5 Headbänga online
02.12.2020 Wird verlegt - Marduk
04.12.2020 Coogans Bluff
04.12.2020 The Disaster Area
05.12.2020 Eisregen
05.12.2020 Eisregen
06.12.2020 Mina Caputo & The Sad Eyed Ladies
Reviews (10198)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Shining

Interview:
Sieges Even

Live-Bericht:
Deep Impact Open Air

Video:
Nuclear Warfare
RSS RSS
Atom Atom
 

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /kunden/101209_82152/heavyhardes/webseiten/include/include_functions.php on line 1108

Festival-Bericht

Wacken Open Air

mit Nightwish, Machine Head, Sentenced, Hammerfall, Tristania, Candlemass, Oomph!, Hatesphere, Naglfar, Bloodbath, Metal Church, Saeko, Obituary, Reckless Tide, Eisregen, Gorefest, Samael, Dragonforce, Suffocation, Overkill, Dissection, Holy Moses, Marduk, Finntroll, Noise Forest, Kreator, Equilibrium, Accept, Endstille, Torfrock & Goddess Of Desire

Festivalgelände Wacken, Wacken 04. - 06.08.2005

(Fotogalerien: Wacken2005 )

Logbucheintrag drei, Sternzeit wasweißich, Monsignore Ray riskiert ein Auge. Viel zu hell draußen. Und gleich der nächste Schreck: meine Biervorräte sind fast alle. War ich das etwa? Nun, der breite Kopf würde sich damit zumindest erklären lassen. Trotzdem der verzweifelte Versuch, einen Schuldigen zu finden. Doch woher nehmen und nicht stehlen?
(Ray)

Na ja, erstmal sich sammeln, dann geht’s auch schon wieder los, Dragonforce stehen auf dem Plan. Anscheinend hat der Mischer heute auch nicht seinen besten Tag oder eine zu gute Nacht gehabt, der Sound ist mehr als verwaschen. Sänger ZP Theart rennt auch von Mikro zu Mikro und versucht verzweifelt, seine Stimme durch die Boxen zu bringen. Nach der Hälfte des ersten Songs ist es dann endlich soweit. Trotz der guten Show und viel Bewegung auf der Bühne bleiben die Reaktionen der Anwesenden eher verhalten. Schade, denn "Fury Of The Storm" oder "Valley Of The Damned" krachten recht ordentlich. Trotz des zurückhaltenden Publikums hatte die Band jedoch ihren Spaß und grinste von einem Ohr zum anderen.
(Ray)

Wechsel zur Black Metal Stage: Dort legten Suffocation eine kurzweilige Show hin ohne Ecken und Kanten. Der Sound war 1A, fett und hat nicht nur durch die genialen Blastpassagen gedrückt. Sichtlich motiviert gaben die Jungs ihr bestes was auch dementsprechend gewürdigt wurde. Einer der Highlight war der Titelsong der Pierced from Within Scheibe. Klasse!
(Daniel)

Rückblende zur True Metal Stage, denn gleich enterten Overkill die Bretter die die Welt bedeuten. Doch oh Graus, auch hier das gleiche Bild wie schon zuvor bei Dragonforce, keinerlei Vocals waren zu hören. Diesmal dauerte es etwas länger, bis der Mann am Mischpult die Sache in den Griff bekommen hat. Doch hier merkte man die Professionalität der Amis, die routiniert und mit der nötigen Portion Spaß den Set weiter zockten. Auch die Setlist ließ keine Wünsche offen, "Rotten To The Core", "Hellow From The Gutter", "Wrecking Crew", "In Union We Stand", kein Klassiker wurde ausgelassen. Vor allem kam alles extrem ehrlich und absolut glaubwürdig rüber, keine Spur von über 20 Jahren Musikbusiness. Bei "Old School" wurde kräftig die Punk-Keule ausgepackt und die Meute ging ab als ob es kein Morgen mehr geben würde. Beim abschließenden "Fuck You!" kitzelte Blitz noch mal die letzten Reserven aus den Kehlen der Fans, jeder, wirklich jeder schmetterte diese Worte den grinsenden Amis entgegen. Ohne Zugabe verließen Overkill nach einem fulminanten Gig zufrieden die Bühne.
(Ray)

