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Midnattsol - Nordlys

Midnattsol - Nordlys
Stil: Nordic Folk Metal
VÖ: 28. März 2008
Zeit: 50:00
Label: Napalm Records
Homepage: www.midnattsol.com/

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Nordlys, das dürfte sogar den Hobby-Wikingern unter uns klar sein: das heißt so viel wie Nordlicht. Das ist ja eine sehr mysteriöse, bezaubernde Angelegenheit, voller mythischer Bezüge und berückender Lichtspiele. Und als Soundtrack für das Schwelgen in diesem Naturschauspiel kann man wohl die zweite Scheibe der deutsch-norwegischen Formation Midnattsol beschreiben: höchst atmosphärisch, elegisch, fein, aber nicht ganz griffig.

Der Hintergrund zur Kombo dürfte bekannt sein: am Mikro steht hier Carmen Elise Espenaes, die Schwester von Leaves' Eyes-Chanteuse Liv Kristine (bekannt aus Funk, Fernsehen und als weibliche Stimme beim Cradle Of Filth-Reißer "Nymphetamine"): diese Dame tat sich 2002 mit Gitarrist Christian Hector zusammen, um wie ihre Schwester eine Gothic-Formation zu starten. Nicht zuletzt dank eines Leaves' Eyes-Gastauftritts (bei "Into Your Light") ergatterten Midnattsol flink einen Labelvertrag und brachten bald darauf ihr Debut Where Twilight Dwells heraus. Angetrieben durch die in vollem Schwange befindliche Hübsche-Frau-Singt-Mit-Metal-Band-Welle, verbuchte man durchaus beachtliche Erfolge und tourte als Support von In Extremo sowie auf diversen Festivals wie etwa Summer Breeze oder bezeichnenderweise dem Metal Female Voices Festival.

Nach doch einiger Zeit legen Frau Espenaes und ihre Mitstreiter (hervorzuheben neben den Herren ist noch Basserin Birgit Öllbrunner, dank der die Kombo gleich zwei blone Grazien vorzuweisen hat) nun ihren Zweitling vor, der thematisch wieder in Gefilde der nordischen Mythologie führt. Mit teilweise norwegischen Songtiteln ("Skogens Lengsel" - klingt gut, gell?) garniert, liefern die insgesamt neun Stücke jeweils höchst atmosphärische, emotional aufgeladene musikalische Inszenierungen, die weniger von der Einzelnummer als vom Gesamteindruck leben. Musikalisch bewegen wir uns zwischen Gothic, härteren metallischen Arealen wie Amorphis und auch auf feinen Melodien a la Nightwish und Kollegen. Manchmal lugen sogar die vielzitierten Iron Maiden vorbei. Als Genrebezeichnung geht "Nordic Folk Metal" wohl etwas daneben, da wir hier weniger folkige Versatzstücke als Soundtrack-Elemente vor uns haben. Vor dem geistigen Auge entsteht ein (Hör)kino, das die Stimmung einer langen Nordnacht kongenial erweckt, wobei beim Am Stück Hören nicht einzelne Nummern, sondern die geschlossene Mannschaftsleistung beeindruckt. Live ist das sicher noch beeindruckender - schon wegen der Grazien.

Holgi

5 von 6 Punkten

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