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Festival-Bericht

Wacken Open Air

mit Nightwish, Machine Head, Sentenced, Hammerfall, Tristania, Candlemass, Oomph!, Hatesphere, Naglfar, Bloodbath, Metal Church, Saeko, Obituary, Reckless Tide, Eisregen, Gorefest, Samael, Dragonforce, Suffocation, Overkill, Dissection, Holy Moses, Marduk, Finntroll, Noise Forest, Kreator, Equilibrium, Accept, Endstille, Torfrock & Goddess Of Desire

Festivalgelände Wacken, Wacken 04. - 06.08.2005

(Fotogalerien: Wacken2005 )

Logbucheintrag Zwo, Sternzeit irgendwann zum Monsun, Commander Ray schält sich aus dem Schlafsack. Es regnet aus allen vorhandenen Kübeln, Petrus hat wohl die Lust am Metal verloren und alles aufgefahren, was gerade so in der Regenvorratskammer vorhanden war. Darum fallen für mich leider Naglfar dementsprechend ins Wasser, da ich mich nicht so recht aufraffen kann, mich in die Fluten zu stürzen.
(Ray)

Nachdem ich mir später meine Schwimmflügelchen umgeschnallt hatte, ging es dann zum Gig von Bloodbath, der nicht nur von mir sehnlichst erwartet wurde. Einige Tausend hatten sich vor der Black Stage eingefunden, um diesem Ereignis beizuwohnen. Und sie sollten nicht enttäuscht werden. Nach einem doch recht langen Intro wurden die Elite des schwedischen Death Metals in blutverschmiertem Outfit stürmisch begrüßt. Die erste Überraschung: Mikael Akerfeldt (Opeth) stand trotz widersprüchlicher Meldungen am Mikro, wirkte zwar etwas verhalten, ja beinahe schüchtern, aber hatte die Fans dennoch im Griff. Schade, dass dies wohl sein einziger Auftritt mit dieser Band sein soll. Auch sonst merkte man den Jungs nicht an, dass dies ihr allererster Auftritt überhaupt war, wenn man mal das etwas zu statische Acting außen vor lässt. "Cancer Of The Soul", "Bleeding Death" oder auch die lautstark geforderte Zugabe "Eaten" bollerten amtlich und mächtig aus der PA und ließen keinen Zweifel daran, wer in Sachen Death Metal in Schweden die Hosen anhat. Soundtechnisch waren die Schwierigkeiten vom Vortag vergessen, alles war klar und druckvoll. Vor allem die Growlspielchen von Mikael waren gelungen, ließ er doch die Fans abwechselnd normal, death-metal-mäßig oder wie Dani Filth schreien. Ein gelungener Gig, dessen Bericht ich mit einem Zitat abschließen möchte: "If You Don't Like This, Go Fuck Yourself". Recht so.
(Ray)

Szenenwechsel zur True Metal Stage. Hier sind grad Metal Church am Start. Die Veteranen haben leichtes Spiel mit den Fans, jeder Song wird abgefeiert als wäre es der Letzte. Auch der allmählich einsetzende Regen (mal wieder) kann die Begeisterung nicht bremsen und "Watch The Children Pray" lässt einem das dritte Standbein gehörig ausfahren. Mit "The Dark" wird ein geiler Set würdig und mit viel Beifall beendet.
(Ray)

Im Partyzelt war inzwischen Saeko auf der Bühne, die ich mir nur ganz kurz angesehen habe, da ich nur wissen wollte was es damit auf sich hat. Die kleine Sängerin aus dem Land der aufgehenden Sonne, ganz in Lack und Leder gekleidet, frönt mit ihrer rein weiblichen Kapelle (glaube nur Mädels gesehen zu haben) normalen Heavy Metal vor einem doch recht ordentlich gefüllten Zelt. Hmm, nett anzusehen aber nicht wirklich mitreißend.
(Daniel)

Inzwischen pisste es mal wieder wie aus Kübeln, ein Großteil der Anwesenden sucht Schutz unter den vorhandenen Verkaufsständen und sah sich den Gig der amerikanischen Death Metal Institution Obituary von der Ferne aus an. Doch auch vor der Bühne war mächtig was los. Wie bereits im Metalcamp oder auf dem WFF wurde der Set mit "Redneck Stomp" vom aktuellen Album Frozen In Time eröffnet und bot auch sonst keine nennenswerte Veränderung in der Setlist zu den genannten Gigs. Die Menge feierte und trotzte dem Regen, der inzwischen mehr als reichlich hernieder prasselte. Die Jungs schlossen den soliden Gig nicht ohne das obligatorische "Slowly We Rot" ab, der wohl auf immer und ewig ein Teil der Setlist sein wird.
(Ray)

Da es von außen schon sehr nass war, mussten entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Feuer bekämpft man ja schließlich auch mit Feuer. Also schnell ins trockene Zelt geflüchtet und lecker Bierchen geköpft. Und da man(n) ja allzeit bereit sein muss, schnell noch Proviant eingepackt und ab ins Getümmel.
(Ray)