Man möge die Vergangenheit von Frontmann Jon Nödtveidt ignorieren oder verurteilen, unterm Strich bleibt immer noch eine Top Kapelle übrig, die trotz allem mein Interesse weckt. Und so machte ich mich zur Blackstage auf um mir die Herrschaften zu geben. Pünktlich zum Intro zog eine dicke schwarze Wolke über uns her, die alles so teuflisch dunkel erstrahlen ließ. Und ich fragte mich, was noch alles passieren würde. Aggressiv und böse legten Dissection los als ob sie jeden (Christen oder nicht) töten wollten. Und da liegt ihr Problem. Es kommt nur bedingt gut an. Denn nach dem ersten Song flogen Stofftierchen Richtung Bühne. Die Aktion, die sich ein paar mal wiederholte, amüsierte zwar die Zuschauer, aber nicht den Rhythmusgitarristen Set Teitan, der wutentbrannt und wild gestikulierend den Übeltätern klargemacht hat, sie dafür umbringen zu wollen. Schließlich jedoch durch Sänger Jon beruhigt ging es weiter im Set. Der Sound war gut, jedoch ließ die Stimmung anfangs aber zu wünschen übrig, da die Aktion mit den Kuschelhäschen den Mastermind Jon sichtlich verunsichert hatte. Und so kamen seine Ansagen und Sprüche anfangs recht erfolglos rüber. Das änderte sich zum Glück ab der Mitte des Konzertes schlagartig. Denn keiner kann sich der Magie von "The Somberlain", "Where Dead Angels Lie" und "Storm Of The Lights Bane" entziehen. Letztendlich zogen die Schweden zufrieden unter viel Applaus von der Bühne.
(Daniel)

Zu diesem Zeitpunkt zeigte sich erstmals die Problematik von mehreren Bühnen, denn zeitgleich mit Dissection mussten Holy Moses auf der Party Stage ran. Doch auch hier war mächtig was los vor der Bühne, und als Sabina und ihre Mannen die Bühne betraten sahen sie nur ein Meer aus empor gereckten Armen und Fäusten. Das Hauptaugenmerk lag zwar auf dem aktuellen Longplayer, doch auch alte Hits kamen nicht zu kurz. Es ist immer wieder erstaunlich, welches Organ dieses hübsche Fräulein auf der Bühne entwickelt. Auch die Drohung, verdammt sauer zu sein, wenn bei "Live Destroyer" kein Pit entstehe, wurde ernst genommen und brav wurde gemosht, was die Körper hergaben. Sabina war ständig unterwegs, war mal hier und da, turnte vor den Boxen herum, mobilisierte die Fans und nicht nur auf der Bühne wurden die Rüben geschüttelt was die Nacken hergaben. Zum Abschluss gab es mit "Hate Is Just A Four Letter Word" gab es dann noch eine Coverversion, die ihrer Freundin Jacqueline gewidmet war, die letztes Jahr an Krebs verstorben war und laut Sabina "grade eben vom Himmel runterschaut". Doch dieser fulminante Gig konnte noch nicht vorbei sein. Schließlich holten Holy Moses noch den guten alten Onkel Tom auf die Bühne und gaben den Hidden Track von der aktuellen CD "Im Wagen Vor Mir" noch zum besten, bevor es zusammen mit einem kompletten Fanclub noch das unausweichliche "Too Drunk To Fuck" gab, das von allen mitgegrölt wurde. Immer wieder Klasse!
(Ray)

Marduk knüppelten ihren fiesen Black Metal zeitgleich mit den gute Laune versprühenden Finntroll durch die Boxen. Aufgrund der regen Livepräsenz in der Vergangenheit war der Gig souverän, jedoch ohne große Überraschungen. Auf alle Fälle war es diesmal besser als bei den X-Mass Festival im letzten Jahr.
(Daniel)

