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Konzert-Bericht

In Extremo & Thanateros

Babylon, München 21.11.2001

(Fotogalerie)

Hatte ich mich mal wieder auf einen schönen Konzertabend gefreut, wurde mir dieser gleich zu Anfang von der Security versüßt. Scheiße sind die mißtrauisch. Da hat man Pressekarten und dementsprechen auch einen Job zu erledigen und die müssen erstmal alles checken, ob auch alles seine Richtigkeit hat. Mein Gott, als ob es jetzt an meinen 35 Ohren liegen würde, daß In Extremo bei der Tour den Break Even knackt , heijeijei!

Aber was solls, kommen wir zur Musik und damit zum erfreulichen Teil des Abends. Denn die gibt es ja bekanntlich reichlich und in guter Qualität bei Konzerten von In Extremo. Aber zuerst sollte "Thanateros" das Publikum anheizen. Und das verstanden die 5 Leutchens mit ihrem an Paradise Lost erinnernden Sound auch ganz gut. Laut und klar kam der Sound aus den Boxen und die Beleuchtung wurde zu meiner Überraschung schon fast voll aufgedreht, um die Musik zu untermalen. Das hatte den Effekt, daß das Publikum jetzt schon gut mitging und hier und da schon einzelne Matte rumgeschleudert wurden. Wie gesagt, der Sound erinnerte sehr an Paradise Lost zur "One Second"-Zeit und wurde von der Band einwandfrei vorgetragen. Der Sänger sang entsprechend tief und wurde gesanglich von weiblichen Backgroundvocals, die von Bands kamen, unterstützt. Dadurch lockerte man das gesamte Soundgewand sehr auf (im positiven Sinne) und verlieh dem Sound eine gewisse Eigenständigkeit. Auf jeden Fall ein sehr ordentlicher Auftritt. Einziger Kritikpunkt: Als die Band die Bühner betrat, hatte alle Bandmitglieder Felle um die Körper geschlungen, was doch sehr geklaut aussah und den Verdacht weckte, daß man auf der Mittelalterwelle mitreiten wolle, was aber musikalisch gar nicht der Fall war. Also, ab in den Altkleidercontainer mit den Dingern!

Und dann war für kanpp 2 Stunden "In Extremo Zeit". Und das wußten auch die knapp 1000 versammelten Leute (die so kunterbunt gemischt waren wie ein Haribo Colorado Packung), denn als das Intro und dann "Stetit Puella" ertönten, gab es kein Halten mehr. Hüpfen, Tanzen und Mitsingen was das Zeug hält! Ein Hit reihte sich an den anderen, wobei man ein gute Mischung aus allen 3 bisherigen Albem brachte (die Playlists unterschieden sich von Konzert zu Konzert) und damit das Publikum auch sehr zufrieden stellte. Jede, aber auch wirklich jede Zeil wurde mitgesungen und das Toben des Mobs nahm kein Ende. Die Performance der Band ließ auch mal wieder nichts zu wünschen übrig, wobei die ausgetüftelte Koreographie [;-)] der Dudelsackspieler, Handstände und ein brennendes Schlagzeug nur einen kleinen Teil der Höhepunkte darstellte. Die Unmengen an mittelalterlichen Musikinstrumenten braucht man ja schon fast nicht mehr zu erwähnen.
Was ich aber noch besonders anmerken möchte, ist der Dialog des Sängers mit dem Publikum. Denn ich finde es nicht selbstverständlich, daß sich ein Sänger so wie "das letzte Einhorn" auf das Publikum einläßt und sich soviel Zeit für dieses nimmt. Er erklärte viele Liedtexte und dadurch bekam man ein noch besseren Bezug zu den schon geilen Songs, aber man wußte auch endlich mal, über was die da vorn überhaupt singen ;-). Sehr professionell.
Und jetzt brauch mir auch keiner mehr sagen, man kann Musikern keine Spielzeit von fast zwei Stunden jeden Abend zumuten, denn die Leistung, die In Extremo boten, war ziemlich schweißtreibend und ansehnlich und wer sich die Tourdaten anschaut, weiß auch, daß In Extremo eine Europatour nicht in 3 Wochen durchziehen. Daran könnte sich echt ein paar Bands ne Menge abschneiden. Respekt!
Also war es auch kein Wunder, daß nach diesem 110 minüzigen Feuerwerk jeder kleine und große Fan mit einem Lächeln aus der Halle ging. Und die blöde Security hatte ich auch vergessen.

Playlist In Extremo:
Intro
Stetit Puella
Pavane
Krummavisur
Herr Mannelig
Spielmannsfluch
Merseburger Zaubersprüche ll
Le 'Or Chiyuchei
Ai Vis Lo Lop
Die Gier
Omnia Sol Temperat
Vollmond
Rotes Haar
Wind
Villeman Og Magnhild
Lebensbeichte
Werd ich am Galgen
Unterm Meer

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Hiemali Tempore
Vor vollen Schüssel (Acc.)
Natur Nous Semont
Merseburger Zaubersprüche I

Thorsten

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