Auf der Zeltbühne spielten nun Reckless Tide auf. Die Gewinner des nationalen Metal Battle 2004 spielen eine Art Thrash Metal mit Anlehnung an Bands wie Fear Factory. Kommt sehr kompakt und amtlich die Mucke, aber ihr Rezept des Spannungsaufbaus schmeckt nur ein paar mal gut. Es wiederholen sich einfach zuviel ähnlich aufgebaute Songstrukturen und Riffs. Die beiden Sänger legten sich ziemlich ins Zeug, aber das Zusammenspiel zwischen zweier Sänger habe ich auch schon besser gesehen. Sehr hat mich die Spielfreude der hübschen Gitarristin begeistert, die mit ihrem breiten Grinsen über beide Ohren für gute Stimmung gesorgt hat.
(Daniel)

Direkt im Anschluss hieran waren die Thüringer Eisregen auf der Party Stage zu sehen. Es gibt hierzulande wirklich wenig Bands, an denen sich die Geister so sehr scheiden wie hier. Entweder man liebt oder hasst sie. Die vielen Fans vor der Bühne gehörten wohl definitiv zur ersten Kategorie, wie sonst kann man hoch gereckte Arme und massig Crowdsurfer interpretieren? Eben. Das Acting habe ich zwar schon mal effektiver gesehen, aber eine Band wie Eisregen lebt wohl hauptsächlich von den Texten. Mit "Ripper von Rostow", "Wundwasser" oder "Herzblut" wurde das gesamte Spektrum ihrer Schaffensperiode von alt bis neu abgedeckt. Der neue Song "1000 Tote Nutten" wurde dann noch der Bundesprüfstelle gewidmet, mit der man ja "etwas" im Clinch liegt. Darum hatte dieser Song auch einen etwas verschärften Text. Man darf sich wohl hier über die nächste Indizierung freuen. Ein geiler Gig.
(Ray)

Nun aber schnell zur True Metal Stage, einen guten Platz sichern, denn schließlich waren gleich Machine Head an der Reihe. Mit "Empirium" starteten die Amis dann gleich ihren energiegeladenen Set, der keine Wünsche offen ließ. Die Jungs legten sich bei ihrem ersten Wacken Auftritt mächtig ins Zeug, es wurde gepost bis sich die Balken bogen, der Mittelfinger war auf Dauererektion eingestellt und auch das Wörtchen "Fuck" kam nicht wirklich zu kurz. Besonders gelungen war das Medley aus "Teretory (Sepultura), Walk (Pantera), The Trooper (Iron Maiden)"dass für mächtige Stimmung im Auditorium sorgte. Auch ansonsten war viel Bewegung in und um den Pit. Jedoch war nach viel zu kurzen 75 Minuten schon wieder Schluss. Ach ja, den Titel der geilsten Drecksau des Abends wurde diesmal von der weiblichen Begleitung an Rob Flynn vergeben. Gelle, Madeleine?
(Ray)

Nun war die Zeit gekommen um entweder restlos enttäuscht zu werden oder mit einem seligen lächelt im Gesicht sterben zu können. Zum Glück beides nicht, obwohl man verdammt nahe an letzterer Alternative war. Vorab: der Sound war fett, glasklar und super abgemischt, dadurch kam u.a. der Opener "The Glorious Dead" genauso geil rüber wie auf CD. Im Set dominieren überwiegend die Songs der genialen "False" Scheibe! Ich dachte ich träume und lebe wieder im Jahr 1992, denn ein Klassiker ("Slow", "False", "Chapter 13") jagt den anderen. Sichtlich erfreut von der abgehenden Meute die sich überschlug vor lauter Euphorie , wuchsen die Holländer über sich hinaus. Das Drum Spiel von Ed Warby , der Gesang von Jan Chris de Koeyer (der nichts in seiner Brutalität verloren hat) sowie die Gitarrenarbeit von Frank Haarthoorn und Boudewyn Bonebakker ließen keinen Zweifel aufkommen: Gorefest are back... und wie! Zwar sah man den Herren an, dass sie älter geworden sind, aber die Power haben die Jungs definitiv nicht verloren. Zum Glück! Auch einen neuen Song gaben Gorefest zum Besten, der gleich zu den alten Klassikern zugeordnet werden kann. Ach ja, eine akrobatische Einlage gab es auch noch. Plötzlich hat es Gitarristen Boudewyn im Rückwärtsgang flachgelegt, ohne sichtlichen Grund. Aber schnell und ganz Profi stand er wieder auf ohne eine Miene verzogen zu haben. Unterm Strich das größte Comeback heuer, das tausend andere Metaller bestätigen können.
(Daniel)

Da es mal wieder zum regnen angefangen hatte, zog man sich nun dezent zum inneren Bekämpfen der äußeren Feuchtigkeit zurück. Das Unterfangen war auch recht erfolgreich, denn schließlich hörte es dann doch noch auf zu schütten, wozu allerdings reichlich Gerstensaft von Nöten war. Reichlich angestrahlt fand man sich in den frühen Morgenstunden vor der Black Metal Stage wieder ein um Samael in Augenschein zu nehmen. Erstaunlich viele Hartgesottene waren anwesend um zur Mischung aus Industrial und Metal abzufeiern. Das Hauptaugenmerk lag klar auf den Songs neueren Datums, die durch den wuchtigen, druckvollen Sound entsprechend unterstrichen wurden. Aber ohne ältere Songs kommen auch die schweizer Artgenossen nicht aus und z.B. "Baphomets Throne" wurde stürmisch gefordert und gefeiert.
(Ray)

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