Schon geraume Zeit vor dem Gig wurde es merklich voll vor der Partystage. Diejenigen in den hinteren Reihen suchten nach guten Aussichtspunkten, die auf den Dächern der Dixis auch gefunden wurden. Sogar die Pinkelrinne wurde als Aussichtsplattform zweckentfremdet, in und auf ihr standen die Fans, ein Wunder, dass sie nicht zusammenbrach. Als Finntroll die Bühne betraten, sahen sie nur ein Meer aus Armen. Von der ersten Sekunde an hatten sie leichtes Spiel mit den Massen, die einfach nur austickte. "Jaktens Tid", "Midnattens Widunder" oder "Fiskarens Fiende" machten einfach nur Laune, die Crowdsurfer wurden stellenweise im Akkord nach vorne gereicht und im Pit wurde gemosht, als würde es kein Morgen geben. Geil!
(Ray)

Ja was soll man über Hammerfall schreiben. Die Einen lieben sie die Anderen hassen sie. Meiner Meinung nach hat diese Combo neutral betrachtet einen soliden Gig gespielt mit einem Best-Off Programm.Die Bühne erstrahlte in einer Eislandschaft und das Posing rund und mit Oscar Dronjak sucht seines gleichen. Gute Show die vielen Maniacs gefallen hat.
(Daniel)

Nun war es an der Zeit, auch mal der W.E.T. Stage einen Besuch abzustatten. Gerade noch rechtzeitig, denn die Kieler Formation Noise Forest war gerade dabei, die Zeltbühne mit ihrer absolut geilen Mischung aus Death und Thrash zu demontieren. Das Zelt war mehr als ordentlich gefüllt, was der Band wohl zusätzlichen Schub gab. Jedenfalls machten sie keine Gefangenen. Leider hab ich nur die letzten beiden Songs mitbekommen, doch hier steht uns noch großes ins Haus. Unter Zugabe-Rufen wurde die Band gebührend verabschiedet.
(Ray)

Wenn ich schon mal hier bin, schau ich mir doch gleich noch die nächste Band an. Und ich wurde nicht enttäuscht. Was nun abging, kann man getrost als ganz großes Kino bezeichnen. Das mir bis dahin unbekannte Septett Regicide aus Norddeutschland kam, spielte und siegte auf ganzer Linie. Der gefühlvolle Dark/Gothic Metal ließ einem aber auch keine andere Wahl als gebannt zu lauschen. Besonders hervorzuheben war der Gesang von Frauke Richter und Timo Südhoff, die beide clean sangen und somit abseits der in diesem Genre vorherrschenden gut/böse Vocals zusätzliche Punkte sammeln konnten. Vom ersten Violinenton an war eine dermaßen positive, gute Stimmung im Zelt, die man nur schwer in Worte fassen kann. Diese Stimmung ging auch auf die Band über, die ein breites Grinsen zwischen den Songs nicht verbergen konnte. Klassse Gig!
(Ray)

Kreator war für mich die größte Enttäuschung dieses Mal. Der Gitarrensound war schlecht, Milles Gitarre über paar Songs verstimmt und die Schlagzeugarbeit von Ventor unter aller Sau. Da sollte man öfters üben und sich andere Drummer (Ed Warby) als Referenz heran ziehen. Kreator hat auch mein Metallerherz geprägt aber diese Vorstellung habe ich frühzeitig verlassen müssen! Sorry...
(Daniel)

Nun war es aber an der Zeit, die Münchner Equilibrium vor großer Kulisse zu bewundern, die zeitgleich mit Kreator auf die Bühne mussten. Hat Sänger Helge noch beim Finntroll Gig respektvoll auf die Massen vor der Bühne geblickt und gemeint "das wird schwer zu toppen sein", kann man diese Aussage getrost als Untertreibung des Festivals bezeichnen. Das Areal vor der Party Stage war einfach nur voll. Voll, und zwar bis ganz hinten, bis zu den Futterständen. Sogar die Dixis und die Pinkelrinnen waren besetzt. Und bereits beim Soundcheck wurde jede Note bejubelt. Dann war es soweit. Untere einem wahren Jubelsturm kamen sie auf die Bühne und wurden abgefeiert als ob sie die Headliner wären. Egal ob "Unter Der Eiche", "Widars Hallen" oder dem unausweichlichen "Met", die Masse vor der Bühne war genauso wie Helge (Vox) ständig unterwegs und bis in die letzten Reihen (ja, die hinter(!!!) dem Mischpult) waren emporgereckte Fäuste zu sehen. Die Band war genauso beeindruckt wie der Schreiber dieser Zeilen. Man kann es nur mit Helges Worten wiedergeben: "Das glaubt mir daheim kein Mensch". Geiler Gig!
(Ray)

