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Festival-Bericht

Summer Breeze

mit Amon Amarth, Opeth, Cyrcus, Sheephead, Dreamshade, Cypecore, Second Relation, One-Way Mirror, Razor Of Occam, Vomitory, Cataract, Powerwolf, God Dethroned, Katra, Deadlock, Vader, Grand Magus, Jack Slater, Unheilig, Sylosis, Equilibrium, Psycroptic, J.B.O., Beneath The Massacre, Walls Of Jericho, Hackneyed, Kreator, The Red Chord, Backyard Babies, Anaal Nathrakh, Corvus Corax, Misery Index, Katatonia, Hate Eternal, Suffocation, Carnifex, The Faceless, Unsun, The New Black, The Cumshots, Battlelore, Callejon, Nim Vind, The Other, Sacred Steel, Psychopunch, Skyforger, The Haunted, Black Messiah, Entombed, Obscura, Schandmaul, Koldbrann, Sabaton, Urgehal, Life Of Agony, Cynic, Amorphis, Vreid, The Sorrow, Haggard, Firewind, Protest The Hero, Raunchy, Elvenking, Benighted, Black Sun Aeon, The Storm, Before The Dawn, Grave, Krypteria, Born From Pain, Unlight, Epica, Narziss, Brainstorm, Waylander, Evergreen Terrace, Excrementory Grindfuckers, Moonspell, Hate, Legion Of The Damned, Ghost Brigade, Volbeat, Evocation, Voivod, Bury Me Deep, Dagoba, Deathstars & Secrets Of The Moon

Flugplatz Sinbronn, Dinkelsbühl 13. - 15.08.2009

(Fotogalerien: Summerbreeze2009 )

Freitag, 14.08.2009

Da Unsun und The New Black nicht wirklich zu meinen Favs zählen, begann der nächste Festivaltag für meiner einer mit den The Cumshots. Hier war vor allem interessant, ob die Musik, die mir auf CD eher mittelprächtig gefällt, live mehr Durchschlagskraft besitzt. Tut sie wirklich, denn vor allem das Stageacting von Mainman Max Cargo war dazu angetan, dem zu diesem Zeitpunkt noch etwas spärlich anwesenden Publikum den letzten Rest Sand aus den Augen zu pusten. Schön rotzig und authentisch war der Auftritt und man nahm der Band diese Attitüde auch jederzeit ab. Besonders zu erwähnen gilt hier das völlige Fehlen von Berührungsängsten seitens Herrn Cargos, denn er bequemte sich doch glatt von der Bühne herunter zum gewöhnlichen Volk. Das nenne ich mal Fannähe und machte den Gig wesentlich besser als die Mucke aus der Konserve!
(Hannes)

Was ich von Battlelore nicht behaupten kann. Oh, schick sehen die Herren und Damen Musiker in ihrer Gewandung schon aus, kein Zweifel. Aber musikalisch erzeugen die Auftritte der Finnen bei mir regelmäßig Langeweile. Und so wirklich sprang der Funke auf das Publikum auch nicht über, auch wenn es schon ein paar geschwungene Langhaarfrisuren zu bewundern gab. Ist wohl eher was zum Zurücklehnen und wem's gefällt, dem darf es auch gefallen, ich selbst werde einfach nicht warm damit.
(Hannes)

Der danach drohenden Kajal-Vergiftung durch Callejon elegant durch eine Essenspause entkommend, gönnte ich mir die Auftritte von Nim Vind, The Other und Psychopunch aus sicherer Entfernung, wobei zu konstatieren ist, dass alle drei Bands recht gut bei den Anwesenden ankamen. Besonders bei Psychopunch ärgerte ich mich im Nachhinein, nicht vor der Bühne gewesen zu sein, denn der Sound der Schweden hat mir wirklich gut gefallen. Das nächste Mal wird mir das nicht mehr passieren!
(Hannes)

