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Helrunar - Niederkunfft

Helrunar - Niederkunfft
Stil: Black Metal
VÖ: 27. Februar 2015
Zeit: 56:30
Label: Prophecy Productions
Homepage: www.helrunar.com

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Der Name Helrunar stand im Grunde seit Anbeginn für herausragende Qualität. Dem hohen Standard, den man mittlerweile von den Münsteranern gewohnt ist, konnten auch die vergangenen vier Jahre seit dem letzten Studioalbum, dem Doppelschlag Sol, nichts anhaben. Niederkunft, der sechste Streich des Duos Skald Draugir/Alsvartr, ist eine weitere Verneigung vor dem skandinavischen Black Metal der Mittneunziger und erzeugt durch seine ausgefeilte, deutschsprachige Poesie ein Höchstmaß an Eigenständigkeit, ohne die Genregrenzen in eklatanter Weise zu verletzen.

Die Band bleibt ihren Wurzeln also treu und dennoch ist Niederkunft eine Art von Neuanfang. Auf lyrisch-konzeptioneller Ebene ist es das erste Werk, welches sich mit dem Thema Religion in einem historischen Rahmen auseinandersetzt. Auf musikalischer Ebene ergänzen doomige Schwere und beinahe thrashige Riffs das schwarzmetallische Repertoire, während Skald Draugir mit seinem tieferen Vortragsstil einen Hauch Death Metal mit ins Spiel bringt. Hinzu kommt noch, dass Niederkunft wieder einen Tick zugänglicher ausgefallen ist, als es zuletzt auf Sol I und II der Fall war. Das spürt man beim schleppenden Opener/Titeltrack "Niederkunft" und insbesondere bei den Referenznummern "Endkrist" und "Magdeburg Brennt". Deutlich schwerere Kost dagegen serviert das sperrige "Totentanz", für eine Überraschung sorgen schließlich "Devil's, Devil's Everywhere" und "The Hiebner Prophecy", die als erste englischsprachige Songs in die Historie von Helrunar eingehen. Ungewohnt, aber kein bisschen weniger glaubhaft inszeniert als der Rest des Werks, mögen sie den Kundenkreis der faszinierenden Band womöglich auch im Ausland erweitern.

Das Warten hat sich also gelohnt! Mit Niederkunft lassen Helrunar keinen Zweifel daran, auch weiterhin mit an der Spitze des deutschen Black Metals zu stehen. Wer bereit ist, hierfür ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen, findet im limitierten, 48-seitigen Hardcover-Book inklusive zweier Bonustracks eine interessante Alternative zur Standard-Edition im Jewelcase.

Dagger

5 von 6 Punkten

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