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Konzert-Bericht

Grave Digger, Orden Ogan & Downspirit

Backstage, München 31.03.2011

Als die Tour bekannt gegeben wurde, war die Freude groß, denn die Teutonen-Metaller Grave Digger wollten gemeinsam mit Grand Magus die Hallen beackern. Es hätte ein Festmahl für die Heavy Metal-Anhänger werden können, doch kurz vor Tourstart mussten Grand Magus leider die komplette Konzertreise absagen, da der Schlagzeuger an einer Thrombose erkrankt ist. Besonders bitter ist dies auch für den Opener Sister Sin, da diese sich die Produktionskosten und den Bus mit Grand Magus geteilt hätten.
Des einen Freud, des anderen Leid, denn so konnten Downspirit und Orden Ogan bei der Tour aufspringen und so hat man wenigsten einen halbwegs passenden Ersatz gefunden.

In München hat derweilen der Frühling begonnen und so reisen wir bei angenehmen 18° C zum Backstage und genießen unser erstes Biergarten-Bier. Da im Backstage mittlerweile täglich Parallelveranstaltungen sind, standen wir auch erstmal in der Schlange für das Madball-Konzert und mussten dort feststellen, dass wir nicht auf der Gästeliste standen. So ging es dann zur wesentlichen kleineren Halle und dort waren wir dann schließlich auch am richtigen Ort angekommen.

Gegen alle Erwartungen ist die Backstage-Halle gut gefüllt, als die Rocker Downspirit um kurz vor acht die Bühne betreten und einen charmanten Set runterzocken. Für ein paar Schmunzler sorgen die Ansagen von Steffen Lauth, der zudem wie ein Replikat von Zed aus der Police Academy-Reihe aussieht. Die Jungs spielen ihr Material sauber runter und können sogar einigen Beifall ernten, für meinen Geschmack sind die Jungs teilweise zu soft und klingen auch gelegentlich etwas altbacken. Nach einer guten halben Stunde ist dann Schicht im Schacht und die Bühne wird für Orden Ogan frei gemacht.

Diese erfreuen sich mittlerweile in Deutschland eines gewissen Bekanntheitsgrades und haben das Publikum sofort auf ihrer Seite. Ihr symphonischer Power Metal passt auch hervorragend zu der Musik des Headliners und den Jungs sieht man den Spaß auch deutlich an. In puncto gewitzte Ansagen kann die Truppe ebenfalls punkten und schafft sich mit Sprüchen, wie "Ich sage - Hey Publikum - und ihr sagt - Fuck you pussies!" ordentlich Sympathiepunkte. So bringen Orden Ogan das Publikum im, mittlerweile vollen, Backstage auf Betriebstemperatur und verabschieden sich mit viel Applaus.

Nun wird es Zeit für die runderneuten Grave Digger, die nun mit Axel Ritt einen äußerst versierten Gitarristen in ihren Reihen haben. Als Chris Boltendahl und seine Jungs die Bühne entern, erklingt lauter Beifall und das Publikum frisst ihnen von der ersten Sekunde aus der Hand. Der erste Teil der Show widmet sich ausschließlich den Schottland-Alben und so werden Hits wie "Hammer Of The Scots", "Ballad Of Mary", "Highland Farewell", "In The Dark Of The Sun", "United We Stand" und natürlich "Rebellion" präsentiert. Passend dazu flitzt Onkel Bolle im Schottenkilt über die Bühne und pusht das Publikum immer mehr durch gewitzte Ansagen.
Dann ist eine kurze Pause, in der sich Chris in sein typisches Denim-and-Leather-Outfit zwängt und man legt mit "Ballad Of The Hangman" fulminant nach. Es folgen Gassenhauer wie "Yesterday", "Excalibur", "Knights Of The Cross", "Last Supper" und "Heavy Metal Breakdown". Superbe Platten wie The Reaper, The Grave Digger oder Liberty Or Death wurden leider überhaupt nicht bedacht. Dennoch liefern Grave Digger 100 Minuten astreine Power hin und entlassen zufriedene Fans in eine milde Frühlingsnacht.

Bei einem Eintrittspreis von 30 Euro war das Konzert sicherlich keine günstige Sache und auch ein qualitativ zweifelhaftes Shirt für 20 Euronen ist kein Schnäppchen. Dennoch haben alle Bands Spaß gemacht, auch wenn der Ausfall von Grand Magus den einen oder anderen traurig gestimmt hat.

Basti

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