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Ashes Of Ares - Emperors And Fools

Ashes Of Ares - Emperors And Fools
Stil: Heavy Metal
VÖ: 21. Januar 2022
Zeit: 60:25
Label: ROAR! Rock Of Angels Records
Homepage: www.facebook.com/AshesOfAres

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Glaubt man der Presseinformation, so haben sich Matt Barlow und Freddie Vidales unmittelbar nach Veröffentlichung der letzten Scheibe Well Of Souls an die Arbeit zu ihrem nächsten Album begeben. Das kreative Duo hinter Ashes Of Ares hat sich also gut drei Jahre Zeit genommen für ihren dritten Streich, der auf den Namen Emperors And Fools hört und dann stilistisch tatsächlich nahtlos an seinen Vorgänger anknüpft. Sprich: Ashes Of Ares liefern auch zu Beginn des Jahres 2022 kernigen, manchmal fast schon thrashigen Heavy Metal, der die Wurzeln der beiden Akteure nicht ganz verbergen kann. Ja, Iced Earth sind im Sound von Ashes Of Ares weiterhin präsent.

Davon abgesehen wirkt Emperors And Fools einen Tick aggressiver und finsterer als Well Of Souls. Bestes Beispiel für diese schleichende Metamorphose liefern der treibende Opener "I Am The Night", das darauf folgende "Our Last Sunrise" oder das brachial mit Slayer'schen Riffs daher kommende "By My Blade". Dass Ausnahme-Sänger Matt Barlow besonders gut funktioniert, wenn die Kollegen auch mal ruhigere Töne anschlagen, weiß man seit "Melancholy" und "I Died For You". Drum wundert es auch nicht, dass Emperors And Fools dieser Stärke gelegentlichen Spielraum gibt und am Ende mit den melancholischen Nummern "Primes", dem Titeltrack und insbesondere "Gone" drei Glanzpunkte herausgesprungen sind. An anderer Stelle geht es dafür auch gerne mal progressiv zu Sache, wobei es hier und dort schon anstrengend und hektisch werden kann, wenn Barlows tiefe und hohe Gesangslinien überlagert werden. Da wäre manchmal etwas weniger eben doch etwas mehr gewesen.

Leider können Ashs Of Ares auch die Schwachpunkte des letzten Drehers nicht gänzlich ausmerzen. An Möglichkeiten und Potential mangelt es zu keiner Sekunde, die Gitarrenarbeit und die Riffs sind vorzüglich, aber es ist einfach nur zum Heulen, wenn beispielsweise auf den vielversprechenden Auftakt von "What Tomorrow Will Bring" kein ergreifender Refrain folgen will. Diesem Manko begegnen wir schließlich auch im angepriesenen Finale, nämlich dem achtminütigen "Monster's Lament", das eben nicht über seien gesamte Dauer überzeugen kann, auch wenn man dafür jenen Mann als Zweitstimme mit ins Boot geholt hat, der den ollen Matze vorübergehend bei Iced Earth ersetzen durfte. Falls sich manch ein Metalhead schon lange die Frage gestellt hat, wie es wohl klingen könnte, wenn Barlow und Tim Ripper Owens gemeinsam einen Song einsingen, bekommt im "Monster's Lament" zumindest seine ersehnte Antwort.

Was bleibt ist ein etwas durchwachsenen Album, dem man aufgrund seiner kompositorischen Dichte definitiv ein paar Durchläufe zugestehen muss. (Bei mir hat manch eine Nummer erst beim vierten Mal so richtig gezündet.) Starke Momente gibt es zuhauf, keine Frage, hier und dort hätte die Band aber definitiv noch mehr aus den Songs herauskitzeln können.

Dagger

4 von 6 Punkten

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