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Vital Remains - Dechristianize

Vital Remains - Dechristianize
Stil: Death Metal
VÖ: 21. Juli 2003
Zeit: 60:47
Label: Century Media
Homepage: www.vitalremains.com

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Ihr mögt Gewalt, Melodien und Highspeed? Ihr hasst den Sohn Gottes? Dann ist die neue, inzwischen achte Veröffentlichung der in den achtzigern gegründeten Vital Remains genau das richtige für euch. Die drei Beelzebuben aus Florida machen sich auf, dem sowieso schon angeschlagenen Messias endgültig den Garaus zu machen. Und mit einem solchen Sound im Gepäck kann dieses Wagnis kaum schiefgehen.

Nach einem zweiminütigem epischen Intro geht es auch gleich mit voller Wucht los. Eine knappe Stunde ergreifender, präziser, aggressiver, pfeilschneller Death Metal wartet auf den nichts Böses ahnenden Hörer, vergleichbar mit Bands wie z.B. Hate Eternal, aber auch deutlich vom Sound der 80er beeinflusst. Dabei legten die Herren aber auch besonderen Wert auf Abwechslung und bauen massig Breaks, Tempowechsel und erstaunlicherweise sogar absolut geniale melodische Parts ein, die im Gegensatz zu manchen Genrekollegen nicht irgendein Gedüdel, sondern absolut passend zur bitterbösen Gesamtstimmung des Albums sind.

Aber was kann man auch anderes erwarten, bei diesem Line-Up. Neben Tony Lazaro, dem Gründungsmitglied, liess sich auch das goldene Grunzkehlchen Glen Benton zu einer Mitarbeit überreden. Der Deicide-Halbgott growlt, dass das sich Mikro verängstigt in einer Ecke versteckt, aber das ist man ja gewohnt. Absolut aussergewöhnlich ist aber die Leistung eines gewissen Dave Suzuki. Der Mann lässt auf dieser Platte die Drumsticks fliegen, dass der Grossteil der Konkurrenz sich beim Staunen den Kiefer ausrenkt, spielt souverän den Tieftöner und zaubert Leads und Melodeien aus den Fingerkuppen, dass selbst der Gehörnte Gallensteine vor Neid bekommt. Auch die Morrisound-Produktion ist völlig selbstverständlich allererste Sahne und lässt keine Wünsche offen.

Diese CD ist wie ein Sniper-Gewehr. Schnell, präzise und absolut tödlich. Jedoch ist sie wegen den langen Tracks (6-10 Minuten) kaum als kleiner Snack für zwischendurch geeignet. Wer sich aber die Zeit nimmt, bekommt eine wahre Perle des Death Metals. Absolut Empfehlenswert!

Erinc

6 von 6 Punkten

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