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Deathevokation - The Chalice Of Ages

Deathevokation - The Chalice Of Ages
Stil: Death Metal
VÖ: Februar 2007
Zeit: 61:01
Label: Xtreem Music
Homepage: www.deathevokation.com

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Mein Gott, was für ein Debüt-Album!
Ich glaub's ja fast immer noch nicht, aber die Scheibe hat mich doch aus den Socken gehauen.
War ich schon sehr neugierig, als ich in Beschreibungen der Band Namen wie "Bolt Thrower", "Benediction" und "Entombed" lesen durfte, war's völlig um mich geschehen, als der Silberling endlich im Player lag und aus den Boxen erklang: Die Mucke hat Wucht, sie hat Eleganz, sie ist umwerfend.
Das erste, was mir in den Sinn kam war: Hypochrisy!
Die Scheibe darauf zu beschränken, täte ihr aber völlig Unrecht, zumal beim weiteren Hören noch ein zweiter Name auftauchte: Paradise Lost!
Ja, hier wurden die besten Zutaten beider Bands zu einer Melange vermischt, die an Durchschlagskraft ihresgleichen sucht.
Das Grund- sprich Rhythmusgerüst von Hypochrisy, die Gitarrenleads von Paradise Lost, so wird der Hörer in den Bann dieses Werkes gezogen.
Langsam, ohne wirklich in Doomdeath-Gefilde abzudriften, massiv, brutal, aber gleichzeitig auch oft melancholisch, hin und wieder mit schnelleren Parts aufgelockert, dann wieder fast traurig, das ist ganz großes Kino!
Trotz des verhalteneren Gesamttempos fehlt es nicht an Doublebass-Passagen, sogar ein paar Blastbeats vermag man zu finden. Dann wieder laden Akustikparts fast schon zum Träumen ein. Hier wird wirklich Abwechslung geboten, ohne zusammengewürfelt zu erscheinen.
Das hat vor allem einen Grund: Das Songwriting ist meiner Meinung nach einfach Spitzenklasse! Da hat jemand ein Händchen dafür, Stimmungen zu erzeugen, ein Gespür für Melodien und Dramatik, ohne auf die nötige Brutalität zu verzichten.
Die ganze Scheibe klingt in sich geschlossen, eine durchweg homogene Mischung aus allen bisher genannten Zutaten.
Die tolle Produktion tut ein Übriges: Sehr tiefenbetont, ohne stumpf zu wirken. So kommen alle Instrumente zur Geltung, ohne einen einzelnen Bereich zu weit in den Vorder- oder Hintergrund zu rücken: Die Gitarren bilden eine solide Wand, Bass und Drums ein Fundament, auf dem sich aufbauen lässt und obenauf thront der Gesangspart, eine Art gurgelndes Röcheln, das perfekt zur Musik passt und auch auf Dauer nicht eintönig wirkt.
Ganz besondere Erwähnung verdient noch der Abschlusssong "As My Soul Gazes Skywards": Das ist das beste Stück Death Metal, dass ich seit Bolt Throwers Geniestreich "...for Victory" gehört habe. Dramatik pur, ein akustischer Beginn, der sich zu einer fast traurigen Stimmung aufschwingt, als die anderen Instrumente einsetzen und dann wieder ein ganz sanfter Ausklang, der die CD würdig beendet. Hier scheint das Songwriting am allerhellsten, das ist eigentlich kein Song mehr, das ist ein Monument! Besser hätte das auch Peter Tägtgren nicht hinbekommen.
Und noch mehr des Lobes von mir: Über eine Stunde Spielzeit sind heutzutage auch nicht immer üblich, schon gar nicht bei einem Erstlingswerk. Hier gibt's value for money.
Egal, wie lange ich suche, ich finde einfach nichts an dieser Scheibe auszusetzen.
Ein grandioses Debüt!

Hannes

6 von 6 Punkten

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