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Most Precious Blood - Merciless

Most Precious Blood - Merciless
Stil: Hardcore
VÖ: 21. Oktober 2005
Zeit: 41:06
Label: Roadrunner Records
Homepage: www.mostpreciousblood.com

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Obwohl der Introsong "Shark Ethic" durch ein flottes Keyboardsolo recht abwechslungsreich beginnt, zeichnet sich nach längerem Anhören der Scheibe immer deutlicher ein Gefühl der Langeweile ab.

Zwar zeichnet sich das neue Album der Jungs (+ Dame) von Most Precious Blood durch viele hüpf - und partytaugliche Passagen aus, was mich aber nicht gerade dazu animiert, das Ding länger als nötig im Player zu lassen. Laut Aussage des Promozettels "legen die jungen Kämpfer den Finger tief in die Wunden einer entmenschlichten Gesellschaft" - schön. Vielleicht fehlt mir auch wirklich nur die Fähigkeit, die Tiefsinnigkeit der Lyriks und den künstlerisch hohen Gehalt der Scheibe zu erkennen. Die Marschroute der Wut und Gesellschaftskritik wird zwar konsequent verfolgt, doch was hilft einem das? Für mich bleibt festzuhalten: Geboten wird Standard - Hardcore der alten Schule, nicht mehr und nicht weniger.
Innovation sucht man vergebens auf der Platte, trotz einiger kleinerer experimenteller Ansätze. Zwar kann der Sänger sein Handwerk durchaus, auf Dauer geht einem das "ausdrucksstarke" Gebrüll jedoch gehörig auf den Zeiger. Die wenigen Lieder, die auf der Scheibe wirklich ins Auge fallen sind das flotte "Two Men Enter, One Man Leaves", bzw. die Abrissbirne "World War You". Die Spieldauer ist mit ca. vierzig Minuten zwar knapp, aber noch im Rahmen. Das Albumcover wurde in den USA und Deutschland übrigens zensiert, da es eine im frühen Verwesungsstadium befindliche menschliche Leiche zeigte. Lecker.

Hardcore Fans der alten Schule, die auch Einflüssen aus Noisecore und Metalcore offen gegenüber stehen, finden mit diesem Album sicher die Erfüllung, ich jedenfalls nicht. Sorry.

Robert

2 von 6 Punkten

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