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Babylon Whores - Death Of The West

Babylon Whores - Death Of The West
Stil: Death Rock
VÖ: 20. Mai 2002
Zeit: 44:46
Label: Motor Music
Homepage: -

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Von den Babylon Whores kannte ich bisher nur einen Song, der ordentlich nach vorne geht und wirklich sauber rockt. Man stelle sich rotzigen Rock'n'Roll mit satanischen Texten vor...

So war ich natürlich sehr gespannt auf meine erste Vollbedienung und wurde, um das Fazit vorwegzunehmen, enttäuscht. Der Opener "Life Fades Away" knallt noch sauber aus den Boxen und bereitet mich auf eine Highspeed-Achterbahnfahrt vor. Der Rock'n'Roll ist zwar nicht in der Form vertreten, wie ich das erwartet hätte, aber trotzdem geht's gut ab. Der darauf folgende "Hell Abloom" geht dagegen schon etwas gemässigter vor und klingt eher wie ein melodischer Rocksong. Auch der darauffolgende "Mother Of Serpents" legt da nichts mehr drauf und belässt es bei der eingeschlagenen Richtung, tendiert aber eher zu melodischem Gothic Metal und ist mit 7:21 Minuten etwas lang geraten.

Mit Song Nummer vier "Lucibel" wird für mich endgültig der Tiefpunkt erreicht. Klingt man hier doch eher wie To/Die/For, Sisters Of Mercy oder HIM, als nach rotzigem Rock'n'Roll. Quizfrage: man spule eben genannten Song auf 4:24 vor und lausche der Stimme - nach wem klingt das? Verdammt, ich komm nicht drauf... Sachdienliche Hinweise werden dankend angenommen und der erste richtige mit einer CD meiner Wahl belohnt!

Mit dem fünften Song wird endlich wieder der Rockanteil erhöht und so geht "Dating With Witchcraft" endlich wieder etwas besser ab, um das Tempo mit "Death In Prague" auch gleich wieder zu drosseln und in doomige Bahnen zu lenken. Mit "A Pale Horse Against Time" gibt man sich wieder Goth-metallischen Klängen hin, die erstmals von einer Backgroundsängerin veredelt werden. Naja, Sängerin ist vielleicht die falsche Bezeichnung, weil mehr als "Aaaaaaaaiaaaaiaaa" oder "Aaaahahahaaaa" bekommt die gute, namentlich Anna Pienimäki, nicht raus. Nennt man das dann Backgroundstöhnerin? Egal...

Der letzte und achte Track "Eveningland" stellt dann wohl bloss noch sowas wie ein Outro dar.

Tja, was soll ich also von dieser CD halten? Auf der einen Seite gibt es zwei wirklich gute Tracks (1 + 5), aber eben mehr mittelmässige und in meinen Ohren richtig üble Songs (3 + 7), ausserdem sind mir die Songs zu lang. Sehr gut gelungen ist das Cover, wurden hierfür doch Motive von Dürer (z. B. Ritter, Tod und Teufel) gewählt, was aber keinen Einfluss auf die Musik hat. Ich wollt's mir ja eigentlich schönhören, was mir aber nicht gelungen ist und tendiere so zu einer mittelmässigen Bewertung. Leute, die sich an meinen Kritikpunkten nicht stören, sollten aber ruhig mal ein Ohr riskieren. Bekanntlich hab ich ja einen schlechten Geschmack, was melodische, anspruchsvolle und "schöne" Musik betrifft.

Andreas

3 von 6 Punkten

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