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ITísALIE - Lilith

ITísALIE - Lilith
Stil: Heavy Rock
VÖ: 18. September 2020
Zeit: 45:11
Label: ROAR! Rock Of Angels Records
Homepage: www.facebook.com/itsalieband

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Wer sich zuletzt die Musikvideos zu den Songs "Fiesta Y Copas", "Death Letter" oder "Last Exit Hell" vom letzten Sinner-Album Santa Muerte angesehen hat, dem wird wohl unweigerlich aufgefallen sein, dass da plötzlich ein junges Mädel zwischen all den alten Recken gründlich am Mikro mitmischt. Giorgia Colleluori heißt die Italienerin, die es mit ihrer kraftvollen und facettenreichen Stimme ins Line-Up der deutschen Metal-Institution geschafft hat und darüber hinaus im Rahmen der Rock Meets Metal-Konzertreihe schon mit Stars wie Alice Cooper, Ian Gillan und Frank Rossi die Bühne teilen durfte. Dass es bei solch einer Vita irgendwann auch einmal an der Zeit für ein eigenes Album ist, liegt wohl auf der Hand und hier ist es schließlich: Lilith nennt sich das Debüt der frisch aus der Taufe gehobenen Band IT'sALIE. Damit die ersten Schritte nicht in einem Straucheln enden, hat Frau Colleluori ein paar fähige Musiker aus der italienischen Metal-Szene an die Instrumente gestellt und Mat Sinner übernahm als Produzent und Co-Songwriter quasi die Schirmherrschaft für Scheibe. Zudem ließ er es sich nicht nehmen, ein weiteres Mal mit seiner jungen Kollegin ins Duett zu treten und macht die Nummer "Hurt", die glatt als Fortsetzung von "Last Exit Hell" durchgehen könnte, zum sicheren Gassenhauer. Auch Mats Primal-Fear-Kollege Alex Beyrodt ließ es sich nicht nehmen, ein Solo zum Opener "Silver" beizusteuern. An Support hat es der Italienerin also sicher nicht gefehlt. Daher wundert es nicht weiter, dass auf Lilith einige richtig cool rockende Songs zu finden sind, die einen weiten Bogen von Joan Jett über klassischen Heavy Metal bis hin zu melancholischen Gothic Vibes spannen. "Lost" und "Wind" sind zwei dieser dezent verdunkelten und stimmungsvollen Songs, die für Gänsehaut sorgen können, wobei gerade "Wind" mit seinen im Midtempo stampfenden Rhythmen und dem eindringlichen Refrain das Zeug zum geheimen Album-Hit hat. Als flott gerockter Ohrwurm spielt sich der Song "Fire" schnell ins Gedächtnis, im beachtlichen Heart-Cover "Barracuda" tritt Giorgia in die Fußstapfen von Rock-Röhre Ann Wilson und mit "Eyes" ist auch eine unter die Haut gehende Ballade mit an Bord. Für Abwechslung ist also gesorgt, während die Band-Chefin die weite Bandbreite ihrer Stimme von tiefer und sinnlicher Harmonie bis hin zum dreckigen Reibeisen und hohen Screams zur Schau stellt. Gut, ein paar Füller und Songs, die nicht ganz rund laufen, sind auch dabei. Gleich der Opener "Silver" und die Nummer "Ghost" wirken beispielsweise etwas sperrig und im Bereich der Vocals einen Tick zu akrobatisch und "Devils" schwächelt neben einem klassischen Metal-Riff und lässigen Boogie-Rhythmen leider im Refrain. Aber wie heißt es so schön: es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und am Ende überwiegen auf Lilith definitiv die positiven Eindrücke.

Dagger

4 von 6 Punkten

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