Somit fand ich mich erst wieder zu The Haunted vor der Main Stage ein. Mittlerweile war es schon recht heiß geworden, was dann dazu führte, dass die Schweden zwei Songs brauchten, um richtig zum Publikum durchzudringen. Dann aber gab es kein Halten mehr seitens der Menge vor der Bühne und die Arena kochte wortwörtlich über. Die Jungs sind einfach gut und das Volk wusste es zu schätzen. Alles war in Bewegung, auf der Bühne genauso wie davor und das trotz der tropischen Verhältnisse. Der erste Gewinner des Tages stand somit für mich fest und kam aus dem Land der Elche.
(Hannes)

The Haunted sind immer ein Garant für einen gelungenen Live-Gig. Mit bzw. hauptsächlich dafür verantwortlich ist Fronter Peter Dolving, der mit seinem symphatischen Auftreten eigentlich sofort einen guten Draht zum Publikum findet. Auch hier sollte es nicht anders sein, Peter ist und bleibt ein großartiger Sänger und Entertainer, der der Meute mit viel Humor ordentlich einheizt. So hält er eine kurze Rede gegen Metalcore und Kommerz, nur um gleich danach "Trenches" als den The Haunted-Metalcore-Song auszurufen. Schließlich steigt er von der Bühne ins Publikum und teilt die Anwesenden in zwei Hälften für eine ordentliche Wall Of Death, redet weiter munter vor sich hin und schüttelt nebenbei noch ein paar Hände. Dann geht's zurück zur Bühne um endlich den Song zu spielen und die gespannten Massen aufeinander loszulassen. Großes Kino! Das alles soll aber die Leistung der restlichen Mannschaft in keiner Weise schmälern, die die Songs äußerst tight und engagiert durch die PA feuert und somit genauso zum Gelingen des Auftritt beiträgt. Starke Show, die definitiv mehr Publikum verdient gehabt hätte.
(Lord Obirah)

Der Zeitplan ließ dann noch einen kurzen Blick ins Zelt zu Black Messiah zu, um zumindest zu folgendem Urteil zu gelangen: ganz nett. Da gefällt mir die Musik vom Tonträger besser.
(Hannes)

Aber schnell wieder zurück zur Pain Stage, um die Legende Entombed mitzuerleben. Leider fand ich den Gig keineswegs legendär, zu uninspiriert wirkte die Performance der Kapelle auf mich. Ich finde es ja sogar recht erheiternd, dass L.G. Petrov aus der Entfernung eine leichte Ähnlichkeit mit dem Undertaker aufzuweisen scheint, aber das machte den Gig auch nicht besser. Vor allem im Gitarrenbereich fehle mir doch einiges an Druck; da, wo früher Uffe Cederlunds Sechssaitige für wohliges Schaudern in den tiefen Bereichen sorgte, herrschte an diesem Tag gähnende Leere. Oder war der Sound nur bei mir so dünn?
(Hannes)

Ebenfalls ein Garant für packende Live-Shows sind die schwedischen Death Metal Urgesteine Entombed und das sieht nicht nur der Schreiberling so, sondern auch der Rest der Anwesenden. Als L.G. und Co schließlich die Bühne betreten und so richtig in die Saiten greifen, gibt es vor selbiger kaum noch ein Halten. Moshen und Toben ist angesagt, was aber angesichts des starken Songmaterials auch keine Schwierigkeit ist. Egal, ob alte oder neue Lieder ihren Weg an die Ohren der Zuhörer finden, immer gibt es lautstarken Beifall, über den sich Fronter L.G. freut wie ein kleines Kind, dem man ein Eis geschenkt hat. Da fällt es auch gar nicht auf, dass Entombed mit einem Ersatzbassisten namens Victor angereist sind, weil der etatmäßige Basser Nico Elgstrand zu Hause seiner Frau bei der Geburt ihres Kindes beisteht. Auch wenn ich mich wiederhole, die Spielzeit ist viel zu knapp für eine Band wie Entombed, deshalb hier die Forderung nach einem Platz auf der Main-Stage beim nächsten Besuch von Entombed beim Summer Breeze!
(Lord Obirah)

