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Masterstroke - As Days Grow Darker

Masterstroke - As Days Grow Darker
Stil: Melodic Power Metal
VÖ: 15. Mai 2009
Zeit: 43:09
Label: Dynamic Arts Records
Homepage: www.masterstroke.info

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Masterstroke - die einzige Kapelle, die es bis jetzt schaffte, von mir das begehrte Doppelteufelchen zu ergattern - haben ihr neues Album fertiggestellt. Ich konnte es kaum erwarten, As Days Grow Darker endlich in den Player zu schieben, in dem die formidable Vorgängerplatte Sleep immer noch mit stoischer Regelmäßigkeit ihre Runden dreht, um mich immer wieder aufs Neue zu erfreuen. Wahrlich ein Meisterwerk, das die Finnen damals abgeliefert haben. Aber auch ein Werk, an dem sie sich jetzt messen müssen. Keine einfache Aufgabe!

Nach den ersten Runden stellt sich bei mir erst einmal Ernüchterung ein. Wo sind die unglaublichen Refrains des Vorgängers gelandet, die sich ungefragt im Hirn festpflanzen? Wo sind die fette Gitarrenwand und die feinen Licks hingekommen, die zusammen mit dem treibenden Schlagzeug für den nötigen Druck von hinten sorgten? Immerhin schafft es das charismatische Organ von Niko Rahuala noch immer, mir ein freudiges Grinsen zu entlocken. Die Songs auf As Days Grow Darker sind, wie es der Albumtitel schon andeutet, deutlich düsterer und melancholischer geworden. Stellenweise wird recht unverhohlen aus der Evergrey-Kiste kopiert, was diese Band eigentlich nicht nötig hat, da sie auf Sleep eine frische und unverbrauchte Eigenständigkeit demonstrieren konnte.

Gefühlte fünfhundert Durchläufe später - man kann wirklich nicht behaupten, dass ich mich mit dieser Scheibe nicht ausgiebig beschäftigt habe - wird mir plötzlich klar, dass die Ursache des Übels nicht bei Masterstroke und auch nicht bei deren Songs zu suchen ist, sondern bei dem Hanswurst, der sich hier hinters Mischpult begeben hat. Was soll das?! Wieso so ein dürrer, unausgegorener Scheppergitarrensound? Wieso klingt das Schlagzeug wie eine Reihe Pappkartons? Wieso muss alles so dermaßen klinisch und aufpoliert sein? Wieso ist dieser Knabe nicht wenigstens ein bisschen auf die kraftstrotzende und facettenreiche Musik der Finnen eingegangen und hat dieser einen entsprechend rohen Sound verpasst?

Wie gesagt sind die leicht progressiven, melodischen Songs gar nicht so übel. Zwar fehlen die ganz großen Hits des Vorgängers im Stile von "Killing Creatures" oder des unglaublichen "Turn Away", aber trotzdem haben viele Stücke noch das gewisse Etwas, das Masterstroke aus der Masse der Bands herausheben kann. Die Lieder sind komplexer und epischer geworden und damit natürlich auch sperriger und weniger zugänglich, aber Hymnen wie "As Days Grow Darker", "Unstoppable" oder "Inside Myself" beweisen immer noch, dass Masterstroke ganz hervorragende Songschreiber sind. Wer eh schon im Besitz aller Evergrey-Scheiben und auf der Suche nach neuem Futter ist, darf sich As Days Grow Darker gerne mit in den CD-Schrank stellen, sollte aber den Vorgänger Sleep dann auch direkt daneben platzieren.

Sebbes

4 von 6 Punkten

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