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Warlord - Rising Out Of The Ashes

Warlord - Rising Out Of The Ashes
Stil: Epic Metal
VÖ: 22. Juli 2002
Zeit: 50:44
Label: Drakkar
Homepage: www.warlord.ws

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Das Rezept ist nicht neu und in der Regel geht es eigentlich immer richtig satt in die Hosen: Man nehme eine abgehalfterte Kapelle, die vor Urzeiten ein paar wenig beachtete Scheiben veröffentlichte und sich dann genau so wenig beachtet wieder auflöste. Dem füge man durch den Dunst der Vergessenheit eine Prise "Kult" hinzu und wärme das geschmacklose Einerlei in einem bunten Topf noch einmal auf. Voila - c'est la nouvelle cuisine! Und bitte alle Idioten einmal nachfassen!

Eben so wird uns nun im Falle Warlord die "sensationelle Wiedervereinigung nach fünfzehn langen Jahren des Schweigens" angekündigt - einer Combo, die "über Jahre bedeutender Einfluss für unzählige Bands" war und die nun ein Album abliefert, "das in der gesamten Metalwelt schon jetzt als Klassiker gehandelt wird."

"Kein Wunder!" möchte man der Plattenfirma entgegenbrüllen, schließlich kennt man ja die Hälfte der Songs bereits seit etlichen Jahren. Track "Lucifer's hammer" stammt noch aus seligen Warlord-Zeiten, während "Winds of Thor", "My name is man" sowie "Battle of the living dead" vom mittelalterlichen Mehr-oder-weniger-Nachfolger Lordian Guard eingespielt wurden. (Lordian Guard, Debüt 1995 bzw. "Sinners in the hands of an angry god", 1997)

Mit dem Hinweis, dass "Thunder Child" Zonder seit 1989 bei Fates Warning trommelte, wäre die Bandhistorie dann eigentlich auch schon erzählt gewesen. Wenn .... tja, wenn da nicht die alten Schweden Hammerfall auf ihrem Debüt den Warlord-Song "Child of the damned" gecovered hätten.

Es kam, wie es kommen musste: Warlord-Fan und Hammerfall-Sänger Joacim Cans reanimiert mit der Grundbesetzung Tsamis/Zonder die Band und trällert flugs eine neue Warlord-Scheibe ein. Innovativer Titel des Albums: "Rising out of the ashes."

Aber wat isses denn nu' geworden: Schmackes oder der befürchtete Unfall in die Feinripp?

Mit den ersten drei Songs liefert Warlord genau das, was der Hörer von dieser Besetzung erwartet: tadellos produzierten Melodic-Metal mit Hammerfall-Vocals. Das Ganze wirklich gut, aber auch nicht so herausstechend, dass man deshalb sofort in den nächsten Media Markt stürmen müsste. Die aktuelle Version von "Winds of Thor" bietet dann auf Platz 4 bereits einige kompositorische Finessen, die den Hörer aufhorchen lassen. Der Song hat nicht ganz die Power von Thors Hammer, aber zumindest dessen epische Breite.

Track 5 und 6, "War in heaven" bzw. "My name is man" sind dann nicht nur aufgrund ihrer Listenplätze das eindeutige Zentrum von "Rising out of the ashes". Das hat was! Da verbirgt sich Finesse! Hier tummeln sich ein paar wirklich ausgezeichnete Melodielinien! Erinnern teilweise sogar an die phantastische letzte Falconer. Gerade auch wegen des starken Medieval-Einschlags bei "My name is man". Ein balladesker Song, der allerdings mitunter fast etwas zu zart aus den Boxen säuselt.

"Lucifer's hammer" auf Startplatz 7 ist dann einfach eine alte Nummer. Nett, aber eben altbacken - mit der berühmt-berüchtigten Chorus-Line "The hammer will fall on you." Schließlich leitet "Sons of a dream" mit einem netten Singalong zum finalen "Achilles revenge" über. Von Rache ist beim letzten Song allerdings keine Spur - eher markiert er den versöhnlichen Abschluss einer gelungenen Wiederbelebung. Einer Wiederbelebung, die man letztendlich öfter in den Player legt, als man beim ersten Durchlauf annimmt.

Fazit: Die Hose ist sauber geblieben - schnelle Bewegungen drängen sich allerdings nicht an allen Stellen auf.

Martin

5 von 6 Punkten

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