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Zora - Gore

Zora - Gore
Stil: Brutal Death Metal
VÖ: 16. April 2010
Zeit: 40:38
Label: Bloodred Horizon Records
Homepage: -

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Kennt jemand noch "Die rote Zora und ihre Bande"? Für die etwas später Geborenen: Das war eine Kinder- und Jugend-Fernsehserie nach dem gleichnamigen Jugendbuch, die Ende der Siebziger Jahre im damals noch komplett öffentlich-rechtlichen Fernsehen lief. Wenn ich jetzt eine CD von Zora zu rezensieren habe, kommen da natürlich Erinnerungen auf. Allerdings kommt ebenfalls das Gefühl auf, ziemlich alt geworden zu sein...

Wie dem auch sei, die Band, deren CD Gore hier besprochen werden soll, kommt aus Italien und von den Bandmitgliedern dürfte kein einziger zu seligen Zora-Zeiten schon auf der Welt gewesen sein. Ist aber auch kein Beinbruch, denn die Musik der Italiener ist eher nicht für Kinder gedacht, das musikalische Massaker hier spricht eher den gestandenen Mann an. Brutal Death Metal haben sich die Kalabresen auf ihr Banner geschrieben ohne Ausflüge in andere metallische Regionen. Übel ist das nicht, was das Trio hier produziert, wirklich bemerkenswert aber auch nicht. Irgendwie klingen sie wie ihre Landsleute Corpsefucking Art, nur ohne jeglichen Unterhaltungswert. Brutal ja, auch mit gehörigem Groove unterlegt, aber eben auch relativ eintönig und ohne irgendwelche Überraschungen, weder im positiven noch im negativen Sinne. Einzelne Songs anzusprechen kann ich mir sparen, große Unterschiede findet man im Material nur sehr schwerlich.

Technisch geht die Sache durchaus in Ordnung, alles ist vorhanden, was man auf einem Release dieser Art erwarten kann. Gegrunze wechselt sich mit Pig Squeals ab, Tieftonriffing ist durchgehend vorhanden und der Schlagzeuger macht sich zumindest bemerkbar, auch wenn seine Schießbude ziemlich künstlich klingt und seine Performance den Stempel "abwechslungsreich" nicht wirklich herausfordert. Auch der Klang des Tonträgers ist recht gefällig geraten und passt recht gut zu dieser Sorte Todesmörtel. Die 40 Minuten Spielzeit wären an sich auch in Ordnung, wenn da nicht eine zehnminütige Pause im letzten Song wäre, die mich richtig nervt. Was soll der Scheiß, wenn danach eh nix mehr kommt? So sind 25 Prozent dieser Scheibe schon mal völlig für den Ar*** und der Rest bestenfalls unauffällig.

Für Alles-Sammler im Gurgelgrunz-Bereich mag das Ding eventuell noch interessant sein, Normalsterbliche vergessen diese Belanglosigkeit nach dem ersten Durchlauf. Da besteht durchaus noch Raum zur Weiterentwicklung.

Hannes

2 von 6 Punkten

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