Wie dem auch sei, ich war recht enttäuscht und nutze deswegen die Gelegenheit, rechtzeitig zum Auftritt von Obscura im Partyzelt zu sein. Wie befürchtet war das Zelt bei Weitem nicht so gefüllt wie bei jeder dahergelaufenen Dudelcombo, was aber auch dazu führte, dass ich erstens einen sehr guten Platz ergattern konnte und zweitens die Temperaturen im Zelt noch halbwegs im grünen Bereich blieben. Und es hatte sich gelohnt, rechtzeitig im Zelt zu erscheinen, denn Obscura legten einen Auftritt vom Allerfeinsten hin! Nicht nur die Musik war, wie zu erwarten, über jeden Zweifel erhaben, nein, auch die Musiker zeigten Präsenz auf der Bühne und wirkten nicht wie ein paar Autisten, die ihre Noten herunterspielten, was bei technischen Death Metal-Combos leider keine Selbstverständlichkeit darstellt. Dieser Gig war einfach ein Kleinod und ich hatte meine erste wirkliche Überraschung und auch noch eine positive. Großes Ohrenkino!
(Hannes)

Obscuras Auftritt überschnitt sich zeitlich mit dem von Schandmaul auf der Hauptbühne, was dazu führte, dass ich nur den zweiten Teil davon mitbekam. Der aber hat mir recht gut gefallen und wurde gegen Ende sogar sehr emotional. Gar nicht übel.
(Hannes)

Auf Obscura bin ich insofern gespannt, da ich nur den Namen der Band, aber keine Lieder derselbigen kenne. Den Menschenmassen im Party-Zelt zufolge gehöre ich damit aber zu einer kleinen Minderheit. Umso entzückter bin ich, das Material der Jungs aus München zu hören, denn hier paart sich technische Finesse mit komplexem aber dennoch geschicktem Songwriting, so dass man die Lieder nicht nur daheim vor der Anlage genießen kann, sondern auch live vor der Bühne mit feinem und vor allem funktionierendem Death Metal versorgt wird. Obscura sind äußerst symphatisch und freuen sich sichtlich, hier auf dem Summer Breeze spielen zu dürfen. Die Band präsentiert sich als tighte Einheit, die aber trotz aller Komplexität nicht auf der Bühne festgenagelt ist. Das macht Spaß, das ist fein und lässt den Gig zu einem kleinen Triumphzug werden, der mit viel Beifall bedacht wird. Weitere Auftritte auf dem Summer Breeze werden sicherlich mit größerer Bühne und längerer Spielzeit belohnt!
(Lord Obirah)

Die darauf folgenden Sabaton hatte ich schon mal live gesehen und war damals alles andere als überzeugt von der Band. Umso überraschter war ich von der Qualität dieses Auftrittes, denn die Band versprühte Energie ohne Ende, Spielfreude und Spaß am Gig, was sich ohne Verzögerung aufs Publikum übertrug. Vom ersten Ton an war Party angesagt und auch wenn ich die Songs der aktuellen Scheiblette, die am Anfang gespielt wurden, noch nicht kenne, hat diese Leistung auch mich mitgerissen. Ganz um mich geschehen war es dann aber, als Kracher wie "Primo Victoria", "Attero Dominatus" und "Panzer Battalion" zum Besten gegeben wurden, da stand die Bühne in Flammen und die Menge war einfach glücklich. Zum krönenden Abschluss gab es noch "Metal Machine" und ich hatte meine zweite positive Überraschung.
(Hannes)

