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Pantheon I - Worlds I Create

Pantheon I - Worlds I Create
Stil: Black Metal
VÖ: 27. Juli 2009
Zeit: 47:30
Label: Candlelight Records
Homepage: www.pantheon-i.com

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Bereits das 2007er Machwerk The Wanderer And His Shadow hatte gemischte Gefühle bei mir hervor gerufen, zeigten sich die Norweger doch mit einem teils wirren Songaufbau. Entsprechend gespannt war ich also, als ich bei Worlds I Create auf die Starttaste drückte.
Doch Hossa, was kommt mir gleich beim Opener "Myself Above All" durch die Membrane geschallt? Rasend schneller Black Metal, wie man ihn von Skandinavien her kennt, unterlegt mit einer unaufdringlichen Melodieführung. Ja, denke ich mir, so kann sich Black Metal hören lassen, rasendes Drumming und schnelle Gitarren. Doch schon bald wird auch hier das Ruder herum gerissen bzw. auf die Bremse getreten, denn urplötzlich wird das Tempo drastisch reduziert und ruhigere, teils schon fast verträumte Passagen werden in den Vordergrund geschoben, bevor das anfängliche Thema am Ende des über sieben Minuten langen Songs wieder aufgegriffen wird. Dazwischen zeigen sich die Norweger wieder von ihrer experimentellen und teils auch holprigen Seite. Auch "Defile The Trinity" präsentiert sich im bereits erwähnten schwarzmetallischen Gewand, ehe bei "Sepent Christ" Parallelen zu Satyricon deutlich werden. "Ascending" beginnt sehr ruhig und andächtig, bevor es schnell und aggressiv weiter geht. Doch trotz der Schnelligkeit haftet dem Song eine gewisse melancholische Grundstimmung an, was nicht zuletzt an den stets präsenten Keyboards liegt, die den Song im Hintergrund mit einer unauffälligen Melodieführung versorgen. Zudem wird hier das erste Mal auf diesem Album klarer Gesang eingesetzt, was die Melancholie noch verstärkt und einen guten Kontrast zu den ansonsten gekeiften Vocals bildet. Das finale "Written In Sand" ist auch ein Wechselbad der Gefühle und spiegelt alles wider, was Pantheon I beschreibt: ruhige Klänge, ein Keyboardteppich, aggressive Ausbrüche, wütende Vocals, rasende Gitarren, Breaks, Tempowechsel, Sperrigkeit und ein ruhiger Streicher-Ausklang.
Auf ihrem dritten Album haben sich Pantheon I sichtlich weiter entwickelt und auch das Songwriting ist um einiges griffiger als noch auf dem Vorgänger. Wer auf Black Metal ohne Scheuklappen steht, sollte hier mal das ein oder andere Ohr riskieren.

Ray

5 von 6 Punkten

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