temponummern sind, liegt in der Natur des Drone Doom. Hier geht man sehr, sehr langsam ans Werk, man lässt sich alle Zeit der Welt - man hat sie ja. Und diese Zeit räumt man dann auch konsequenterweise jedem einzelnen Ton ein. So dröhnt es meistens also auch auf Awakening ziemlich schleppend, verzerrt und sehr ausladend. Klingt fad? Ist es nicht, im Gegenteil! Die Atmosphäre, die durch das Zelebrieren der Langsamheit entsteht ist verdammt hypnotisch und intensiv. Die seltenen, aber gut gesetzten Ausbrüche in höhere Tempogefilde sorgen für ordentlich Spannung und zwar nicht nur im Moment des Ausbruchs, sondern auch im Ausklingen. Dadurch bleiben die Stücke dynamisch und Langeweile kommt hier bestimmt nicht auf. Der Gesang, welcher gut mit der düsteren Atmosphäre harmoniert, setzt auch den ein oder anderen Akzent und legt nahe, dass die allseits bekannte Doomgröße Candlemass den Bandmitgliedern zumindest vom Hören her nicht unbekannt sein sollte.

Wer also auf schnelle, knackige Songs mit ordentlich Power steht für den ist Awakening mit Sicherheit nichts. Wer allerdings den langsamen, düsteren Tönen und dem Doom Metal im Besonderen nicht abgeneigt ist, der sollte hier durchaus einmal ein Ohr riskieren und die 45 Minuten investieren - es lohnt sich!

Wolf

5 von 6 Punkten

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