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Amara - Conspiritualized

Amara - Conspiritualized
Stil: Melodic Rock
VÖ: 2002
Zeit: 49:02
Label: Dragon Records
Homepage: -

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Die Briten mit dem fast unaussprechlichen Album-Namen gibt's seit 2000, also noch nicht wirklich lange. Umso mehr verwundert es, dass sie sich neumodischen Einfluessen total entziehen und richtig kraftvolle Mucke in der Schnittmenge zwischen Hardrock und Metal zocken.
Fans von Guns'n'Roses werden an ihnen sicherlich Gefallen finden. Vor allem die Stimme des Saengers erinnert streckenweise an Axl Rose, wobei sie Gott sei Dank nicht oft die "Saege" drin hat, die einem an den Nerven kratzt. Vor allem das fuenfte Stueck "War Is My Name" koennte auch aus der Gunners-Kueche stammen. Der Rest des Songmaterials jedoch klingt recht eigenstaendig.

Die Band hat bereits ausfuehrlich in GB getourt und auch eine Europatour als Support von Slashs Snakepit durchgezogen. Das merkt man, die Stuecke wirken nicht zusammengestueckelt, sondern wie aus einem Guss - man kann sich richtig vorstellen, dass sie aus spontanen Jam-Sessions entstanden sind.

Die Stuecke sind zum groeßten Teil in entspanntem Tempo gehalten, werden aber nicht langweilig, sondern kommen huebsch groovy rueber. Die ersten drei Tracks stellen die Weichen fuer froehlichen Rock, der vierte Song "Kali" fuehrt dies fort, schließt aber auch indische Gesangsparts ein, die exotisches Flair verbreiten, aber trotzdem dazupassen. Es finden sich ueberhaupt auf der CD viele verschiedene Einfluesse, die sauber zu einem eigenen Sound zusammengeschmiedet wurden. Der Sound an sich kommt von Mike Frankland und Damian "Dimmer" Blackwell, zwei Produzenten des Labels. Sie haben ihren Job relativ gut gemacht, nur manchmal steht mir die Stimme des Saengers zu sehr im Vordergrund, was zu Lasten der Gitarren geht.

Die CD selbst bleibt abwechslungreich, vom froehlichen "Offline" ueber das melancholische "Could" und das heavy "Forbitten Fruit" zum "As Our Mother Slowly Dies" (ein langsames Lied mit wunderschoener Gitarrenarbeit). Das Cult-Cover "She Sells Sanctuary", fuer das wohl auch ein Video gedreht wurde, ist eine sehr gute Wahl, da es im Amara-Gewand perfekt zum restlichen Songmaterial passt.
Der Name des elften Liedes "Beautiful Song" ist Programm: eine Ballade mit viel Akustikgitarren und fließenden Melodien, wunderschoen.
Der Schlusspunkt "Joanna" wiederum kehrt zum Anfang der CD zurueck und rundet ein gelungenes Debuet-Album knackig ab.
Als versteckter 13. Track findet sich dann nochmal der zweite Song "Nine Nights" mit ein paar eingestreuten Keyboard-Streichern, die man allerdings mit der Lupe suchen muss und die den Charakter des Liedes nicht beeinflussen. Haette man sich sparen koennen. Denn auch mit 12 Songs, 11 davon selbstgeschrieben, ist diese CD wirklich Value for Money. Empfehlenswert!
Auch die Homepage ist toll, schaut mal hin!

Kara

5 von 6 Punkten

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