Als Life Of Agony ihre erst Platte River Runs Red anno 1993 veröffentlichen, sind viele der Anwesenden beim Summer Breeze 2009 nicht mehr als ein Glitzern in den Augen ihrer Eltern. Entsprechend finden sich auch vornehmlich ältere Generationen vor der Bühne ein, als Keith Caputo und Co. zum Stelldichein bitten. Der kleine Mann mit der großen Stimme ähnelt dabei aufgrund von Sonnenbrille und halb langen Haaren massiv an Ozzy Osbourne, kann aber definitiv besser singen, als der alte senile Herr. Die lichten Reihen im Publikum lassen sich aber aufgrund der unfreiwillig gebotenen Freiräume nicht beirren und feiern mit Life Of Agony einen zünftige Party. Keith gibt auf der Bühne den aktiven Flummy, der ein Glas Wein nach dem anderen zu sich nimmt und wann immer sich die Möglichkeit bietet zu den Songs tanzt. Der kleine Mann lebt seine Musik auf der Bühne wie kein zweiter. Dabei schafft er es sogar, dass sich bei "I Regret" ein winzig kleiner Circle-Pit vor der Bühne bildet, was so Manchem ein breites Grinsen aufs Gesicht zaubert. "Bad Seed" entpuppt sich kurz darauf als Hüpfübung für die Zuschauer und bei "Through And Through" geht schließlich völlig die Post ab. Und wie es oft so ist, wenn man Spaß hat, vergeht die Zeit wie im Flug, so auch bei diesem Auftritt und ehe man sich versieht, verschwindet die Band hinter der Bühne und lässt strahlende Fans zurück.
(Lord Obirah)

Cynic im Zelt dagegen konnten mich keinen Augenblick fesseln, irgendwie hat mich dieser Auftritt nicht erreicht, was mir aber genug Zeit ließ, mir meinen Platz zu Amorphis zu sichern. Ok, ich sollte wohl besser zugeben, dass ich mir eher einen brauchbaren Platz für Amon Amarth verschaffen wollte und dabei Amorphis mitnahm. Schöne Show, recht entspannt, aber nicht mein Ding. Egal, es kann einem nicht alles gefallen, andere hatten ihre Freude daran.
(Hannes)

Als alter Fan der Band Amorphis war der Freitagabendtermin vor der Painstage quasi Pflicht für mich. Dennoch ging man mit gemischtem Gefühl dorthin, weil der Sound eventuell qualitativ nicht so gut sein konnte und weil Amorphis in den letzten Jahren nicht das glücklichste Händchen für ihre Setlist hatten. An diesem Abend wurden jedoch beide Zweifel schnell ausgeräumt, da der Sound ansprechend war und die Band tief in die Klamottenkiste der Alben griff. Natürlich konnte nicht jeder Wunsch erfüllt werden, aber solche Schmankerl wie "My Kantele" oder "Castaway" ließen die Stimmung steigen. Die Show war so, wie man sich das von Amorphis wünscht: Atmosphärisch und blau. Und gerade dieser Atmosphäre, die durch die Musik und eine eindrucksvolle Lichtshow entstanden war, konnte sich erst durch die Dunkelheit des Abends entfalten. In Wacken vor zwei Jahren spielten Amorphis eben noch am Nachmittag und das funktioniert bei dieser Band einfach nicht.
(Alex)

So, wie sollte sich der Freitags-Headliner Amon Amarth im Vergleich zum meiner Meinung nach recht verkorksten Auftritt vor zwei Jahren schlagen? Das Bühnenbild war schon mal recht gefällig, auch wenn zumindest optisch 2007 etwas mehr geboten wurde. Aber aus die Musik kommt's ja an und da waren die Schweden dieses Mal um mindestens zwei Klassen besser als noch vor zwei Jahren. Eine schön ausgewogene Setlist gab wenig Anlass zur Kritik, genauso wenig wie die Performance der Musiker. Der Sound war auch gut, das ging also alles durchaus in Ordnung. Vielleicht ein wenig arg professionell dargeboten, aber man merkt halt, dass die Herren eine eingespielte Truppe sind, so warf nicht mal der Ausfall des Viersaiters bei "Cry Of The Blackbirds" die Wikinger aus der Bahn. Guter Auftritt.
(Hannes)

Was ich von den darauf folgenden Haggard nicht unbedingt behaupten kann. Denn hier hat weder die Setlist noch der Sound meine Zustimmung gefunden und auch die Musiker wirkten teilweise etwas lustlos. Das habe ich von diesem Orchester schon wesentlich besser erlebt, aber Ausrutscher gibt's halt immer mal. Und da der Tag schon ziemlich lang war, machte der Schreiberling an dieser Stelle Schluss und zog sich zurück, um Energie zu tanken.
(Hannes)

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