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Review

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Peach Ftl - Addiction

Peach Ftl - Addiction
Stil: French Grungecore
VÖ: 10. Februar 2008
Zeit: 51:20
Label: Universal Records
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/peachftl

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Armes Frankreich. Sie müssen sich nicht nur mit einem Sarkozy rumärgern, nein, sie müssen mittlerweile schon groß und fett darauf hinweisen, dass da was aus dem Land zu uns rüberschwappt und auch noch Metal sein will. Was auch nicht ganz stimmt. Es kam und kommt durchaus öfter einmal was zu uns, das man Metal nennen könnte. Aber diese Bands halten sich meistens dann sprachlich nicht im Mutterland auf, sondern weichen lieber auf das Englische aus. Passt halt besser. Vielleicht zählen die dann nicht mehr als Franzosen. Wer weiß?

Nicht so Peach ftl. Das sind echte Franzosen, die lassen sich nicht einfach sprachlich verschieben, da wird auf Französisch gegrölt. Warum ist da bisher keine andere Band darauf gekommen? Gut, Noir Desire hat auch auf Französisch gesungen, aber die waren doch ein Stückchen leichter, als was Peach ftl anbietet. Ein kleiner Exkurs: Als Sprachengenie bin ich froh, wenn ich beim Deutschen bleiben darf. Das Englische kann notfalls auch gerne mal dazwischengeraten, das war es dann aber auch mit meinen Fähigkeiten. Wenn mich nun ein russischer Mitbürger auf der Straße in seiner Heimatsprache nach dem Weg fragt, dann fühle ich mich irgendwie immer bedroht. Das Russische wirkt auf seine Weise stets hart, als würde er mich nichts fragen, sondern mir drohen. Das Französische hat hingegen die Eigenschaft, dass man mir sogar die fiesesten Dinge an den Kopf werfen könnte und ich würde doch glauben, dieser Mensch bewundert mich, freut sich mich zu sehen oder Ähnliches. Russisch für Metal - kann ich mir hervorragend vorstellen. Französisch - ne, das klappt nicht.

Die Herren wollen laut eigenen Angaben irgendwo zwischen Metal, Rock und Grunge angesiedelt werden. Was habe ich gefunden? Erstmal viel Core. Genauer Hardcore. Denn es beginnt mit Kreischen und das gibt es immer wieder. Neben dem Kreischen werden aber auch recht ruhige Passagen eingebaut, die sogar hin und wieder grungig wirken (beispielsweise in "Irreversible Envie"). Abwechslung haben sie wunderbarst eingebaut, aber abgestimmt sind die Einzelelemente nicht immer zwingend aufeinander. Das wirkt gelegentlich mehr nach zerschnittenen Legobausteinen. Kann man noch dran arbeiten. Die Musik ist meist hart, hat ruhige Momente zu bieten, auch eine Ballade ist am Ende noch eingebaut, es dominieren in der Regel die Gitarren, auch der Gesang, ob Kreisch oder Clear, hat seinen Anteil. Das Schlagzeug bietet einen gelungenen Sound und auch der Bass arbeitet so, wie man es sich wünscht. Was einfach fehlt, ist die Verbindung zwischen allem, so dass eine Einheit entsteht aus den ganzen Einzelparts.

Ich werde aus der Mixtur nicht ganz schlau. Irgendwie scheinen die Jungs auf der Suche zu sein und das Angebot, was es gibt, scheint ihnen auch zuzusagen, aber leider an zu vielen unterschiedlichen Stellen. Mal sehen, was nach dem Debüt als nächstes zu uns kommen wird. Das zweite Album ist in Arbeit. Hört auf myspace mal in die Songs rein und macht euch selbst ein Bild. Ich für meinen Teil hoffe jetzt auf russischen Metal, das wäre was Feines...

Anspieltipps: L'empreinte, Devoile

Sophos

3 von 6 Punkten

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