Accept war Pflichtprogramm. Nicht dass ich ein Die Hard Fan bin, aber die Wurzeln des Heavy Metals in seiner reinsten Form zu erleben war grandios. Der Sound, die Bühne, das Licht, die Show, einfach nicht zu toppen! Da merkt man schnell, wo der Frosch die Locken hat. Die Best of Show verfehlte ihre Wirkung nicht und so sah man überwiegend ältere Semester mit Tränen in den Augen. Ohne Scheiß! Accept war ein tolles Erlebnis nicht nur für mich sondern auch für den Rest vom W:O:A.
(Daniel)
Dem kann man eigentlich nix mehr hinzufügen. Accept waren einfach eine Macht, auch wenn Udo Dirkschneider nicht wie erhofft im Tarnanzug auf die Bretter kam. War aber nur nebensächlich, denn wer Klassiker wie "Living For Tonight", "London Leatherboys", "Metal Heart" oder "Son Of A Bitch" im Gepäck hat, braucht sich keine Sorgen zu machen. Natürlich dürfte auch "Princess Of The Dawn" nicht fehlen, das von tausenden Kehlen mitgesungen wurde. Denkwürdig.
(Ray)

Nachdem ich Sentenced schon auf dem Rock Hard Festival gesehen hatte und mein kleines, dunkles Herz doch eher für Black Metal schlägt, eilte ich durch den Schlamm und Morast zur Zeltbühne, um die deutschen Elite-Blackies Endstille bei der Arbeit zu bewundern, die zeitgleich spielten. Auch zu so später (oder eher früher) Stunde war das Zelt ziemlich voll. Leider hatten Endstille mit technischen Problemen zu kämpfen, so fiel z.B. bei "Bastard" komplett der Strom aus, was leider auch zu Lasten der Spielzeit ging. Trotzdem ein guter Gig, auch wenn der Sound teilweise etwas matschig war, aber Songs wie "Navigator" knallen auch so recht ordentlich.
(Ray)

Danach hieß erst mal schnell den Alkoholpegel wieder auf ein anständiges Maß bringen, und das aber schnell. Auf dem Weg zurück zu Zeltbühne erlebte ich fast einen Kulturschock, der mich mit schlotternden Knien weiterrobben ließ: Torfrock spielten auf der Party Stage vor gar nicht mal wenigen Leuten. Schnell ne Ladung Schlamm in die Ohren gestopft und weiter gerobbt.
(Ray)

Die zeitlich letzte Band für mich waren dann Goddess Of Desire, die um zwei Uhr morgens im Zelt auftraten. Auch jetzt waren noch zahlreiche Fans anwesend und feierten ne amtliche Metal Party. Auf der Bühne wurde gepost, das sich die Balken bogen, aber es kam einfach nur schweinegeil rüber. Auch die Stripshow durfte nicht fehlen, so zogen sich "Lehrerinnen" vor ihren "Schülern" aus, die unterm Tisch imaginär die Wurst ausklopften. Egal ob "Victory Is Mine" oder das abschließende "Metal Forever” hier war Metal pur am Werk. Nach 45 Minuten war dann aber endgültig Schicht im Schacht bei mir. Beam me up, Scotty.
(Ray)

Es beamten sich durch die Bands Ray und Daniel

Gast & Ray

Vorherige Seite123

Zur Übersicht
Zur Hauptseite
Werbung:


© www.heavyhardes.de